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Skipisten, Kultur und Küste auf engstem Raum in Slowenien

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Slowenien  

Skipisten, Kultur und Küste auf engstem Raum

14.04.2014, 14:34 Uhr | Hans-Werner Rodrian, srt

Skipisten, Kultur und Küste auf engstem Raum in Slowenien. Weinberge, Küste, pittoreske Städte: In Slowenien liegen viele Urlaubsgründe nah beisammen. (Quelle: SRT /Daniel Simon)

Weinberge, Küste, pittoreske Städte: In Slowenien liegen viele Urlaubsgründe nah beisammen. (Quelle: Daniel Simon/SRT )

Der Länderwinzling Slowenien an der Schnittstelle zwischen Ost und West hat Entdeckernaturen viel zu bieten und ist doch ein echter europäischer Geheimtipp geblieben. Eine Rundreise zwischen Küste und Karst sehen Sie auch in unserer Foto-Show.

Dieses Land ist ein Raumwunder. Wie sonst passten auf 100 mal 200 Kilometer ein Hochgebirge und ein Stück Adriaküste, dazu bildhübsche Seen und ein sanftes Thermenland mit lieblichen Rebhängen? Ganz klar: Das kleine Slowenien lebt von seiner Vielfalt, vom südländischen Charme mit österreichischer Note.

So groß wie Rheinland-Pfalz

Slowenien ist das vierkleinste Land der Europäischen Union. Es hat etwa die Dimensionen von Rheinland-Pfalz, aber nicht mal halb so viele Bewohner. Italiener kommen gern auf Schlemmerreise vorbei. Und an der langen Grenze zur Steiermark erinnert viel an die K.u.K.-Monarchie.

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Gleich hinter dem Skiort Krajnska Gora ruft aber der Berg: Motorradfahrer lieben die 50 Kehren des Vrsic-Passes, der sich mehr als 1600 Höhenmeter hoch schraubt. Lärmend zwängt sich jenseits des Sattels die Socaquelle aus einer engen Felsspalte. Ein malerischer Fußweg führt über eine Hängebrücke zur Alpenblumenwelt des Botanischen Gartens Alpinum Juliana. Der Weg endet am Infocenter in der Hütte Dom Trenta, die mit einer spannenden Multivisionsshow über den Triglav-Nationalpark überrascht.

Weltraumstation zu erkunden

Spannend ist das neue EU-Projekt "Soca sage", das sich mit der Geschichte des Ersten Weltkriegs in den Alpen befasst. Die smaragdgrüne Soca (italienisch: Isonzo) ist heute ein Dorado für Aktivurlauber, vor hundert Jahren war es jedoch ein Ort für viel Leid. Hemingway hat dort übrigens sein berühmtes Buch "A Farewell to Arms" geschrieben.

Der EU hat Slowenien auch seine jüngste Attraktion zu verdanken: das spektakuläre neue europäische Weltraum-Kulturzentrum KSEVT in Vitanje. Im September 2012 ist die kreisrunde Weltraumstation in dem kleinen Bauerndorf "gelandet". Zu sehen gibt es in dem futuristischen Bau unter anderem das Original des ersten Sputnik-Satelliten und Kleidung aus 50 Jahren bemannter Raumfahrt.

In einer Stunde von der Hauptstadt ans Meer

Ziemlich genau in der Mitte des Lands thront Sloweniens kleine Hauptstadt. Ljubljana steht 2014 ganz im Zeichen des 2000-jährigen Geburtstags von "Emona". So hieß die Stadt in römischer Zeit. Mit zahlreichen Veranstaltungen wird die Atmosphäre der Antike wiederbelebt, darunter das Historienepos "Ave Emona" vom 22. bis 24. August, bei dem tausende Hobby-Legionäre ihr Zeltlager auf dem Kongressplatz aufschlagen.

In einer knappen Stunde sind die Ljubljaner am Meer. Ganze 45 felsige Kilometer lang ist Sloweniens Adriaküste. Dort wird es fast venezianisch, zum Beispiel im bildhübschen Küstenstädtchen Piran. Auf dem Tartinijev trg, dem Tartiniplatz probiert die Jugend ihre neuen Inline-Skates. Die wenigsten wissen, dass das perfekte Oval den einst von den Habsburgern zugeschütteten venezianischen Hafen markiert. Baden kann man gleich nebenan in Portoroz. Sloweniens wichtigster Badeort hat zwar keine Altstadt, dafür einen (künstlichen) Sandstrand mit Wasserrutsche und Liegewiese.

Kleinbahn in die Märchenwelt

Gleich hinter der Küste lockt das berühmteste Gestüt der Welt: Lipica. Täglich führen die Reiter die Hohe Schule der Lipizzanerdressur vor, die die Tiere in einer jahrelangen Ausbildung erlernt haben. Die höchste Bewunderung rufen die Kapriolen hervor, wenn die Pferde - alle Viere im Sprung von sich gestreckt - mit allergrößter Leichtigkeit durch die Luft zu fliegen scheinen.

Wie wäre es mit einem Besuch in der Unterwelt? Die Adelsberger Grotte (Postojnska jama) bildet eins der gewaltigsten Höhlensysteme der Erde, sie verbirgt sich unter einer hunderte Meter dicken Kalksteindecke: dem Karst. Mit einer elektrischen Kleinbahn fährt man in das Innere der Märchenwelt mit bizarren Tropfsteinen. Neben einem "Konzertsaal", der auch schon als solcher genutzt wurde, und dem schimmernden "Brillanten" gelangt man auch zu einem dampfenden See. Ein echter Geheimtipp sind die Salinen von Secovlje. Nur eine winzige Stichstraße zweigt exakt zwischen slowenischem und kroatischem Grenzposten von der Küstenstraße ab und führt mitten in ein unberührtestes Stück Natur, in dem seltene Zugvögel rasten. Das kleine Salinenmuseum berichtet von der Arbeit in den Salzgärten und verkauft natürlich auch das Salz der Lagunenlandschaft.

Landstraße in Herzform

Kenner zieht es jedoch immer wieder ins Binnenland. Denn da kommt Slowenien wirklich von Herzen: Bei Svecina an der steirisch-slowenischen Grenze führt sogar eine Landstraße in Form eines Herzchens durch die Weinberge. Aber auch anderswo geht es gefühlvoll zu: Romantik pur bietet Bled. Das bezaubernde K.u.K.-Dorf mit seinem grünen Bergsee ist der perfekte Platz für Hochzeitsreisen. Mit der "pletna", einem Holzboot, lassen sich Jungverliebte zur Marieninsel übersetzen. 99 Stufen geht es hinauf zur Marienkirche. Wer dort die frei stehende Glocke läutet, dem geht ein Wunsch in Erfüllung. Wessen Wunsch es ist, einmal in Titos ehemaliger Sommerresidenz zu schlafen, der braucht keine Glocke, denn die Villa am Ortsrand ist heute ein Hotel.

Prosim! heißt auf Slowenisch Prost. Reichlich Gelegenheit, diese Kenntnis einzusetzen, hat der Reisende im Hügelland Goriška Brda. Die gehaltvolle Weinlandschaft bildet die Fortsetzung des bekannten italienischen Weinanbaugebiets Collio. In der Regional-Vinothek im Schloss Dobrovo gibt es den Sekt Peneca Rebula, den man mit einer Kirsche im Glas probiert.

Im prunkvollen Kurhaus

Nach so vielen Entdeckungen schließt man seine Slowenien-Rundreise gern im prächtigsten Gesundbrunnen des Landes ab: Im prunkvollen Kurhaus des Heilbads Rogaška Slatina kurierte der Hochadel des 19. Jahrhunderts seine Zipperlein. Besucher flanieren heute in der stilvoll renovierten Kuranlage um die Trinkhalle, im Kurpark-Pavillon finden im Sommer Promenadenkonzerte statt, im Kristallsaal wird getanzt. Die stilvollen Hotels und die moderne Therme mit ihrem badewannenwarmen Wasser sind dagegen längst in der Neuzeit gelandet: Sie setzen heute erfolgreich auf Wellness.

Weitere Informationen:

Slowenisches Fremdenverkehrsamt: Maximiliansplatz 12a, 80333 München, Tel. 089/291612-02, slowenien.fva@t-online.de, www.slovenia.info.

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