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Kurtaxe: Das Strandvergnügen ist nicht gratis

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Das Strandvergnügen ist nicht gratis

18.06.2010, 13:10 Uhr | A. Faude

Kurtaxe: Das Strandvergnügen ist nicht gratis. Kurabgabe in Heiligendamm. (Foto: imago)

Kurabgabe in Heiligendamm. (Foto: imago)

"Baden wird teurer" titelte das Internetportal Bild.de in diesen Tagen. Viele deutsche Seebäder hätten in diesem Sommer die Preise der Kurtaxe erhöht, so das Magazin. Seit vergangenem Jahr beispielsweise zahlen Gäste in Binz auf Rügen 2,60 Euro Kurtaxe pro Tag und damit 50 Cent mehr als zuvor. Doch ist so eine Kurabgabe tatsächlich ein Ärgernis? Und was bekommen Urlauber für das gezahlte Geld als Gegenleistung?

Höhere Gebühren, aber mehr Angebot

Gut 37 Prozent der Bundesbürger verbringen in diesem Jahr ihren Urlaub im eigenen Land, so eine gerade veröffentlichte Studie des Nürnberger Marktforschers GfK. Die Nord- und Ostsee wiederum gehören zu den beliebtesten angesteuerten Zielen. Doch das Bad in Nord- und Ostsee gibt's nicht zum Nulltarif. Die Kurverwaltungen von Sylt bis Rügen bitten ihre Gäste zur Kasse. Eine mitunter happige Summe kommt bei einem mehrtägigen Aufenthalt da zusammen: in Keitum auf Sylt sind beispielsweise jetzt zur Hauptsaison drei Euro pro Tag fällig. Das Seebad Binz auf Rügen verlangt 2,60 Euro pro Tag von seinen Gästen. Als die Gemeinde in Binz im vergangenen Jahr in Gebühren um 5o Cent anhob, gab es zwar "im Vorfeld Diskussionen", so Marikke Behrens von der Pressestelle in Binz. Doch das habe sich schnell gelegt. Nun sei ein Großteil der Gäste zufrieden. Denn Besucher bekommen etwas geboten, so in diesem Jahr einen "Sportstrand" mit vielen kostenlosen Angeboten.

Keine Goldgrube für die Gemeinden

Die Gemeinden selbst legen die Gebühren für die Kurabgabe fest. Eine Goldgrube? Jürgen Kulp, Projektmanager Kompetenzzentrum Gesundheitstourismus Schleswig-Holstein, winkt ab: "Die Gemeinde kann sich da nicht bereichern". Denn von der Reinigung der Strände bis zu kostenlosen Konzerten und Sport-Events reicht das Angebot an den Küsten. Seien die Zigarettenkippen vom Strand weg, so freut dies den Gast, und doch ist es eine Leistung, "die man nicht direkt sieht", so Kulp. Denn neben der Strandreinigung wird beispielsweise auch das Rettungssystem von den Gebühren finanziert.

Kostenfreier Strand in Friedrichskoog

Haben die Gäste ein Quartier in einem Seebad bezogen, so wird die Gebühr über den Hotelier oder den Vermieter des Ferienhauses einbezogen. Tagesgäste hingegen, die keine Kurkarte haben, zahlen für den Zugang zum Strand. .Einen ganz eigenen Weg beschreitet hingegen das Nordseebad Friedrichskoog. Seit gut fünf Jahren erhebt die Gemeinde keine Strandbenutzungsgebühr. Ein Erfolgsmodell berichtet Hannelore Landberg von der Marketing-Abteilung der Stadt. Direkt vor dem Strand gibt's Parkplätze, die sechs Euro pro Tag kosten. Für eine Familie, die zu einem Tagesausflug mit einem Auto anreist, ist das deutlich billiger, als die normal erhobene Kurtaxe. Wer besonders günstig in die Wellen springen möchte, sollte sich vorab über die Gebühren an den Küstenorten erkundigen. Einmal gezahlt, haben beispielsweise Urlauber in Binz auf Rügen zu allen der insgesamt 60 Kilometer Inselstrände kostenlosen Zugang. An der Nordsee hingegen ist das anders.

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