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Die schönsten Schlösser Deutschlands

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Architektur  

Die schönsten Schlösser Deutschlands

22.08.2008, 17:32 Uhr | K. Seitz

Das Schloss Neuschwanstein in Bayern (Foto: Imago)Das Schloss Neuschwanstein in Bayern (Foto: Imago)"Sissi!"....."Fraaaaannnzzz!". Einmal wie eine Kaiserin oder ein Kaiser fühlen. Oder wie eine Königin oder ein König. Wie haben die adeligen Herrschaften gelebt? Welche bauliche Ästhetik hat es ihnen angetan und waren sie größenwahnsinnig oder eher bescheiden? In Deutschland gibt es viele wunderschöne Schlösser, die besichtigt werden können und ihre Gäste in die damalige Zeit entführen. Fühlen Sie einen Hauch des vergangenen Glanzes und lassen Sie sich in eine Zeit versetzen, in der die Männer noch auf Pferden ritten und die Frauen wallende Roben trugen. Wir stellen Ihnen eine Auswahl der Schlösser Deutschlands vor. Klicken Sie sich durch unsere Foto-Serie.

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Liebe über den Tod hinaus

Als "preußisches Versailles" gilt das Schloss Sanssouci (ohne Sorge). Der preußische König Friedrich der Große ließ das Lustschloss von 1745 bis 1747 im Rokoko-Stil errichten und nutze es als Rückzugsmöglichkeit. Der philosophische König war so in sein Schloss verliebt, dass er dort auch beerdigt werden wollte. Erst im Jahre 1991 wurden seine sterblichen Überreste auf der obersten Weinbergterrasse des Schlosses in Potsdam in einer Gruft beigesetzt. Das Neue Palais liegt an der Westseite des Parks Sanssouci. Es gilt als letzte bedeutende Schlossanlage des preußischen Barocks. Das Schloss Nymphenburg in München gilt aufgrund seiner einzigartigen Komposition von Bauwerk und Parkanlage eines der schönsten Schlösser weltweit. Die ausgedehnte Barockanlage wurde als Sommerresidenz der Bayerischen Kurfürsten gebaut. Ein besonderes Highlight im Schlossmuseum ist das Geburtszimmer von Ludwig II.

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Ludwig - der Baumeister

Ludwig II., König von Bayern, war ein fleißiger Schlossbauer. Das Schloss Versailles, das unter Ludwig IX. große Bekanntheit errang, faszinierte ihn so sehr, dass er mit dem Bau des Schlosses Herrenchiemsee ein "neues Versailles" erschaffen wollte. Das größte Bauwerk, das unter Ludwig II. entstand, war allerdings das Schloss Neuschwanstein, das zu Deutschlands meistbesuchten Touristenattraktionen zählt. Das "Märchenschloss" steht im Allgäu bei Füssen - leider hat der König die Fertigstellung nicht mehr miterlebt. Ein weiteres seiner Projekte war Schloss Linderhof - das kleinste seiner Schlösser.

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Eine Frau - ein Schloss

Kurfürst Friedrich Wilhelm I. ließ 1651 für seine Gemahlin Louise Henriette von Oranien ein Schloss errichten. Es erhielt den Namen Oranienburg. Schließlich wurde der Name ein Jahr später auch auf die Stadt übertragen. Seit 1690 war das Schloss der bevorzugte Aufenthaltsort des Kurfürsten Friedrich III. Die Gattin des Kurfürsten, Sophie Charlotte, ließ schließlich ab 1695 ein Schloss im Stil des italienischen Barocks bauen - Schloss Charlottenburg. Zunächst handelt es sich allerdings um ein eher bescheidenes Anwesen. Erst nach der Krönung Friedrichs zum König Friedrich I. und Sophie Charlottes zur Königin 1701 wurde das ursprünglich als Sommerhaus konzipierte Schloss zu einer prachtvollen Anlage erweitert.

Ein Aussichtsturm auf dem Dach

Eine der größten barocken Schlossanlagen Deutschlands ist circa 12 Kilometer nördlich von Stuttgart zu finden - das Residenzschloss Ludwigsburg. Erbaut wurde es zwischen 1704 und 1733 unter der Herrschaft von Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg. Noch heute finden hier Staatsempfänge statt. Verfehlen können Besucher es nicht - es liegt mitten in der Stadt. Schloss Belvedere legte man ab 1724 im Auftrag von Herzog Ernst August I. im Barockstil an. Für den perfekten Überblick wurde auf dem quadratischen Haupttrakt ein Aussichtsturm gebaut. Über die wunderschöne Belvederer Allee ist das Schloss vom Stadtzentrum aus erreichbar. Sie beginnt am Südostrand der Weimarer Altstadt am Ende der Marienstraße.


Stuttgart oder Ludwigsburg?

Das Neue Schloss in Stuttgart wurde zwischen 1746 und 1807 im Auftrag der württembergischen Herzöge und Könige als Residenz- und Wohnschloss erbaut. 1737 wurde Karl Eugen neuer Herzog von Württemberg. Einer seiner Vorgänger, Herzog Eberhard Ludwig, hatte die herzogliche Residenz in das 12 Kilometer von Stuttgart entfernte Ludwigsburg verlegt. Da bereits der Bau des Schlosses in Ludwigsburgs Unmengen von Geld verschlungen hatte, war es lange Zeit ungewiss, ob überhaupt in Stuttgart gebaut werden sollte. Doch 1746 wurde endlich der Grundstein gelegt und der Bau begann. Da Karl Eugen immer exzessiver baute und wohl in eine Verschwendungssucht verfiel, wurde der Bau abgebrochen und die Residenz wieder nach Ludwigsburg verlegt. 1775 kehrte er jedoch zurück und baute einfach weiter. 1709 war der Zwinger in Dresden nur ein Festplatz. Von 1710 bis 1719 ließ ihn August der Starke in seiner jetzigen Gestalt in Sandstein errichten. Schließlich diente er als Kulisse für die Hochzeitsfeierlichkeiten des Kurprinzen Friedrich August mit der Kaisertochter Maria Josepha.


Erst für die Lust - dann doch keine mehr

Im frühen 18. Jahrhundert war es ein exotisches Spielschloss, wurde dann zur Sommerresidenz der sächsischen Monarchie und gilt noch heute als eines der wichtigsten chinoisen Bauwerke Europas: Schloss Pillnitz in Dresden im Elbtal. Durch den Tod seines Bruders fiel Kurfürst Friedrich August die Anlage in die Hände. Ursprünglich waren 24 Lustschlösser zur "königlichen Zerstreuung" geplant. Nach mehreren Umbaumaßnahmen verlor August der Starke das Interesse an Pillnitz und wandte sich anderen Schlössern zu. Das Schweriner Schloss, in romantischer Lage auf einer Insel im Schweriner See gelegen, zählt zu den bedeutendsten Bauten des Historismus. Das heutige Schloss entstand durch einen tiefgreifenden Um- und Neubau in den Jahren 1845 bis 1857.

Absoluter Überblick

Eine exponierte Lage auf einem Hügel, vor der aus der Blick auf die Stadt garantiert ist, hat ein Schloss mit einer langen Geschichte. Sie beginnt in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts als mittelalterliche Burg. Im 13. Jahrhundert wurde von Landgraf Heinrich I. die thüringische Burg in eine prachtvolle Hauptresidenz, das Marburger Schloss, umgebaut. Heute ist dort ein Teil des Marburger Universitätsmuseums untergebracht. Auch das Heidelberger Schloss thront auf einem Berg. Bis zu seiner Zerstörung durch die Soldaten Ludwigs XIV. 1689 und 1693 war es die Residenz der Kurfürsten von der Pfalz. Es ist bisher nur teilweise restauriert. Mehrfach im Jahr findet die feierliche "Schlossbeleuchtung" statt, die mittels Feuerwerk Bezug auf die damalige Zerstörung nimmt.

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