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Ozeaneum in Stralsund: Deutschlands größtes Meeresmuseum eröffnet

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Ozeaneum Stralsund  

Deutschlands größtes Meeresmuseum eröffnet

16.07.2008, 19:43 Uhr | dpa

Visualisierung des Schwarmfischbeckens (Foto: www.ozeaneum.de)Visualisierung des Schwarmfischbeckens (Foto: www.ozeaneum.de)Die Meere bedecken sieben Zehntel der Erdoberfläche, sie sind der evolutionäre Ursprung allen Lebens und gigantische Nahrungsquelle für Krebse, Fische, Meeressäuger und den Menschen. Der Direktor des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, Harald Benke, betont: "In der Tiefsee leben noch viele Arten, die wir nicht kennen." Nur 2,4 Quadratkilometer dieses Lebensraums, ein nicht mal stecknadelgroßer Punkt auf dem Globus und damit statistisch gesehen ein nahezu vernachlässigbarer Teil, seien bisher mit automatischen Tauchrobotern gründlich untersucht worden. Unsere Foto-Serie verrät, was die Besucher im neuen Ozeaneum zu sehen bekommen.


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Ozeaneum feierlich eröffnet

In das unbekannte Universum "Meer" können seit dem 11. Juli die Besucher von Deutschlands größtem Museumsneubau eintauchen. Die feierliche Eröffnung des "Ozeaneums" fand mit Bundeskanzlerin Angela Merkel statt. In der UNESCO-Welterbestadt Stralsund entstanden die Ausstellungshallen in den zurückliegenden zwei Jahren für rund 60 Millionen Euro zusätzlich zum bestehenden Gebäude des Deutschen Meeresmuseums. Wie vier riesige, vom Wasser blank geputzte und umspülte Eiszeitfindlinge (große Steine aus der Eiszeit) thront die Anlage zwischen mittelalterlichen Speichergebäuden.

Unterwasserreise durch 39 Schaubecken

In dem Bau der Stuttgarter Architekten Behnisch und Partner kann der Besucher eine Unterwasserreise durch 39 Schaubecken machen. Diese beginnt an einer Nachbildung des Stralsunder Hafenbeckens, in dem Fische wie Plötzen und kleine Rotfedern über einem entsorgten Fahrrad schwimmen - und endet am Tiefsee-Atlantik-Aquarium mit skurrilen Seewölfen und am Grönlandbecken, das die Tierwelt unter dem Eis abbildet.

Sieben lebensgroße Wal-Modelle

Endpunkt der Ausstellung ist der von der Umweltorganisation Greenpeace mit 1,45 Millionen Euro finanzierte Bereich "1:1 Riesen der Meere" mit sieben lebensgroßen Modellen von Meeresgiganten wie Blau-, Schwert- oder Buckelwal. "Wir wollen den Menschen erlebbar machen, was sie durch die Bedrohung der Wale verlieren", sagt Greenpeace-Projektleiter Thomas Henningsen. Nach Angaben des Museums können die Besucher im "Ozeaneum" die weltgrößte Wal-Dokumentation bestaunen.

Mehr als nur ein Großaquarium

Die Aquarien - wenn sie denn alle in Betrieb sind - haben ein Gesamtfassungsvermögen von 60.000 Badewannen-Füllungen (sechs Millionen Liter Wasser). Rund 200 Tonnen Salz benötigen die Aquarianer, um das Trinkwasser, das zuvor vollkommen entkeimt wurde, entsprechend den Originalgewässern aufzusalzen. Das Deutsche Meeresmuseum will mit dem neuen Ausstellungskomplex aber mehr bieten als nur ein Großaquarium. "Als Museum haben wir den Auftrag, zu bilden", erklärt Benke. In den Ausstellungen über das Leben in der Ostsee oder über die Weltmeere mit klassischen Vitrinen, Präparaten und Bildschirmen erhalten die Besucher Antworten auf Fragen wie "Müssen Fische trinken?" oder "Welche Extreme birgt die Tiefsee?". Wer sich in wissenschaftliche Fakten vertiefen will, habe dazu eine Vielzahl von Möglichkeiten, erläutert der Museumschef.

Neue Attraktion für Mecklenburg-Vorpommern

Von dem Neubau, der sich wegen seines einzigartigen Konzepts Experten zufolge in die Reihe der weltweit führenden Aquarien einfügt, erwartet vor allem die Tourismusbranche an der Ostsee-Küste positive Effekte. "Das Ozeaneum passt ausgezeichnet in das Image des Landes Mecklenburg-Vorpommern als naturnahes Urlaubsziel und ist ein Top-Freizeitangebot für Touristen", meint der Geschäftsführer des Landestourismusverbandes, Bernd Fischer. Mindestens 550.000 Besucher benötigt das Museum pro Jahr für einen wirtschaftlichen Betrieb.

Keine komplette Fertigstellung bis zur Eröffnung

Doch über der Eröffnungsfreude liegen auch Schattenwölkchen. Vor dem Start wies die Ausstellung noch Lücken auf. Das Schwarmfischbecken, mit insgesamt 2,6 Millionen Litern das größte, wurde aus Zeitgründen bis zur Eröffnung nicht mit Tieren bestückt. Die Pinguinanlage und das Heringsbecken dürfen derzeit gar nicht gebaut werden, weil die Kosten angesichts gestiegener Baupreise aus dem Ruder liefen. 60 Millionen Euro und damit zehn Millionen mehr als ursprünglich geplant kostete der Bau. Die Zusatzkosten teilten sich Bund und Land, die sich mit 30 Millionen (Bund) und 17,5 Millionen Euro (Land) beteiligten.

Ticket-Rabatte in der Eröffnungsphase

Insgesamt flossen 52,6 Millionen Euro öffentliche Gelder in das "Ozeaneum", das künftig den Betrieb aus den Einnahmen finanzieren muss. Weil nicht alle Ausstellungsabschnitte fertig sind, werden in der Eröffnungsphase Ticket-Rabatte eingeräumt. Erwachsene kommen für 10 (später 14) und Kinder für 5 (später 8) Euro in die Schau.

Weitere Informationen Deutsches Meeresmuseum, Ozeaneum Stralsund GmbH, Katharinenberg 14 bis 20, 18439 Stralsund, Tel.: 03831/26 50 601, Fax: 03831/26 50 609, E-Mail: info@ozeaneum.de, www.ozeaneum.de, Öffnungszeiten: ganzjährig Montag bis Sonntag 9:30 bis 19 Uhr mit erweiterter Öffnungszeit in den Monaten: Juni, Juli, August, September: 9:30 bis 21 Uhr.

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