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Weißensee, Eibsee & Co.: Die Magie der Bergseen

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Prickelnd und geheimnisvoll  

Die Magie der Bergseen

25.07.2016, 11:32 Uhr | Armin Herb/srt

Weißensee, Eibsee & Co.: Die Magie der Bergseen. Der Drachensee in Österreich. (Quelle: imago Westend 61)

Der Drachensee in Österreich. (Quelle: imago Westend 61)

In einigen spiegeln sich die Felsen, andere funkeln wie Juwelen. Rund um das Zugspitzmassiv in Oberbayern und Tirol warten Bergseen wie aus dem Bilderbuch. Schauen Sie sich die Seen auch in unserer Foto-Show an.

Eibsee: Kleine Buchten und Inseln 

Aufgrund seiner Lage und seiner smaragdgrünen Farbe gilt er als einer der schönsten Seen Bayerns. Mit seinen neun kleinen Inseln liegt der Eibsee ja auch majestätisch schön im Wald zu Füßen der Zugspitze und des Waxensteins. Die meisten Besucher kommen zum Baden oder zu einem ausgedehnten Spaziergang auf dem sieben Kilometer langen Uferweg. Um den Bergsee in seiner ganzen Pracht zu bewundern, muss man hoch hinaus - zu Fuß oder mit dem Rad hinauf zum Eibsee-Blick oder in die Höhe mit der Zugspitz-Seilbahn: Aus der Vogelperspektive liegt der Eibsee im Bergwald wie ein riesiger Edelstein. Hobby-Geologen dürfte noch interessieren, dass die heutige Form des Sees durch einen gewaltigen Bergsturz vor rund 3500 Jahren entstand. So ergab sich einer der sehr seltenen Fälle, dass seine Inseln und Untiefen geologisch wesentlich jünger sind als das Seebecken selbst. 

Seebensee: Die Zugspitze als Kulisse 

Fotografen lieben den Seebensee, weil sie dort oben eines der schönsten Motive mit der Zugspitze aufnehmen können - vor allem, wenn rund ums türkisgrüne Gewässer noch die Almkühe grasen. Die Wanderer pilgern zum Hochgebirgssee von der Ehrwalder Alm herüber und kühlen sich auf 1675 Meter Höhe im glasklaren Wasser die Füße oder machen einen kleinen Zwischenstopp vor dem steilen Aufstieg hinauf zur Coburger Hütte. Andere genießen einfach nur das kitschig-schöne Fleckchen zwischen Vorderem Tajakopf, Vorderem Drachenkopf und Ehrwalder Sonnenspitze und freuen sich schon auf den Kaiserschmarrn in der nahen Seebenalm. 

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Drachensee: Der Sagenumwobene 

Kein See liegt höher in der Region und kaum einer so dramatisch schön. Der kleine Gebirgssee schmiegt sich in 1910 Metern Höhe in sein Felsenbett unmittelbar bei der Coburger Hütte oberhalb des Seebensees. Die Wassertemperatur bleibt oft im einstelligen Bereich. Trotzdem wagen einige mutige Bergsteiger den Sprung ins extra kühle Nass. Nach einer alten Sage befand sich einst ein Dorf an der Stelle des Sees, aber seine Bewohner waren wohl geizig und verweigerten einem Wanderer aus dem Tal Nahrung und Wasser. Ein schweres Unwetter ließ daraufhin das Dorf in einem See versinken. Und wer heute genau hinschaut, der sieht im Wasser einen Drachen, der aufpasst, dass die Bewohner des versunkenen Dorfes Buße tun für ihre Hartherzigkeit. Die Sage war allerdings nicht der Grund, warum der Alpenverein oberhalb des Sees ein großes Schutzhaus zum Einkehren und Übernachten bauen ließ. 

Pflegersee: Wasser für die Burgherren 

Ursprünglich hieß er Schlosssee, wegen seiner Nähe zur etwa ein Kilometer entfernten Burg Werdenfels. Er stellte die Wasserversorgung der Burgherren sicher und diente zudem als Fischweiher. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wird der Bergsee am Fuße des Kramermassivs nach den Pflegern benannt, die seit dem Mittelalter im Auftrag der Fürstbischöfe von Freising für die Verwaltung und Verteidigung der Burg verantwortlich waren. Die Geschichte der Pfleger kennt heute kaum noch einer. Seit den 1930er Jahren ist das herrliche Fleckchen im Wald beim Ortsteil Garmisch ein beliebtes Ausflugsziel zum Baden, Wandern, Spazierengehen oder einfach nur zum Kaffeetrinken im Berggasthof. Und wenn's im Winter längere Zeit kalt genug ist, trifft man sich auf dem See zum Eisstockschießen. 

Heiterwanger See: Groß und erhaben 

Wie ein Fjord schmiegt er sich mit dem benachbarten Plansee zwischen die Zweitausender drum herum. Immerhin bilden die beiden per Kanal verbundenen Bergseen Tirols zweitgrößte Wasserfläche. Groß genug, dass Bootsauflüge mit der MS Margarete und der MS Wilhelm darauf angeboten werden. Wanderer nehmen das Boot auch als willkommene Abkürzung oder interessante Wegvariante. Genussgäste buchen an speziellen Terminen ein fünfgängiges Captains Dinner an Bord oder die Außerferner Schmankerlfahrt. Andere fangen ihren Fisch selbst im klaren Gebirgswasser, wie einst schon Kaiser Maximilian I., der zum Fischen und Jagen in die Ammergauer Alpen reiste.

Blindsee: Baden an der Felswand 

Sein leuchtendes Türkis erinnert an die Karibik, seine Wassertemperatur nicht unbedingt. Trotzdem tummeln sich am Fuße des Fernpasses im Hochsommer die Badegäste. Zur Abkühlung gesellen sich Wanderer und Mountainbiker hinzu, die den steilen Felsenpfad vom Grubigstein herunter kommen. Wegen seiner enormen Unterwassersicht erkunden Taucher gerne das glasklare Wasser mit seinen vielen versunkenen Bäumen. Zum Angeln und Tauchen ist allerdings eine Lizenz nötig, denn der Bergsee auf 1093 Metern Höhe gehört dem Hotel Mohr Life Resort in Lermoos. 

Weißensee: Zwischen Schilf und Bergwald 

Direkt am Ufer verlief einst der alte Römerweg, die Via Claudia Augusta, von der Po-Ebene bis zur Donau. Heute passieren den See vor allem Wanderer und die Transalp-Radler auf ihrer Route über die Alpen Richtung Gardasee. Mit klarem Bergseewasser machen sie sich noch etwas frisch vor dem Anstieg hinauf zum Fernpass. Der Volksmund meint, der Weißensee heiße so, weil zwei kleine Bäche hineinfließen und dabei der Untergrund aufgewühlt wird, so dass dort die Oberfläche milchig weiß schimmert. Mag so sein. Die Forellen, Saiblinge und Barsche lieben auf jeden Fall das frische Bergwasser im bis zu acht Meter tiefen See. 

Weitere Informationen

  • Tourist Information Garmisch-Partenkirchen, Richard-Strauss-Platz 2, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Tel. 08821/180700, www.gapa.de. 
  • Tourist-Information Zugspitzdorf Grainau, Parkweg 8, 82491 Grainau, Tel. 08821/981850, www.grainau.de. 
  • Tiroler Zugspitzarena, Am Rettensee 1, 6632 Ehrwald, Österreich, Tel. 0043/5673/20000, www.zugspitzarena.com. 

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