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Der größte künstliche Mond der Welt

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Der größte künstliche Mond der Welt

11.01.2010, 08:36 Uhr | Hans-Werner Rodrian/srt, t-online.de, srt

Gasometer Oberhausen: größter künstliche Mond der Welt (Foto: dpa)Gasometer Oberhausen: größter künstliche Mond der Welt (Foto: dpa) Das Ruhrgebiet sollten - auch in unserer Foto-Serie an.

Mit einer gelungenen Eröffnungsfeier und großem Besucherandrang auf der verschneiten Essener Zeche Zollverein hat am Samstag das Kulturhauptstadtprogramm 2010 im Ruhrgebiet begonnen. Ein Jahr lang sind rund 2500 Veranstaltungen aus Kunst, Musik und Theater in der einstigen Kohle- und Stahlregion geplant. Ruhr.2010-Chef Fritz Pleitgen will vor allem die Rolle der Kultur für den Strukturwandel eines Industriegebietes herausstellen. «Wir wurden lange unterschätzt. Das soll sich ändern», sagte der gebürtige Duisburger. Das Ruhrgebiet mit seinen 53 Kommunen teilt sich die Kulturhauptstadtwürde mit Pécs in Ungarn und dem türkischen Istanbul. In Pécs sollte das Programm noch am Sonntagabend mit einem großen Historien-Umzug gestartet werden. In Istanbul ist die Eröffnung erst am 16. Januar geplant.

Schon am ersten Tag wurde das Kulturfest auf der Zeche im Ruhrgebiet von Besuchern fast überrannt: «Essen stürmt Zollverein», schrieb ein Gast im Internetdienst Twitter. Rund 100 000 Besucher zählten die Veranstalter allein bis zum späten Samstagabend.

«Unsere Rechnung ist aufgegangen», sagte Pleitgen. Der im Fernsehen übertragene Eröffnungsfestakt unter freiem Himmel vor der Kulisse der stillgelegten Kokerei Zollverein habe genau die Bilder des Wandels durch Kultur produziert, für die das 2010-Programm stehe. Insgesamt knapp zwei Millionen Menschen verfolgten im ZDF und WDR Fernsehen die Eröffnungsfeier, die außerdem über die Deutsche Welle auch weltweit gesendet wurde.

«Früher qualmten in dieser Region die Schlote. Statt der Kohle von unter Tage werden nun die Ideen gefördert, die in den Köpfen und Herzen der Menschen schlummern», sagt der sichtbar gut gelaunter Bundespräsident Horst Köhler bei der Eröffnungsfeier. «Das ist ja ein Wintermärchen her», rief er angesichts des dichten Pulverschnees.

Köhler kam verspätet, weil sein Flugzeug wegen des Schneefalls nicht pünktlich auf dem Düsseldorfer Flughafen landen konnte. Tief «Daisy» hatte den Organisatoren bis zur letzten Minute Kopfzerbrechen bereitet. «Es hat geklappt, aber es war knapp», sagte Pleitgen. Bei einer vereisten Bühne hätte die Eröffnungsshow mit zum Teil akrobatischen Tanzeinladungen abgesagt werden müssen. Letztlich reichte aber ständiges Nachstreuen und Wischen, besonders gewagte Sprünge wurden gestrichen.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso lobte das Ruhrgebiet mit seinen rund 170 verschiedenen Nationalitäten als «Meltingpot (Schmelztiegel) der Völker und Kulturen». Das Ruhrgebiet gestalte den Wandel mit Mut und Kreativität, auch wenn er gelegentlich unbequem sei.

«Heute geht ein Traum in Erfüllung», sagte NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) beim Festakt. Der Titel der Kulturhauptstadt sei ein Glücksfall für Essen und das Ruhrgebiet. Auch nach dem Kulturhauptstadtjahr sollten die Projekte mit Leben gefüllt werden. Deshalb werde das Land nach 2010 zunächst 15 Millionen Euro für das Projekt «Kreativ.Quartiere» freimachen.

Für den rein künstlerischen Etat stehen der Kulturhauptstadt 2010 gut 62 Millionen Euro zur Verfügung. Zu den 300 Projekten in diesem Jahr zählt Spitzenkultur wie eine Reise durch sechs Theater der Region, die unter dem Motto «Odyssee» den Homer-Stoff neu inszenieren oder ein großer Zyklus mit Werken des zeitgenössischen Komponisten Hans Werner Henze. Daneben gibt es breitenwirksame Veranstaltungen wie die Sperrung der Ruhrgebietsautobahn A 40 zu einem «Kulturtag» im Sommer oder den revierweiten «Day of song».

Beim großen Historien-Umzug in der südungarischen Stadt Pécs (deutsch: Fünfkirchen) sollten am Sonntagabend überlebensgroße Puppen, Tänzer, Schauspieler und 450 Schüler die geschichtlichen Epochen der durch etliche Völker und Kulturen geprägten Stadt darstellen. Als Eröffnungsredner waren der ungarische Ministerpräsident Gordon Bajnai und der Bürgermeister von Pécs, Zsolt Pava, angekündigt. Über 500 Programme sollen in diesem Jahr Touristen und Kulturinteressierte in die Region locken.

Insgesamt will sich Pécs als offene, junge und vitale Stadt präsentieren. Zu den Höhepunkten des Hauptstadtjahres zählt die Übergabe der heute nicht mehr genutzten, renovierten Teile der Porzellanmanufaktur Zsolnay. In dem Industriedenkmal soll ein neues Kulturzentrum mit Theatern, Ausstellungsräumen und Ateliers entstehen. Zahlreiche Renovierungsprojekte werden allerdings erst im Laufe des Jahres abgeschlossen werden.

In Pécs leben mehrere ethnische Minderheiten, darunter Deutsche, Roma und Kroaten An der Universität der Stadt studieren viele Studenten aus Deutschland.

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