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Frühlingsinsel Föhr (2. Teil)

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Nordsee  

Frühlingsinsel Föhr (2. Teil)

06.05.2008, 15:41 Uhr | dpa-tmn

Gerade schwebt ein Storch durch die Luft vorbei am Glockenturm in Richtung Mühle. Die Orientierungsmarken scheint er aber gar nicht zu brauchen. Sicher landet er im Nest, hoch oben auf einem Pfahl mitten in Wyk. Störche sind auf Föhr nicht ungewöhnlich. Einige finden die Insel so gut, dass sie inzwischen dort überwintern. Das Storchennest hat seinen Platz im "Park an der Mühle", auf einem kleinen Teich schwimmen dort Enten. In einem Kräutergarten wachsen Johanneskraut und Zitronenthymian, Rosmarin und Ingwerminze. Die 1879 gebaute alte Mühle ist vom Park aus gut zu sehen. "Venti Amica" steht auf Latein am Mühlenkopf, "Freundin des Windes".




Die Gewalt der Natur

Der Wind und das Meer haben das Leben auf Föhr lange bestimmt. Mit dem Wind in den Segeln fuhren die Föhrer vor allem im 17. Jahrhundert auf Walfang. Im sehenswerten Friesenmuseum in Wyk gibt es eine Ausstellung dazu. Föhrer Kapitäne hatten damals Weltruf. Dem Meer widmet sich aber auch das Nationalparkhaus. Die Ausstellung informiert über die Geschichte der Sturmfluten und über die Tierwelt im Wattenmeer: Föhr ist für viele Zugvögel ein wichtiger Zwischenstopp, wenn sie im Frühling aus Afrika zurückkommen.


Tiere wohin man blickt

Auf den Salzwiesen schlagen sich dann Ringelgänse den Bauch voll. Lachmöwen, Flussseeschwalben und Austernfischer beginnen jeden März mit dem Brüten. Die Brutzeit dauert rund einen Monat - noch einen Monat braucht der Nachwuchs dann, um flügge zu werden. Auch das lässt sich auf Föhr gut beobachten. Im Wattenmeer vor Föhr leben auch viele Seehunde, die ebenfalls im Frühling Nachwuchs bekommen, anders als die Kegelrobben, die dafür den Winter bevorzugen. Föhr ist aber mehr als Wyk, wo etwa die Hälfte der Bevölkerung wohnt. Klaus Boje empfiehlt, unbedingt einen Ausflug zu den Dörfern zu unternehmen. Als schönstes gilt Nieblum, wo es die meisten alten Reetdachhäuser gibt. Boje ist seit 48 Jahren Föhrer. Damals kam er als Lehrer vom Festland auf die Insel. Vor 46 Jahren leitete er zum ersten Mal eine Inselführung - und seitdem viele Hundert weitere.

Ab nach Süderende

Praktisch immer gehört ein Abstecher nach Süderende dazu. "Hier im Inselwesten sprechen die Leute auch im Alltag noch Friesisch", sagt Boje. Süderende ist berühmt für seine Seefahrtstradition - und für den "Glücklichen Matthias", der in dem Dorf beerdigt wurde. Boje zeigt auf den Grabstein, der seine Geschichte erzählt: Der Föhrer Kapitän hat im 17. Jahrhundert 373 Wale erjagt, mehr als jeder andere. Das war schon deshalb nicht selbstverständlich, weil viele Walfänger bei den Grönland-Fahrten ihr Leben ließen. "Der Glückliche Matthias hat der Kirche zwei wunderschöne Leuchter gestiftet", sagt Boje. Sie hängen im Kirchenschiff und glänzen dort noch immer.

Weitere Informationen: Föhr Tourismus, Postfach 15 11, 25933 Wyk (Tel.: 04681/300, Internet: www.foehr.de, www.faehre.de).

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