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Gletschertouren in Europa - cooler geht's nicht

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Gletschertouren in Europa  

Cooler geht's nicht: Faszinierende Naturerlebnisse in angenehmer Kühle

11.06.2014, 09:32 Uhr | Christoph Schrahe, srt

Gletschertouren in Europa - cooler geht's nicht. Ideal für eine Gletscherwanderung ist der Folgefonna-Nationalpark im Südwesten Norwegens. (Quelle: SRT /Pal Hermansen)

Ideal für eine Gletscherwanderung ist der Folgefonna-Nationalpark im Südwesten Norwegens. (Quelle: Pal Hermansen/SRT )

Tourismusexperten sprechen von einer Renaissance der Sommerfrische: Immer mehr Menschen begegnen der Hitze durch eine Flucht nach oben - der Urlaub in den Bergen boomt. Ultimative Fluchtpunkte sind Gletscher auf den Gipfeln der Alpen und in Skandinavien. Dort können auch während der heißesten Zeit des Jahres noch winterliche Temperaturen herrschen. Ob das Gletschereis ewig ist, sei dahingestellt, aber noch gibt es reichlich davon und das zugänglicher denn je. Dafür sorgen Bergbahnen, Panoramastraßen und neue Tourenangebote auch für Nicht-Bergsteiger. Ein paar faszinierende Eindrücke präsentieren wir Ihnen in unserer Foto-Show.

In Tirol heißen die Gletscher eigentlich Ferner. Weil das fast niemand weiß und man zudem klarstellen wollte, wo er hingehört, hat man den Mittelbergferner kurzerhand in Pitztaler Gletscher umbenannt. Vom Ende des Tals führt eine Stollenbahn bis auf 2840 Meter Höhe. Die kurze Fahrt gleicht einer Reise über tausende Kilometer, denn sie führt mitten hinein in eine arktisch anmutende Bergwelt. Ringsherum nur Schnee, Eis und Fels, vom sommergrünen Tal ist nichts mehr zu sehen. Von der Sonnenterrasse des Bergrestaurants geht es mit einem einheimischen Bergführer über das geröllige Gletschervorfeld zu Gletschereishöhlen, Gletschertoren und Gletschermühlen.

Einfach beeindruckend - der größte Gletscher der Alpen

Am oberen, auch im Sommer verschneiten Ende des Gletschers, starten die geführten Touren am Hintertuxer Gletscher. Den Bergführer trifft man auf der 3250 Meter hoch gelegenen Aussichtsplattform. Der zeigt nicht nur den Weg zu Gletscherspalten und Schneedünen, sondern liefert auch Hintergrundwissen zum richtigen Verhalten am Gletscher, zur Entstehung und zum Aufbau der Flüsse aus Eis. Wenn man schon mal da ist, sollte man sich auch den "Natur Eis Palast" nicht entgehen lassen. Der bietet die alpenweit einmalige Möglichkeit, tief in eine natürliche Gletscherspalte hinabzusteigen. Die Temperatur beträgt dort auch im Sommer konstant null Grad Celsius.

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Der größte Gletscher der Alpen ist der Große Aletschgletscher in den Berner Alpen. Rund 23 Kilometer misst er von den 4000er-Gipfeln bis in die Massa-Schlucht. Die beeindruckende, geschwungene und rund eineinhalb Kilometer breite Zunge mit ihren charakteristischen, dunklen Mittelmoränen zählt zum Unesco-Weltnaturerbe. Von der Bergstation der Moosfluhbahn, die von der Riederalp heraufkommt, steigt man durch den Aletschwald zum Gletscherrand ab. Dort legt man Seil und Steigeisen an und steigt hinauf zu den "Katzenlöchern". Während der rund zweistündigen Wanderung über das Eis erläutert der Guide viel Gletscherkundliches und die Geschichte des kühlen Giganten.

Norwegen ist das Gletscherparadies überhaupt

Ganz andere Dimensionen erreichen die Gletscher in Norwegen. Das Jostedalsbreen hat mit 474 Quadratkilometern fast die fünffache Fläche des Aletschgletschers. Gletscherführungen haben im Jostedalen in eine lange Tradition, schon 1828 führten einheimische Führer Reisende hinein ins blaue Eis. Es ist ein Plateaugletscher, dessen zahlreiche Zungen tief in die umliegenden Täler hinab reichen. Besonders bekannt und leicht erreichbar ist das Nigardsbreen. Nach kurzem Zustieg wandert man unter fachkundiger Anleitung am Seil, mit Pickel und Steigeisen gemächlich entlang tiefblauer Gletscherspalten und hoher Eistürme. Manchmal kann man sogar durch Eistunnels kriechen.

Im nicht weit von Bergen entfernten Folgefonna-Nationalpark, im Südwesten Norwegens, kann man sogar mit dem Auto bis an den in 1200 Meter Höhe gelegenen Gletscherrand fahren. Hier oben läuft auch im Sommer ein Skilift. Ziel der Gletscherwanderer ist die zerklüftete Zunge des Juklavassbreen. Erst geht es noch über sanfte Schneefelder, aber dann sind Steigeisen, Seil und Eispickel gefordert. Wer möchte, kann mit den kenntnisreichen Guides bis zu 20 Meter hohe Séracs erklimmen - so heißen die im Gletscherbruch aufragenden Eistürme unter Gletscherforschern. Mitten in dieser Eiswelt gibt es eine Picknickpause. Die großartige Aussicht reicht dabei bis zur Nordsee, die im Anschluss an die Tour unten im Jondalfjord zu einem - wenn auch ebenfalls kühlen - Bad einlädt.

Weitere Informationen:
Pitztaler Gletscher: www.gletscherpark.com; Termine: Juli und August, dienstags und donnerstags 10.30 Uhr (bei gutem Wetter). Dauer: Zweieinhalb Stunden ab/bis Gletscherrestaurant Kristall. Kosten: 5 Euro (plus Bergbahn 18,50 Euro, Kinder 11,50). Mitbringen: Gutes Schuhwerk, Sonnenschutz.
Hintertuxer Gletscher: www.hintertuxergletscher.at; Termine: Juli bis September, montags, mittwochs und freitags 12 Uhr. Dauer: Eine Stunde ab/bis Bergstation Gletscherbus 3. Kosten: Gletscherwanderung 9 Euro, Kinder 6 Euro; Natur Eis Palast 8/4 Euro (plus Bergbahn 31,50/20 Euro). Mitbringen: Gute Bergschuhe, Sonnenbrille, Jacke und Mütze.
Aletschgletscher: www.aletscharena.ch; Termine: Mitte Juni bis Mitte Oktober, dienstags 9.15 Uhr. Dauer: Fünf Stunden ab/bis Riederalp. Kosten: 60 Franken, Kinder 40 Franken (inklusive Steigeisen, plus Bergbahn: von der Riederalp 17,00 Franken, von Mörel im Rhonetal 35,80 Franken, Kinder zahlen die Hälfte). Mitbringen: Bergschuhe, Sonnenschutz.
Jostedalsbreen: www.bfl.no/de/; Termine: 15. Mai bis 25. September um 11.45 Uhr, 1. Juli bis 25. August um 13 Uhr. Dauer: Dreieinhalb Stunden ab/bis Parkplatz Nigardsbreen. Kosten: 460 Kronen inklusive kompletter Gletscherausrüstung (ca. 56 Euro, Tickets nur im Breheimsenteret an der Zufahrt). Mitbringen: Körperbedeckende, warme, winddichte Bekleidung (keine Shorts oder T-Shirts) und Proviant.
Folgefonna: www.folgefonni-breforarlag.no; Termine: Täglich vom 15. Juni bis 20. August um 10.30 Uhr. Dauer: Fünf bis sechs Stunden ab/bis Hütte am Parkplatz Sommerskizentrum. Kosten: 650 Kronen inkl. kompletter Gletscherausrüstung (ca. 80 Euro, 10 Prozent Familienrabatt). Mitbringen: Wasserdichte und winddichte Gebirgskleidung, Mütze und Handschuhe, Sonnenbrille, gute Gebirgsstiefel (können auch geliehen werden), Proviant.

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