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Reiserecht  

Rückflugtickets bleiben bei Nichtantritt der Hinreise gültig

19.12.2007, 18:52 Uhr | dpa-tmn, t-online.de

Rückflugtickets bleiben bei Nichtantritt der Hinreise gültig (Foto: T-Online)Rückflugtickets bleiben bei Nichtantritt der Hinreise gültig (Foto: T-Online)Flugtickets müssen laut einem Urteil des Landgerichts Frankfurt nicht zwangsläufig in der gebuchten Reihenfolge verwendet werden. Dadurch wird es zum Beispiel möglich, einen Rückflugabschnitt zu nutzen, wenn der Hinflug gar nicht angetreten wurde. Viele Fluggesellschaften verhindern ein solches Vorgehen zwar durch Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Das Landgericht erklärte in einem Verfahren gegen British Airways die entsprechende AGB-Bestimmung aber für unzulässig. Das teilte am Mittwoch der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Berlin mit, der das Verfahren angestrengt hatte (Az.: 2-2 O 243/07).

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15 Fluggesellschaften abgemahnt

Der Verband hat nach eigenen Angaben 15 Fluggesellschaften wegen entsprechender Klauseln abgemahnt, ein weiteres Gerichtsverfahren gegen die Lufthansa sei in Köln noch anhängig. Den AGB der betreffenden Airlines zufolge verfalle ein gebuchter und bezahlter Rückflug, wenn der Hinflug nicht genutzt wurde, zum Beispiel wegen Krankheit. Nach Angaben einer vzbv-Sprecherin verglich das Landgericht dieses Verfahren mit dem Bestellen eines Menüs: In einem Restaurant komme auch niemand auf die Idee, einem Gast den Hauptgang vorzuenthalten, wenn er seine Vorsuppe nicht gegessen hat.

Urteil ist noch nicht rechtskräftig

Das Landgerichts-Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es ist allerdings auch nicht das erste, bei dem entsprechende Airline-AGB für unzulässig erklärt wurden. Auch das Amtsgericht Erding bei München urteilte bereits in diesem Sinn (Az.: 4 C 129/07). In jenem Fall hatte ein Passagier von einer Fluggesellschaft 530 Euro Schadensersatz erstritten. Der Mann hatte sich ein Flugticket von München nach Florenz und zurück gekauft, dann aber nur den Rückflug nach München antreten wollen. Die Fluggesellschaft verwies auf ihre AGB, und der Gast musste ein neues Ticket kaufen. Dies sei ein «unzumutbarer Nachteil» für ihn gewesen, befand das Amtsgericht.

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