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Leipzig: Europas größte Tropenhalle

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"Gondwanaland": Dschungelabenteuer und ein Hauch von Paradies

27.06.2011, 13:20 Uhr | Marlis Heinz/srt

Leipzig: Europas größte Tropenhalle. "Gondwanaland": Blick auf die Riesentropenhalle (Foto: Marlis Heinz/srt)

"Gondwanaland": Blick auf die Riesentropenhalle (Foto: Marlis Heinz/srt)

Dschungel und feuchte Wärme. Baumriesen und blühende Sträucher. Gewundene Pfade und ein Fluss. Das Rauschen eines Wasserfalls und das Krächzen eines Vogels. Das Paradies misst 16.500 Quadratmeter und befindet sich unter einem fast 35 Meter hohen, freitragenden Dach aus durchsichtigen Folienkissen: Eine künstlich geschaffene Landschaft, die gar nicht so weit weg liegt. Genauer: in Leipzig. Das Palmenhaus im XXL-Format ist zugleich die größte Tropenhalle Europas. Werfen Sie einen Blick auf das Tropenparadies in unserer Foto-Show.

26 Grad Celsius mit hoher Luftfeuchtigkeit

Es herrschen 26 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 65 und 100 Prozent. Allen tropft der Schweiß aus den Poren - denen, die hier arbeiten und Besuchern, die nur hindurch spazieren. Auch Direktor Jörg Junhold, wenn er mit Gästen durch die Tropen marschiert. Er balanciert über die Hängebrücke und klettert auf die Aussichtplattform im höchsten Baum des Dschungels. Warum "Gondwanaland"? "Die Idee entstand vor etwa zehn Jahren, als wir im Zoo die Anlagen für die Tiere aus Afrika, Asien und Südamerika planten. Als Verbindungsglied zwischen diesen Regionen sollte noch eine Tropenhalle entstehen. Da kam uns der Gedanke, sie nach dem Urkontinent Gondwana zu benennen. Zwar wurde die Halle dann an den Rand des Zoogeländes gebaut, aber der Grundgedanke blieb: Tiere aus drei Kontinenten zusammenzuführen. Aber nicht irgendwelche, keine die man aus allen Zoos kennt. Sondern vor allem besonders seltene und gefährdete Arten."

Neue Heimat von 40 Tierarten

Und so wurde "Gondwanaland" zur Heimat von 300 Exemplaren aus 40 Tierarten dreier Kontinente, darunter Zweifinger-Faultier, Komodo-Waran, Riesenotter, Zwergflusspferd und verschiedene Meerkatzenarten. Fast alle sind sie schon vor Tagen oder Wochen eingezogen. Der Komodo-Waran hat sein Lieblingsplätzchen mit Fußbodenheizung längst gefunden. Das Sunda-Gavial-Weibchen Nima hat nach einigem Zögern angefangen zu fressen. Nicht zu vergessen der Medienstar: Das schielende Opossum Heidi hat nun endliche Ruhe vor den Kamera-Teams. Wer befürchtet, dass die Tierwelt der drei Kontinente in die Riesenhalle einfach aufeinander losgelassen wurde, der irrt. "Eigentlich haben wir hier normale Gehege", beruhigt Tierpflegeleiter Michael Ernst. "Nur eben ganz raffiniert voneinander abgegrenzt, so dass der Besucher es kaum sieht. Da wir Tierpfleger von Anbeginn an in die Planungen eingebunden waren, konnten wir auch Bedenken anmelden, wenn die Architekten beispielsweise die Sprunghöhe unserer Schützlinge unterschätzt und der Optik wegen eine zu niedrige Barriere eingeplant hatten."

Die Bewohner müssen sich auf die neue Umgebung gewöhnen

Auch die Bewohner der Wildnis müssen nach ihrem Einzug noch einiges lernen. Die Tiere in den Gehegen zur Außenmauer hin schlafen und fressen in der Regel in Räumen hinter den Kulissen. Auf den Inseln im Innern der Halle klettern unter anderem Affen- und Meerkatzenfamilien in den Wipfeln. Damit sie nicht nachts über die Brücken ausbüxen, werden die Brücken wie Weidezäune unter Schwachstrom gesetzt. Irgendwann verzichten die schlauen Kerlchen vorsichtshalber auch tagsüber auf Exkursionen. Bis die ersten Besucher kamen, hatte auch das junge Zwergflusspferd gelernt, dass man hinter der Glasscheibe nicht weiter schwimmen kann. Deshalb kleben dort bis zur Eröffnung noch Papierstückchen. Und dem Hornvogel, der hinter einem nahezu unsichtbaren Drahtgespinst lebt, halfen ein paar eingeflochtene Plastikstreifen, die Grenzen seines Zuhauses richtig einzuschätzen. Kurz vor der offiziellen Eröffnung zogen die Schabracken-Tapire ein. Eigentlich hätte Michael Ernst, Bereichsleiter der Tierpfleger, die Sensibelchen gern etwas früher hier gehabt. "Aber die mussten erst sicher in die Reisekiste laufen. Und hier in der Halle war das Problem, dass ihr Gehege lange als Baustellenzufahrt fungiert hat. Dann musste noch das Gras wachsen, ehe sie umziehen konnten."

Auf Besucher warten abenteuerliche Erlebnisse

Zum 1. Juli ziehen auch die Besucher in die Wildnis ein. Deren Touren beginnen mit einer vierminütigen Multimedia-Exkursion auf den Urkontinent, während sie durch einen finsteren Vulkan gleiten. Sie erklimmen den Baumwipfelpfad, der bis unter das Dach führt. Sie spazieren durch den tropischen Nutzgarten, in dem Ananas, Pfeffer, Kakao und andere Tropenfrüchte gedeihen. "Wir rechnen mit einem täglichen Ansturm von bis zu 15.000 Gästen aus ganz Deutschland", prophezeit der Zoo-Direktor. "Deshalb haben wir in den nächsten Monaten auch erst mal keine Veranstaltungen oder Sonderführungen geplant." Und die Tierwelt legt eine Einzugspause ein. Frei fliegende Vögel werden erst später unter dem Dach kreisen. Für sie gibt es dann den nächsten Countdown.

Weitere Informationen
Zoo Leipzig, Pfaffendorfer Straße 29, 04105 Leipzig, Besucherinformationen: Tel. 0341/5933385 (Safari-Büro), safaribuero@zoo-leipzig.de, www.zoo-leipzig.de
Eintritt (Zoo incl. Gondwanaland): Erw. 17 Euro, Kinder 10 Euro, div. Ermäßigungen;
Öffnungszeiten: Mai bis September 9.00 bis 19.00 Uhr (Oktober und April bis 18 Uhr, November bis März bis 17 Uhr).
Pauschalangebot: "Tierisches Leipzig": Zwei Übernachtungen mit Frühstück inkl. Eintrittskarte in den Zoo, Teilnahme am afrikanischen Buffet in der afrikanischen Kiwara Lodge des Zoos (ohne Getränk) ab 119 Euro pro Person. Buchbar über Leipzig Tourismus und Marketing GmbH, Augustusplatz 9, 04109 Leipzig oder Tourist-Information Katharinenstraße 8 , 04109 Leipzig, Tel.: 0341/7104-260 oder 0341 7104-265, info@ltm-leipzig.de, www.ltm-leipzig.de

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