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Bundesgartenschau-Idylle in der Havelregion

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Bundesgartenschau 2015  

Ein Blumenmeer und Loriots Mops

19.04.2015, 17:01 Uhr | dpa

Bundesgartenschau-Idylle in der Havelregion. Außenminister Steinmeier weiht das Waldmopszentrum ein.  (Quelle: dpa)

So würdigt Außenminister Frank-Walter Steinmeier den Komiker Loriot. (Quelle: dpa)

Fünf Städte zeigen den grünen Daumen. Hunderttausende Pflanzen stehen bereit, viele blühen, andere warten auf Sonne. Es ist nicht nur eine netter Anblick, sondern ein großes Experiment. Allein dieses, dass es die erste Buga in zwei Bundesländern ist. Diesmal setzen die Veranstalter vor allem auf Nachhaltigkeit: Kein Projekt ist extra gebaut worden.

Die Blumenpracht der Bundesgartenschau in der Havelregion begeistert auch den Bundespräsidenten. "Wenn ich jetzt irgendwo bin, werde ich immer für einen Besuch in der Region werben", sagt er.

Erstmals zwei Bundesländer als Gastgeber

Erstmals ist eine ganze Region Gastgeber, bislang war es immer nur eine Stadt. Die Orte in Brandenburg und Sachsen-Anhalt werden über 80 Kilometer durch den Fluss Havel verbunden. Nach der offiziellen Eröffnung in Brandenburg/Havel gingen auch die Tore an den anderen Standorten entlang des Flusses - in Premnitz, Rathenow, Amt Rhinow/Stölln und Havelberg - auf.

Der Landschaft setzte der Dichter Theodor Fontane (1819-1898) ein literisches Denkmal: mit seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg". Die historischen Städte, viele inzwischen wieder herausgeputzt, sind die außergewöhnliche Kulisse für die Blumen- und Pflanzenschau.

Programm für mehrere Tage

Auf die Besucher wartet eine Herausforderung: Insgesamt mehr als 53 Hektar Ausstellungsfläche wollen erkundet werden. An einem Tag ist das kaum zu bewältigen. Die Organisatoren wünschen sich, dass Besucher gleich ein paar Tage bleiben. 1,5 Millionen Gäste werden bis Oktober erwartet. "Eine Bundesgartenschau, die nicht nur in einer Stadt läuft, ist ein Experiment. Viele Skeptiker waren zu überzeugen", sagt die Chef-Organisatorin und Oberbürgermeisterin von Brandenburg/Havel, Dietlind Tiemann (CDU).

Bunte Tulpen, Stiefmütterchen, Narzissen und Hyazinthen ziehen die Gäste jetzt schon in den Bann: Eine Million Frühjahrsblüher wurden gepflanzt. 15.000 Rosen 150 verschiedener Sorten stehen am zugewiesenen Platz. Bei Phlox und Rittersporn wagen sich erste grüne Spitzen aus der Erde.

Auch zwei Kirchen in Brandenburg/Havel und Havelberg zeigen ein Herz für Blumen: Insgesamt 32 Schauen kommen in den Gotteshäusern unter, Arrangements mit Orchideen zum Beispiel. Anderswo sollen fliegende Gärten, Lavendelfelder, Pflanzinseln, Gehölzschauen und blühende Baumscheiben die Besucher staunen lassen. Neben der Flora spielt auch die Havel, ein Nebenfluss der Elbe, eine wichtige Rolle. Das Maskottchen "Wilma Wels" steht für den dort heimischen Fisch.

Loriots Waldmops auf der Bundesgartenschau

Ein weiteres Highlight der Schau ist das "Waldmopszentrum", das Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier mit einer witzigen Rede über dieses Fantasietier eingeweiht hat. Die Kunst-Installation besteht aus einem Rudel von bronzenen gehörnten Waldmöpsen, die schnüffeln, liegen, sitzen oder das Beinchen heben. Dazu ein Sockel mit den Fußabdrücken Vicco von Bülows (1923-2011) alias Loriot und Informationstafeln. Finanziert hat die Installation der Kulturverein Brandenburg, dessen Vorsitzender Frank-Walter Steinmeier ist.

Von Loriot stammt der Satz: "Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos." In seinem Sketch hatte er einst über den "Wilden Waldmops" referiert, der ein kleines Geweih trage und vereinzelt in unbewohnten Waldungen Nordschwedens lebe.

Die Geburtsstadt des Komikers setzt ihrem Ehrenbürger damit ein Denkmal, das sich an den Sketch anlehnt. Die Plastiken stammen von der Berliner Künstlerin Clara Walter. Auch Stuttgart, wo der Humorist zur Schule ging, hat ein Denkmal: Dort thront auf einer Loriot-Gedächtnissäule ein Bronze-Mops.

Die Bundesgartenschau, abgekürzt Buga, wird alle zwei Jahre in Deutschland ausgerichtet. Die erste Buga fand 1951 in Hannover statt, die Buga 2011 in Koblenz. Die folgende Schau 2013 in Hamburg firmierte unter anderem Namen (Internationale Gartenschau/IGS). Alle zehn Jahre läuft die Internationale Gartenbauausstellung (IGA), die nächste wird 2017 in Berlin stattfinden.

Infos rund um die Buga

Wer Gastgeber wird, entscheidet die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG). Brandenburg präsentierte schon zweimal die Bundesgartenschau: 1995 ging es nach Cottbus, 2001 nach Potsdam. Nach Magdeburg in Sachsen-Anhalt kam die Schau 1999.

Die Bundesgartenschau läuft vom 18. April bis 11. Oktober. Die Eintrittskarten kosten für Erwachsene 20 Euro, Ermäßigte 18 Euro, Kinder und Jugendliche 2 Euro. Alle fünf Standorte können damit einmal besucht werden. Die Dauerkarte kostet für Erwachsene 90 Euro.

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