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Die zehn besten Seen der Heimat

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Deutschland im Sommer  

Die zehn besten Seen der Heimat

16.06.2014, 16:20 Uhr | Sabine Metzger, srt

Die zehn besten Seen der Heimat. Chiemsee (Quelle: imago/Karlheinz Pawlik)

Das "Bayrische Meer" wird der Chiemsee auch oft genannt. (Quelle: Karlheinz Pawlik/imago)

Sommer, Sonne, Badefreuden: Für diese Glücksmomente muss man nicht unbedingt stundenlang im Flieger oder Auto sitzen - auch quer durch die Republik kommen Badenixen voll auf ihre Kosten. Unzählige Badeseen locken mit sauberem Wasser zum Schwimmen, Segeln, Tauchen, Kite-Surfen und Spaß haben. Hier ein Wegweiser zu den schönsten Seen und den Hotspots für Wassersportler. Sehen Sie die Seen auch in unserer Foto-Show.

Die Mecklenburgische Seenplatte

Für die Hausboottour an die Loire? Das muss nicht sein. Die Mecklenburgische Seenplatte ist ebenso reich an Schlössern, Burgen, Gutshöfen und Wasserwegen. Mehr als 1000 Seen funkeln in der Seenplatte. Und weil Flüsse und Kanäle viele der Seen miteinander verbinden, vereint sich die ausufernde Pracht zu Europas größtem Gewässernetz.

Für die Mietboote im Charterrevier der Mecklenburgischen Seenplatte braucht man übrigens keinen Bootsführerschein. Es gibt eine dreistündige Einweisung, Wasserkarten, Kapitäns- und Bordhandbücher zum Selbststudium an Bord, dann heißt es: Leinen los! Die Auswahl an Touren ist groß: Ein Klassiker unter den Hausboottouren ist die Großseenplatte mit der Müritz, Deutschlands größtem Binnensee, Kölpin-, Fleesensee und Plauer See (www.mecklenburgische-seenplatte.de).

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Der Liepnitzsee

Hauptstadtnahes Inselfeeling: Nur acht Kilometer von der nördlichen Berliner Stadtgrenze entfernt liegt einer der saubersten Seen in Brandenburg - der Liepnitzsee. Ganze fünf Meter reicht die Sicht in dem klaren Wasser. Auf der 34 Hektar großen Insel namens Großer Werder, speziell auf deren sandigem Südstrand, werden Inselträume wahr.

Die Insel ist mit einer kleinen alten Fähre erreichbar. Sie fährt täglich von 10 bis 18 Uhr, von Freitag bis Sonntag bis 19 Uhr jede Stunde von den Anlegestellen Ützdorf Nord- und Südufer zur Insel. Das ist auch schon alles, was auf dem See motorbetrieben fahren darf - also genau das richtige für Ruhesuchende, die auf dem Insel-Campingplatz ihr Zelt aufschlagen und sich (fast) wie Robinson Crusoe fühlen (www.liepnitzsee.de).

Der Große Plöner See

Segel setzen: Der Große Plöner See 30 Kilometer südöstlich von Kiel ist ein Wassersportler-Paradies. Seine Größe von immerhin 3000 Hektar sowie seine Windverhältnisse machen ihn zum idealen Ziel für Segelanfänger. In einwöchigen Kursen lernt man hier auf dem größten See der Seenplatte der Holsteinischen Schweiz die Grundzüge des Segelns und schließt auf Wunsch den Kurs mit der Segelgrundscheinprüfung ab.

Zu sportlich? Strandnixen tummeln sich am liebsten an den großen Strandabschnitten Bosau, Godau, Plön und auf der Prinzeninsel. Wer Einsamkeit sucht, der stellt seinen Liegestuhl auf einen der zahlreichen Naturstrände (www.touristinfo-ploen.de).

Der Neuländer Baggerteich

Auf die Bretter: Südlich der Elbe, nur 15 Autominuten vom Hamburger Stadtzentrum entfernt, wartet eine Fünf-Mast- Wasserskianlage auf Wasserski-Profis und solche, die es noch werden wollen. Die ideale und vor allem einzige Möglichkeit in Hamburg Wasserski oder Wakeboard zu fahren. Die Lehrer verraten Anfängern die Tricks und Tipps, damit sie schon bald die ersten Runden drehen könne.

Fortgeschrittene nehmen begeistert die zahlreichen Obstacles unter die Bretter. Dazwischen heißt es chillen auf der großen Holzterrasse bei cooler Musik und ebensolchen coolen Drinks (zwei Stunden 24/29 Euro, Tageskarte: 30/35 Euro, Wasserski & Wakeboard Hamburg GmbH, Am Neuländer Baggerteich 3, 21079 Hamburg, www.wasserski-hamburg.de).

Das Steinhuder Meer

Abheben: Das Steinhuder Meer vor den Toren Hannovers ist ein Kitesurf-Dorado. Mittelpunkt ist die 35.000 Quadratmeter große, künstlich angelegte Badeinsel mit schönem Sandstrand, ausgedehnten Liegeflächen und vielen Spielgeräten.

Badezentrum Nummer zwei ist der große Badestrand "Weiße Düne" am Nordufer in Mardorf. Nur einige Schritte weiter östlich befindet sich der Surfstrand. Dieser hat sich in den letzten Jahren zum Mekka der Kite-Surfer entwickelt. Dort kann man die akrobatischen Einlagen der Profis bestaunen (www.steinhuder-meer.de).

Das Seebad Haltern

Strandkorb-Romantik: Zum Kuscheln und Dösen im Strandkorb muss man nicht an die Nord- oder Ostsee. Für Beachfeeling zwischen Ruhrgebiet und Münsterland sorgt das Seebad Haltern: An schönen Sommertagen findet sich hier das halbe Ruhrgebiet zum Sonnenbaden, Schwimmen, Surfen und Tauchen. Sie alle teilen sich 800 Meter feinsten Sandstrand am Halterner Stausee mit dem riesigen blau-weißen Sonnensegel als Wahrzeichen.

Beachvolleyball, Tischtennis, Kletternetz, Rollenrutsche und Spielplatz - für Abwechslung ist gesorgt. Gemütlichere Naturen machen es sich auf den Seeterrassen mit einem Eiskaffee gemütlich. Objekte der Begierde sind auch die Strandkörbe, die im Uferbereich verteilt sind (www.seebad-haltern.de).

Der Kulkwitzer See

Abtauchen: Die Tauch- und Wakeboardszene aus Sachsen trifft sich am Kulkwitzer See in der Nähe von Leipzig bei Markranstädt. Erstere tauchen ab in das 36 Meter tiefe, klare Wasser des 150 Hektar großen Sees - das als bestes Süßwasser-Tauchrevier Deutschlands gehandelt wird.

Mit etwas Glück bekommt man an der Wakeboardanlage am Nordufer Profis zu sehen, die mit waghalsigen, meterhohen Sprüngen von einem Schlepplift gezogen übers Wasser heizen. Natürlich geht es auch gemächlicher: mit einer Luftmatratze über den See schaukeln und in den Wiesen ein Sonnenbad genießen (www.leipzigseen.de, www.kulkwitzersee.com).

Der Bodensee

Paddel-Tipp: Im Reigen der schönen Binnenseen darf natürlich der Bodensee nicht fehlen. Europas zweitgrößter See mit einer Fläche von 536 Quadratkilometern und 259 Kilometern Ufer ist der Hit für Wassersport vor grandioser Alpenkulisse. Kajakfahrer und Kanuten finden hier grenzenloses Paddelvergnügen. Das Netz des Konstanzer "KanuZentrums La Canoa" und dessen 22 Kanustationen ermöglichen komfortable Kanuferien und abwechslungsreiche Tagestrips.

Um den Bodensee mit dem Kanu zu erleben, kann man beispielsweise in der Schiffsländi in Ermatingen Kajaks und Kanadier mieten. Jede der Stationen von "La Canoa" nimmt diese auch wieder zurück, so dass man die Tour entspannt genießen kann, ohne sich um den Rücktransport der Boote kümmern zu müssen (www.bodensee.eu).

Der Walchensee

Windsurfen: Als eines der schönsten Windsurfreviere jenseits des Gardasees hat sich der Walchensee bei Kochel einen Namen gemacht. Seine Lage ist jedenfalls mindestens genauso schön: Eingerahmt von Jochberg, Herzogstand und dem Karwendelgebirge liegt er auf 802 Meter über dem Meeresspiegel. Sein Wasser ist im Sommer herrlich erfrischend und klar. Tagsüber heizen sich die Flanken von Jochberg und Herzogstand rasch auf und ziehen die kühle Talluft nach oben.

Durch den Düseneffekt der eng nebeneinander stehenden Berge pfeift so der Wind mit Richtung Nord/Nordost. Die Thermik setzt meist von 11 bis 14 Uhr ein und hält bis 16 und manchmal 18 Uhr an. Und das sind die Hotspots: die Liegewiese am Windsurfing Center Walchensee, die nur zu Fuß erreichbare Sachenbacher Bucht sowie die Galerie zwischen Urfeld und dem Ort Walchensee (www.kochel.de).

Der Chiemsee

Der neuste Trend auf dem Wasser ist Stand-Up-Paddling. Ein idealer Fleck für diese fast schon meditative, ruhige Art auf einem Brett stehend übers Wasser zu gleiten, ist der Chiemsee in Oberbayern. Während das Gros der Urlauber mit dem Dampfer zur Insel Herrenchiemsee überfährt, bestimmen Stehpaddler ihren eigenen Rhythmus und ihr eigens Ziel: Mal ist es die Fraueninsel mit ihrem Kloster, den prächtigen Blumenranken und den idyllischen Biergärten, mal der Strand in Chieming und Seebruck, mal der Malerwinkel mit Blick auf die Voralpenkulisse.

Den Steh-Paddel-Abend beschließt man am besten mit einem Cocktail in der Sundowner Bar des Chiemgauhof in Übersee-Feldwies beim kitschigschönen Sonnenuntergang. Karibik zu Hause! (www.chiemsee-alpenland.de)

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