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Frühlingsinsel Föhr

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Nordsee  

Frühlingsinsel Föhr

06.05.2008, 15:41 Uhr | dpa-tmn



Der Himmel über Föhr ist auch im Frühjahr weit und meistens blau. Wolken vertreibt der Wind hier schneller als auf dem schleswig-holsteinischen Festland. Wenn die Sonne scheint, zieht es viele Inselgäste sofort an den kilometerlangen Strand der nordfriesischen Insel. Die einen entspannen dann im Strandkorb, den anderen reicht der Blick von der Seglerbrücke bis zu den Halligen am Horizont. Und die Mutigeren laufen barfuß am Spülsaum entlang und lassen sich die Zehen vom noch ziemlich kalten Nordseewasser kitzeln.

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Ruhe in der Nebensaison

Föhr ist im Frühjahr definitiv schon eine Reise wert. Wer vor der Hochsaison kommt, hat Vorteile: Bei Fahrradtouren etwa ist man auf vielen Strecken noch unter sich. Das gilt auch bei Abstechern in die Inseldörfer, die ein bisschen wie bei Asterix und Obelix klingen und Alkersum, Boldixum, Oevenum, Oldsum, Dunsum oder Borgsum heißen. Schon während der Anreise mit den weißen Fährschiffen der Wyker Dampfschiff-Reederei wächst der Abstand zum Festland in jeder Hinsicht. Hinterm Deich waren gerade noch Schafe mit den neugeborenen Osterlämmern zu sehen, nun kreisen in der Luft schon Möwen. Auf einer Sandbank sonnen sich Seehunde. "Willkommen auf Föhr" steht bei der Ankunft im Hafen von Wyk in großen Buchstaben zu lesen.

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Entstanden aus einer Katastrophe

Das klingt nach Idylle, doch tatsächlich steht am Anfang der Inselgeschichte eine Katastrophe: Föhr gäbe es gar nicht ohne die enormen Sturmfluten im Mittelalter. "Da, wo es heute liegt, war vor 650 Jahren noch Festland. Eine Insel ist Föhr erst seit 1362", erzählt die Inselkennerin Karin Hansen. Die Marcellusflut zerstörte die Küstenlinie, Tausende Menschen ertranken oder wurden obdachlos. Die heutige Inselhauptstadt Wyk gab es damals noch nicht. "Die ersten Häuser wurden hier um 1600 gebaut", erzählt Hansen. Zunächst zogen vor allem Bewohner der Halligen, deren Häuser bei weiteren Flutkatastrophen zerstört worden waren, in die neue Siedlung. Später kamen auch Norweger, Holländer, Franzosen und Briten. Wyk war in der Frühen Neuzeit ein Multikulti-Dorf. Anders als sonst auf der Insel wurde dort nicht Friesisch, sondern Plattdeutsch gesprochen, die Sprache der Handelsschifffahrt.

Föhrer und Föhringer

Den Föhringer genannten friesischen Ureinwohnern waren die Neuankömmlinge suspekt. Karin Hansens Familie gehörte auch dazu: "Einer meiner Vorfahren kam aus Kopenhagen. Er hat 1735 eine Frau von Hallig Gröde geheiratet", erzählt sie. Im Kirchenbuch wurde die Hochzeit zweier "Fremdlinge" vermerkt. Und bis heute gilt: Föhrer ist jeder, der auf Föhr lebt, Föhringer nur, wer friesische Wurzeln hat. Die ersten Touristen kamen deutlich früher nach Föhr als auf die Nachbarinsel Amrum. Bereits 1819 wurde Wyk das erste Seebad an der Küste Schleswig-Holsteins. Die Liste der prominenten Besucher ist lang: Christian Morgenstern schwärmte von der Insel. Johann Strauß der Jüngere wohnte am Sandwall mit Meerblick und war so hingerissen, dass er den Walzer "Nordseebilder" komponierte. Hans Christian Andersen kam 1844 für zwei Wochen, wanderte viel, badete in der Nordsee und ließ sich zu einem Roman inspirieren, in dem er Wyks saubere Straßen und ansehnliche Häuser in den höchsten Tönen lobt.


Königlicher Besuch

Eingeladen hatte Andersen der dänische König Christian VIII., der ranghöchste Föhr-Fan seiner Zeit: Sechs Jahre lang kam er in jedem Sommer samt Familie und Dienerschaft. Dänemark ist von Föhr aus nicht weit, und bis 1864 gehörte die Insel wie der gesamte hohe Norden Schleswig-Holsteins zum dänischen Königreich. Von den ganz alten Zeiten ist in Wyk allerdings nicht mehr viel zu sehen - ein Brand zerstörte den Ort 1857. Einige wenige reetgedeckte Häuser sind übrig geblieben und wirken dadurch umso eindrucksvoller.


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