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Oktoberfest München: Volksfest mit Tradition

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Bayern  

München: Oktoberfest mit Tradition

14.09.2009, 15:59 Uhr | dpa, srt

Oktoberfest München: Hühnerkampf im Teufelsrad (Foto: ddp)Oktoberfest München: Hühnerkampf im Teufelsrad (Foto: ddp) Wenn wir schon vor Tradition reden, dann beginnt das Oktoberfest mit dem Einzug der Wiesnwirte. Der Zug mit den prächtig geschmückten Pferdegespannen und Festwagen wird angeführt vom Münchner Kindl und dem Münchner Oberbürgermeister und begleitet von den Musikkapellen der Festzelte. Am 19. September um Punkt zwölf Uhr sticht der Oberbürgermeister im Schottenhamel-Zelt mit dem berühmten Ruf "O'zapft is!" das erste Bierfass an, damit ist die Wiesn eröffnet. Christian Ude hält mit zwei Schlägen den Rekord. Was Sie auf der Wiesn bis zum 4. Oktober alles machen können, sehen Sie auch in unserer Foto-Serie.

Was sind Ihre Tipps fürs Oktoberfest. Nutzen Sie die Kommentarfunktion am Ende des Artikels.

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Größer, schneller weiter

Wer mit Achterbahnen und Karussellen auf Kriegsfuß steht, der kann unbedenklich eine Fahrt mit der Krinoline unternehmen. Die Konstruktion mit der sanft schwankenden Plattform wurde früher von Hand in Schwung gebracht, bis 1909 ein Sachsmotor die schweißtreibende Arbeit übernahm. Wie anno dazumal spielt dazu eine Live-Blaskapelle. Etwas flotter geht es auf der Tobbogan zu. Die merkwürdig anzusehende Turmrutschbahn ist seit 75 Jahren ein Wiesn-Anziehungspunkt. Groß ist die Zahl der Zuschauer, wenn die Toboggan-Fahrer versuchen, auf dem ständig laufenden Förderband, das sie flott nach oben bringt, die Balance zu halten. Auf der spiralförmigen Rutsche geht es wieder runter.

Balance-Akt auf dem Teufelsrad

Eine flotte Angelegenheit ist auch das Teufelsrad, eine originelle Konstruktion in Form einer drehbaren Holzscheibe mit fünf Metern Durchmesser. Zuschauer werden aufgefordert, sich darauf zu setzen und sich bei ständig steigender Drehzahl darauf zu halten. Der Moderator mit derb-bayerischen Kommentaren tut sein Übriges, um aus dem Teufelsrad ein vergnügliches Spektakel zu machen. Auch Showkämpfe finden auf dem Drehrad statt. Ein Zuschauer-Hit ist auch der Schichtl, das legendäre Wiesn-Varietée. Highlights sind nicht nur Elviras Schmetterlingstanz und die Enthauptung mittels Guillotine, sondern vor allem das temperamentvoll-witzige Vorprogramm des Einheizers auf der Bühne vor dem Zelt. Der Schlachtruf "Auf geht's beim Schichtl" gehört zum Wortschatz eines jeden echten Münchners.

Auf dem Wahrzeichen der Wiesn

Höhenrausch, Sightseeing und Fahrspaß verspricht das Riesenrad, mit 50 Meter Höhe das buchstäblich herausragende Wahrzeichen der Wiesn. Man hat einen herrlichen Blick auf das Treiben auf der Festwiese und die Stadt München, bei schönem Wetter sieht man die gesamte Alpenkette. So groß das Riesenrad, so klein die Hauptdarsteller des traditionellen Floh-Circus. Vor rund 60 Jahren schlug die Nürnberger Familie Mathes zum ersten Mal auf dem Oktoberfest seine winzige Bude auf. Darin zeigt der "Zirkusdirektor" seine charmanten und erstaunlichen Floh-Dressuren.


Vom Kasperltheater bis zu den Wiens-Musikanten

Erstaunlich und erfreulich auch, dass das gute alte Kasperltheater selbst im Zeitalter der Spielkonsolen auf der Wiesn überlebt hat. Dort darf sich der Kasperl mit seiner Gretel unter tatkräftiger Mithilfe des Polizisten mit dem Krokodil anlegen. Die Kinder johlen und feuern ihren Held bis zum Happy End an. Frenetischen Applaus gibt es auch beim Standkonzert der Wiesn-Musikanten jeweils am zweiten Wiesn-Sonntag (diesmal am 27. September) um elf Uhr auf der Treppe zur Bavaria. Gänsehaut-Alarm ist angesagt, wenn die Bierzelt-Blaskapellen mit insgesamt rund 300 Musikanten aufspielen. Auch Leib und Seele erfreuen sich an kulinarischen Klassikern: Fischsemmeln mit vielen Zwiebeln, gebrannte Mandeln, die unvergleichlichen Wiesnhendl und natürlich die berühmten Makrelen von der Fischer Vroni.

Über acht Euro für die Maß Bier

Einige Besucher des Münchner Oktoberfestes profitieren von günstigen Wechselkursen, andere Touristen müssen für eine Wiesn-Maß richtig tief in die Tasche greifen. Zwischen 8,10 und 8,60 Euro kostet der Liter Bier in diesem Jahr und ist damit für viele ausländische Besucher deutlich teurer als zu Hause. Der Preisschock trifft vor allem die Südafrikaner. Der Gerstensaft ist für sie dreimal so teuer wie daheim. Australier und Neuseeländer müssen etwa 40 Prozent mehr fürs Bier zahlen, wie das Personalberatungsunternehmen ECA International ermittelt hat. Ein Schnäppchen bleibt das Oktoberfest für Italiener. Sie sparen 13 Prozent gegenüber den heimischen Bieren. Richtig billig wird es für Japaner und Norweger, die den Liter mehr als 40 beziehungsweise fast 50 Prozent billiger bekommen. Auch die europäischen Nachbarn aus der Schweiz und aus Frankreich werden ihr Geld gerne in München lassen: Sie sparen 25 beziehungsweise 36 Prozent. Die Zahlen basieren auf einer internationalen Lebenshaltungskostenstudie von ECA International vom März 2009. Die stark schwankenden Wechselkurse hätten die Kosten für einen Wiesn-Besuch im Vergleich zu 2008 teils deutlich verändert.



Weitere Informationen:
Das größte Volksfest der Welt findet in diesem Jahr von 19. September bis 4. Oktober statt. Weitere Informationen im Internet unter www.oktoberfest.de

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