Startseite
Sie sind hier: Home > Reisen > Reiseziele >

Finnisch Lappland - Per Direktflug ins Winterparadies

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Finnisch Lappland - Per Direktflug ins Winterparadies

02.12.2013, 13:36 Uhr | Björn Thar

. Rentiere haben in Lappland Vorfahrt.  (Quelle: Björn Thar)

Rentiere haben in Lappland Vorfahrt. (Quelle: Björn Thar)

Mit Maria Höfl-Riesch steht auch 2013 wieder eine Deutsche auf dem Treppchen in Levi. Das finnische Skigebiet ist ein gutes Pflaster für die deutschen Skifahrer und ein wunderbarer Ort für ein paar vorweihnachtliche Tage im Schnee. 170 Kilometer nördlich des Polarkreises liegt Levi im Herzen von Finnisch Lappland. Wen es im Winter hierher verschlägt, sollte sich warm anziehen – Temperaturen um minus 20 Grad sind keine Seltenheit. Es ist jedoch eine andere, viel trockenere Kälte, erträglicher als man es aus unseren Gefilden gewohnt ist.

Seit diesem Winter geht zweimal wöchentlich ein Flieger der Firma Flycar in nur zweieinhalb Stunden von Hannover nach Kittilä, die Stadt am Fuße des Berges Levi. Vom Flughafen sind es nur wenige Autominuten zum Skigebiet. Ein echter Vorteil für Wintersportler. Zu vergleichen mit den Alpen ist das Skierlebnis hier jedoch nicht. Die höchste Erhebung misst gerade einmal 531 Meter, 45 Pistenkilometer sind schnell abgerissen.

Pisten durchgehend beleuchtet

Doch Levi hat seinen eigenen Charme. Aufgrund der wenigen Tageslichtstunden im Winter sind zahlreiche Pisten durchgehend beleuchtet und dadurch auch noch am späten Abend befahrbar, die Wartezeiten an den Liften sind kurz. Und dann wäre da noch der Slalom-Auftakt des Ski-Weltcups. Ein Event, das für die Region von enormer Bedeutung ist, lockt es doch schon seit neun Jahren bereits am Anfang der Saison Touristen in den hohen Norden des Landes.

Deshalb hat sich Levi auch diesmal wieder für seine Gäste herausgeputzt. Tagsüber können Wintersportbegeisterte mit einem Schneemobil durch die Landschaft heizen oder sich wahlweise Langlauf- oder Abfahrts-Ski anschnallen. Nachts wird in zahlreichen Après-Ski-Bars und Clubs ausgiebig gefeiert. Allerdings wirft Levi einen Schleier über Finnisch Lappland und verbirgt sogar ein wenig die eigentlichen Stärken der Region.

Raus aus dem Trubel, rein in die Natur

Die bekommt man nur zu Gesicht, wenn man sich weiter in die Natur hinauswagt. Auf verschneiter Straße geht es Richtung Osten. Ziel ist das Snow Village in Lainio nahe der schwedischen Grenze. Auf dem Weg dorthin versperrt ein Rentier die Straße und posiert wie bestellt vor der Kamera, bevor es die Fahrbahn verlässt und die Weiterfahrt ermöglicht. Rentiere gibt es in Lappland genauso viele wie Menschen - sie teilen sich quasi Lapplands Straßen und Wälder. So eine Begegnung ist daher keine Seltenheit, dennoch sehr beeindruckend.

Während in Levi lebhaftes Treiben zu beobachten war, herrscht in Lainio unter der meterdicken Schneedecke des Snow Villages absolute Stille. “Etwas, womit unsere Gäste lernen müssen, umzugehen”, sagt Rami Kurtakko (36), der Erbauer des Schneehotels in der Nähe der Stadt Ylläs, rund 50 Kilometer vom Flughafen in Kittilä entfernt.

Schlafen unter Tonnen von Schnee

Seit 13 Jahren errichten Rami und seine zwei Brüder Tomas (35) und Tomi (31) jedes Jahr aufs Neue inmitten der finnischen Wälder ein kleines Dorf aus Schnee - “zum Großteil Kanonen-Schnee, der hält mehr Gewicht stand”, so Rami. Das muss er auch. Insgesamt werden 27.000 Kubikmeter, knapp 20.000 Tonnen Kunstschnee verbaut. Es sei wichtig, die Räume und vor allem die Türen von Anfang an etwas höher zu planen, weil sich der Schnee über den Winter hinweg bis April zirka einen Meter setzt. Dinge, die die Brüder in den Anfängen auch selbst noch lernen mussten. Mittlerweile ist ihr Snow Village ein finnisches Erfolgskonzept, das sie auch nach Norwegen und Kanada verkauft haben.

Quiz & Spiele

Wie gut kennen Sie Deutschland?

Erholung in Bad Wörishofen

Testen Sie Ihr Wissen mit unserem Dart-Spiel und vielleicht lernen Sie auch noch etwas dazu.
zum Deutschland-Dart-Spiel

Die ersten Temperaturen über dem Gefrierpunkt lassen das Schnee-Hotel im April fast wie von Geisterhand wieder verschwinden. Von Wehmut aber keine Spur bei den Erbauern: “Schon während der aktuellen Bauphase fallen uns Dinge ein, die wir bei nächsten Mal unbedingt anders machen wollen”, sagt Rami und macht sich wieder ans Werk. Aufgrund der ungewöhnlich milden Temperaturen im November sind die Brüder bereits zwei Wochen hinter ihrem Zeitplan zurück. Im Dezember kommen die ersten Gäste. Etwa 4.000 werden es in dieser Saison sein. Weitere 40.000 werden zum Bestaunen erwartet.

In den Wäldern lauern mystische Kreaturen

Mit so viel Andrang muss Lea Kaulanen nicht rechnen. Dafür ist ihr abgelegenes Café ein echter Geheimtipp. Im Wald von Äkäslompolo bietet die Künstlerin in einem umgebauten Kuhstall ein nordisches Frühstück an. Porrige und gebackenes Rentier-Omelett stehen auf dem massiven Holztisch. Ihre Kunstwerke schmücken die Wände. Es sind Kreaturen und Trolle, die in den Wäldern Lapplands zu Hause sind. Jedes Kunstwerk habe seine eigene Geschichte, erzählt Lea. Eines aber hätten sie gemeinsam – ihr gutes Gemüt.

Wer einen Schritt vor die Tür von Leas Café setzt, wird in diese mystische Welt entführt. Ein zum Teil zugefrorener Fluss schlängelt sich zwischen den in Schnee getauchten Bäumen hindurch. Eine wackelige Brücke steht einsam da, als wäre sie die einzige Verbindung beider Ufer. Die atemberaubenden Weiten sind nur ab und zu durch Loipen oder Hundeschlitten-Strecken unterbrochen.

Wenn am Himmel Lichter tanzen

Zu später Stunde können die Reisenden mit etwas Glück noch ein anderes Naturschauspiel bewundern – die Polarlichter. Etwa alle zwei Tage sind die farbenfrohen Schleier am Nachthimmel Finnlands zu sehen. Aber Vorsicht, schaut man zu lange in das tanzende Licht, besteht die Gefahr, dass man Lappland nie wieder verlassen möchte.

Weitere Informationen

Anreise: In den Wintermonaten fliegt Flycar montags und freitags direkt von Hannover nach Kittilä. Reisende aus Süddeutschland fliegen von München aus mit einem kurzen Stopp in Hannover.

Reisezeit: Hauptreisezeit ist im Winter von Dezember bis Anfang April.

Geld: In Finnland wird mit dem Euro bezahlt.

Übernachtung: In Levi werden vor allem Appartment-Hotels angeboten, in Ylläs und Umgebung stehen auch vermehrt abgeschiedene Blockhäuser zur Auswahl. Eine Nacht im Snow Village kostet 120 Euro pro Person. Weitere Informationen liefert http://www.visitfinland.de. Komplettangebote finden Sie beim Finnlandexperten Fintouring auf: http://www.fintouring.de.

Winter-Aktivitäten: Schneemobil- und Hundeschlittentouren können auch direkt in Finnland bei der Firma Lapland Safaris gebucht werden. Informationen dazu finden Sie auf: http://www.laplandsafaris.com.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Wahnsinn 
Cleverer Hund überwindet Gartenzaun mit Trick

Kaum zu glauben, wie der Hund es schafft zu seinen Freunden zu gelangen. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Reisethemen von A bis Z

Anzeige
shopping-portal