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Hamburg: Richtfest für die Elbphilharmonie

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Hamburg  

Richtfest für die Elbphilharmonie

28.05.2010, 15:26 Uhr | t-online.de, dpa-tmn

Hamburg: Richtfest für die Elbphilharmonie. Entwurf: So soll die Elbphilharmonie 2013 nach Fertigstellung aussehen (Skizze: Elbphilharmonie)

Entwurf: So soll die Elbphilharmonie 2013 nach Fertigstellung aussehen (Skizze: Elbphilharmonie)

Mit dem Richtfest der Elbphilharmonie am 28. und 29. Mai präsentiert sich Hamburgs neues Konzerthaus den Bürgern und Gästen der norddeutschen Metropole am Wasser. Mehr als 5000 Besucher können an zwei Tagen den Aufsehen erregenden Bau und bekommen einen Vorgeschmack auf das neue Wahrzeichen der Stadt, das Sie auch in unserer Foto-Serie bewundern können. Zuletzt machte die Elbphilharmonie allerdings mit Terminverzögerungen und explodierenden Kosten Schlagzeilen.

Van Beust verteidigt Elbphilharmonie

"Trotz aller Schwierigkeiten war es richtig, dass wir am Anfang dieses Jahrtausends diese Entscheidung getroffen haben", sagte Bürgermeister Ole von Beust (CDU) vor rund 1200 geladenen Gästen auf der Plaza in 37 Metern Höhe. Sie konnten beobachten, wie die Richtkrone an die Spitze des 110 Meter hohen Gebäudes der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron hochgezogen wurde. "Das ist kein einfaches Bauwerk, das wissen Sie alle. Und ich will auch nicht so tun, als sei alles wunderbar. Die Bauzeit hat sich verlängert, eigentlich wollten wir schon einweihen und nicht erst Richtfest feiern, die Kosten sind sprunghaft gestiegen", sagte von Beust. "Ich weiß nicht, ob wir in der jetzigen Finanzlage und in Kenntnis der tatsächlichen Kosten noch einmal den Mut gehabt hätten, die gleiche Entscheidung zu treffen. Ich bezweifele es sogar", meinte der Bürgermeister, der einen Tag zuvor einen radikalen Sparkurs verkünden musste. Er betonte jedoch zugleich die Vorteile des Projekts für Hamburg und Norddeutschland. Der große Konzertsaal soll einmal zu den zehn besten der Welt gehören und bietet 2150 Besuchern Platz. Der 500-Millionen-Euro-Bau wird den Steuerzahler statt der veranschlagten 77 Millionen wohl 323 Millionen Euro kosten. Die Eröffnung ist für 2013 geplant.

Intendant: Hamburg muss internationalen Vergleich nicht scheuen

Der Intendant der Elbphilharmonie und der Laeiszhalle, der Österreicher Christoph Lieben-Seutter, betonte, dass Hamburg den Vergleich mit anderen Musikmetropolen nicht zu scheuen brauche. "Der Erfolg unserer ersten Spielzeit zeigt, dass Hamburg ein großes Potenzial für gute Musik hat." Trotz aller Geburtswehen habe die Elbphilharmonie die Chance, "ein Weltklasse-Projekt zu werden". Nach Ansicht des Schweizer Architekten Pierre de Meuron hat die Elbphilharmonie beste Chancen, "nicht nur in den Köpfen, sondern auch in der Realität zu einem Wahrzeichen der Stadt heranzuwachsen".

Demonstranten beim Richtfest

Kurz vor Beginn der Richtfestzeremonie protestierten einige Demonstranten vor dem Prestigebau auf einem alten Kaispeicher im Hafen. Als Römer verkleidet feierten sie "Rom am Abgrund" und forderten "eine Elphi reicht nicht für alle". Mit Liedern besangen sie das "Denkmal für die Reichen" und "ein Schandmal für unsere Stadt" und verteilten mit 350.000.000 Euro bedruckte Geldscheine. Seit Jahren sorgt die Elbphilharmonie für Schlagzeilen. Immer höhere Kosten, die Eröffnung verschoben und dann auch noch angebliche Baumängel. Längst ist das Prestige-Projekt für alle Beteiligten zum Alptraum geworden, und die Architekten, die Stadt und der Baukonzern Hochtief schieben sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu. Erst vor wenigen Tagen nahm ein Untersuchungsausschuss der Bürgerschaft seine Arbeit auf.

Weitere Informationen:

www.elbphilharmonie-bau.de und www.elbphilharmonie.de .

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