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Die ungewöhnlichsten Hotel-Umbauten Europas

11.01.2008, 13:56 Uhr

Das vielleicht ungewöhnlichste umgebaute Hotel Europas ist ein alter Wasserturm in Köln, zumindest wenn es nach der Reise-Website Tripadvisor geht. Deren Leser und Redakteure wählten unlängst die Top Ten der besten Hotel-Umbauten. Mit dabei sind unter anderem ein Leuchtturm, ein Gefängnis und eine mittelalterliche Festung, in denen sich heute teils richtig noble Herbergen befinden. Überall gibt es ausgefallene Umbauten, bei denen nicht mehr genutzte Gebäude als Hotel sozusagen zweckentfremdet werden. Gekonnt verbindet sich dort beispielsweise die architektonische Grazie eines Jugendstilpalasts oder eines Dominikanerklosters mit der Annehmlichkeit eines Fünf-Sterne-Hotels. Doch nicht nur Top-Hotels finden sich an ungewöhnlichen Orten. In Schweden gibt es ein umgebautes Gefängnis, dass mit bequemen aber günstigen Zimmern lockt. Wir verraten, welche Häuser es sonst noch in die Top Ten der außergewöhnlichen Hotels geschafft haben.
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Platz 10: Schlafen im Dominikanerkloster

Mit seinen historischen Gebäuden überrascht es kaum, dass sich Prag gleich zwei Mal in der Liste der ungewöhnlichen Hotel-Umbauten wieder findet. Das Schlusslicht der Liste bildet das "Mandarin Oriental Prague". Hier können Besucher in sich gehen: Das erst 2006 eröffnete Hotel befindet sich in einem ehemaligen Dominikanerkloster, dessen Wurzeln bis ins 14. Jahrhundert zurück reichen. Die Kette Mandarin Oriental habe in den alten Bau über den Dächern Prags ein modernes 5-Sterne-Hotel untergebracht, dabei jedoch viele der ursprünglichen Elemente beibehalten, berichtet ein Tripadvisor-Leser. Das einzige, was den inneren Frieden etwas beeinträchtigen könnte, sind die Preise: Das günstigste Zimmer kostet mindestens 228 Euro pro Nacht, für die teuersten der bis 90 Quadratmeter großen Suiten zahlt man in der Hauptsaison fast 3000 Euro - pro Nacht.

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Platz 9: Eine Nacht im Knast

Schlafen Gäste in Zellen? Im "Langholmen Hotel und Hostel" in Stockholm schon. Das Anfang des 19. Jahrhunderts erbaute "Crown Prison" beherbergte noch bis 1975 Schwedens böse Buben. Damals war der Aufenthalt für die Insassen noch kostenlos, dafür etwas restriktiver. Im Jahr 1989 wurde das grundsanierte Gefängnis dann wieder als Hotel und Hostel eröffnet. Die Zellen wurden beibehalten, doch laut Betreiber "angenehm und funktional" ausgestattet. Authentisch gestaltet sich auch die Ankunft: "An der Rezeption haben wir nicht eingecheckt, sondern sind adäquat 'abgeurteilt' worden", begeistert sich ein Besucher in einem Internet-Forum. Ein weiterer Unterschied zu früher: Es gibt jetzt eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, die nicht auf körperlicher Überlegenheit basiert. Ein Teil des Gefängnis wurde zum Hotel für Konferenzen und Urlauber, die nicht auf alle Annehmlichkeiten verzichten wollen. Hier kostet die Doppelzelle umgerechnet zwischen 150 und 180 Euro, in jeder Zelle gibt es eine Dusche und WC. Noch authentischeres Knast-Feeling gibt es in einem anderen Teil des Gebäudes, der zum Hostel wurde. Hierher kommen vor allem Rucksackreisende und junge, preisbewusste Touristen oder Jugendgruppen. Schließlich gibt es die Pritsche in der Viermann-Zelle schon ab 23 Euro (bei Vorlage eines internationalen Jugendherbergsausweis).

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(Quelle: t-online.de)


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