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Die natürlichsten Flecken der Alpen

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Nationalparks  

Die natürlichsten Flecken der Alpen

25.05.2009, 11:51 Uhr | t-online.de, dpa-tmn

Dar Bernina-Massiv in den Graubündner Alpen (Foto: imago)Dar Bernina-Massiv in den Graubündner Alpen (Foto: imago)

Nicht nur für Familien hat das gemeinsame Entdecken von Landschaft und Tierwelt einen besonderen Reiz. Das gilt gerade in den Nationalparks der Alpen. Davon gibt es in Österreich mehrere: von den Donau-Auen bis zum Nationalpark Hohe Tauern, dem größten Mitteleuropas. Die Schweiz hat nur einen Nationalpark im Kanton Graubünden. Gemeinsam ist ihnen allen, dass sie einerseits offen sind für Besucher und andererseits Schutzgebiete, die seltenen, teilweise vom Aussterben bedrohten Pflanzen- und Tierarten einen Lebensraum bieten.

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Schweiz: Erlebnis mit allen Sinnen

Der Schweizerische Nationalpark ist der älteste der Alpen, das Nationalparkhaus aber ist neu: Erst im Sommer 2008 ist es in Zernez im Engadin eingeweiht worden. "Die neue Ausstellung zielt besonders auf Familien", sagt Hans Lozza, der am Konzept mitgearbeitet hat. Es gibt nicht nur viel zu sehen, sondern auch einiges zum Tasten, Erfassen und Erleben. Wie die Alpenfaltung vor sich gegangen ist, zeigt sich an einem Modell, bei dem die Berge mit Hilfe einer Kurbel immer höher aufgetürmt werden. In einer Multivision-Schau erleben die Gäste das Leben im Nationalpark zum Beispiel aus der Perspektive eines Murmeltiers. Und einen Tannenhäher können sie auf eine Zeitreise in die Vergangenheit und Zukunft begleiten.

Unzerstörte und ungestörte Natur

Die in der Regel modernen Informationsangebote in den Nationalparkhäusern sind aber nur das eine. "Die meisten Besucher kommen wegen der unzerstörten Natur", hat Andreas Kleinwächter vom Kärntner Teil des Nationalparks Hohe Tauern in Großkirchheim beobachtet. "Hochsaison ist im Sommer." Auf dem eigentlichen Gebiet des Nationalparks kann allerdings nicht übernachtet werden. Ausgenommen sind Orte wie Mallnitz, Heiligenblut und Malta.

"Für Safari muss man nicht nach Afrika fliegen"

Mallnitz gehört zu den "Alpine Pearls", einem Zusammenschluss von Alpenorten, die sich einem modernen Mobilitätskonzept verschrieben haben und beispielsweise problemlos mit der Bahn zu erreichen sind. "Mallnitz hat sogar IC-Anschluss", sagt Kleinwächter, "und ab dem Bahnhof gibt es einen Shuttle-Service." Wer gerne wandert, kann sich mit einem Bus zu den Ausgangspunkten verschiedener Touren bringen lassen - kostenlos. Der besondere Reiz bei Streifzügen durch den Nationalpark sind die guten Möglichkeiten zur Tierbeobachtung: "Für eine Safari muss man nicht nach Afrika fliegen, die gibt es bei uns auch", sagt Kleinwächter. Statt Gnus und Löwen sind Gämsen, Hirsche und Auerhähne zu sehen. Bei den Nationalparksafaris wird auf einer Hütte in rund 1500 Metern Höhe übernachtet. "In der Dämmerung morgens und abends kann man die Hirsche dann besonders gut beobachten." Wandern gehört zum Programm - aber Gewaltmärsche seien nicht zu erwarten. Kinder ab acht Jahren könnten problemlos mitmachen.

Expeditionen auch für die Kleinsten

Solche geführten Touren gibt es im Schweizerischen Nationalpark auch: "Wir haben insgesamt 21 verschiedene Wanderungen", erzählt Hans Lozza. "Jeden Mittwoch gibt es eine Familienexpedition, bei der auch Kinder ab sieben Jahren mitmachen können." Das Gute dabei sei, draußen unterwegs zu sein und gleichzeitig Fragen stellen zu können, wann immer man möchte. Und auch hier gibt es fast eine Garantie, viele Tiere zu sehen zu bekommen: Hirsche, Steinböcke, Gämsen oder Steinadler ebenso wie Murmeltiere und Schmetterlinge. "Steinböcke sind fast bei jeder Wanderung zu sehen, mit etwas Glück auch ohne Fernglas", erzählt auch Andreas Kleinwächter, der in der Region um den Großglockner aufgewachsen ist. "Sie mögen sonnige, grasbewachsene Hänge und sind auch in der Nähe der Großglockner-Hochalpenstraße gut zu beobachten." Klein und scheu, dafür aber gerade bei Kindern am beliebtesten sind allerdings die Murmeltiere, die in den Alpen oft hinter dem nächsten Fels hervorblinzeln, dann aber genauso schnell wieder verschwinden.

Erste Flugversuche der Bartgeier

"Steinadler kann man bei uns auch sehen. Wir haben davon sogar besonders viele, rund 40 Brutpaare", erzählt Kleinwächter. Und sogar der größte Vogel Europas, der Bartgeier, ist im Nationalpark wieder heimisch. Besucher haben in diesem Sommer Gelegenheit, einem neuen Auswilderungsversuch zuzuschauen: Im Juni werden zwei Jungtiere in die Freiheit entlassen, die dann bis Ende August endgültig flügge werden sollen. "Man kann mit dem Fernglas dann gut bei ihren ersten Flugversuchen zuschauen", erklärt Kleinwächter.

Goldgräber in Österreich

Zu den Besonderheiten im Nationalpark Hohe Tauern gehört auch die Goldgräber-Vergangenheit: In der Frühen Neuzeit wurde in der Region in Kärnten in großem Stil Gold gewaschen. Heute ist das Goldgräberdorf in Heiligenblut vor allem für Kinder und Jugendliche eine Attraktion. Im Sommer ist Goldwaschen täglich möglich - und mit etwas Glück findet auch jeder etwas. Mit großer Wahrscheinlichkeit reicht das nicht, um davon den Urlaub zu bezahlen.

Artenvielfalt am Neusiedler See

Nationalparks gibt es in Österreich aber nicht nur im Hochgebirge. Der Nationalpark Neusiedler See zum Beispiel bietet Besuchern ganz andere Eindrücke: Ein Teil des Naturschutzgebietes liegt in Ungarn. Am Neusiedler See sind die Tier- und Pflanzenarten West- und Osteuropas gleichermaßen vertreten, österreichischer Beifuß wächst neben ungarischem Tragant. Am Ufer quakt der Balkanfrosch, während der Donaukammmolch nach Regenwürmern sucht. Zentrale Anlaufstelle für alle Gäste ist das Informationszentrum in Illmitz. Und vor allem gibt es viele Vögel zu sehen, die sich sonst in Österreich nicht überall beobachten lassen - vom Kiebitz bis zum Rotschenkel, vom Silberreiher bis zum Bienenfresser. Auch eine Reihe von Greifvögeln segeln hier in der Luft: Seeadler, Rohrweihen und Wiesenweihen zum Beispiel. "Ranger" gibt es am Neusiedler See zwar nicht, dafür aber Besucherbetreuer - und ein umfangreiches Programm an Führungen mit jährlich rund 450 Exkursionen. "Wir bieten von Ende Juni bis Anfang September jeden Mittwoch auch Touren für Eltern und Kindern an, bei denen sie gleichzeitig, aber in getrennten Gruppen unterwegs sind", erklärt Nationalpark-Mitarbeiter Harald Grabenhofer. Dann dürfen beide ganz ihren Interessen nachgehen - das kann den Erholungsfaktor noch einmal steigern.

Weitere Informationen im Internet:

www.nationalpark.ch, www.nationalpark-hohetauern.at, www.nationalpark-neusiedlersee-seewinkel.at

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