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Tschernobyl: Mehr Touristen ins Katastrophengebiet

15.12.2010, 15:30 Uhr | mro

Tschernobyl: Mehr Touristen ins Katastrophengebiet. Attraktion Tschernobyl: Tagestour ins Katastrophengebiet (Foto: dpa)

Attraktion Tschernobyl: Tagestour ins Katastrophengebiet (Foto: dpa)

Schon jetzt kommen pro Jahr geschätzt 7500 bis 20.000 Menschen als Touristen nach Tschernobyl, in das Gebiet der größten nuklearen Katastrophe der Geschichte. Doch nach dem Wunsch der ukrainischen Behörden sollen es bald deutlich mehr werden. Ab 2011 soll das Katastrophengebiet auch offiziell für Besucher geöffnet werden, berichtet die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti. Einen detaillierten Plan wolle man am 21. Dezember vorlegen, kündigte der ukrainische Zivilschutzminister Viktor Baloga der Agentur gegenüber an. Eindrücke der Strahlenzone finden Sie in unserer Foto-Serie.

Angst vor dem "nuklearen Disneyland"?

Nach Angaben von RIA Novosti besuchte Baloga zusammen mit der Leiterin des UN-Entwicklungsprogramm, Helen Clark, die Region. Auch sie sprach sich für eine Öffnung des Gebiets aus. So könnten die Menschen die Geschichte der Tragödie besser kennenlernen, zudem werde so die Wichtigkeit der Atomsicherheit betont. Bereits seit einigen Jahren bieten einzelne Veranstalter Ausflüge ins Katastrophengebiet an. Im Sommer führen Mitarbeiter der Chernobyl Zone Authority täglich 20 bis 30 Touristen bis zum Ort des Unglücks. Die Touren kosten umgerechnet etwa 120 Euro, zudem brauchen Besucher und Veranstalter eine besondere Genehmigung. Tschernobyl-Tour-Veranstalter Yuri Rozgoni begrüßt die bevorstehende Öffnung gegenüber dem US-Sender CNN. Die Strahlung, die auf einen Menschen einwirke, sei laut Rozgoni nicht höher als während eines Transatlantikflugs. Seine einzige Sorge sei, dass zu viele Touristen kämen und Tschernobyl zum "nuklearen Disneyland" verkomme. Der ukrainische Tourismusdelegierte Dmytro Zaruba hält bis zu eine Million Besucher pro Jahr für möglich.

Tschernobyl: Testament eines historischen Ereignisses

Am 26. April 1986 um 01:23 Uhr explodierte in Tschernobyl der Reaktorblock 4 und kontaminierte große Teile der damaligen Sowjetstaaten Ukraine, Weißrussland und Russland und sogar Teile im Westen von Europa. Bis heute gelten in einigen Ländern Einschränkungen beim Verzehr von Lebensmitteln, die durch den radioaktiven Niederschlag belastet sind. Tausende sogenannte Liquidatoren aus der Ukraine, Russland und Weißrussland halfen anschließend bei der Versiegelung des Reaktors, viele bezahlten mit ihrem Leben. Umstritten ist noch immer die Zahl der Todesopfer. Die Vereinten Nationen nannten 2005 die Zahl von 4000 Toten. Nichtregierungsorganisationen gehen von bis zu Hunderttausenden Opfern aus. Allein in der Ukraine gelten 2,3 Millionen Menschen offiziell als "von der Katastrophe betroffen", beispielsweise durch höhere Krebsraten.

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