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Ryanair: Gebühren beim Billigflieger steigen deutlich

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Ryanair  

Check-In und Gepäckgebühren steigen deutlich

24.01.2008, 17:55 Uhr | M. Roman, t-online.de

Ryanair-Schalter: Gebühren schon beim einchecken am Flughafen (Foto: dpa)Ryanair-Schalter: Gebühren schon beim einchecken am Flughafen (Foto: dpa) Wer mit Ryanair unterwegs ist, muss in Zukunft oft tiefer in die Tasche greifen. Die Billigfluggesellschaft erhöhte zum 23. Januar ihre Gebühren für Gepäck und den Check-In am Flughafen um bis zu 50 Prozent. Außerdem schließt man laut Pressemitteilung auch weitere "Gebührenanpassungen" nicht aus. Auch einige andere Gebühren, wie die für Sportgepäck oder für Mitnahme von Säuglingen und Kleinkinder, sind im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Doch nicht nur bei Ryanair lauern Gebührenfallen: Zu jedem Ticket kommen Gebühren - je nach Fluggesellschaft sind das Kombinationen aus Kerosinzuschlägen, Flughafengebühren, Servicegebühren und Ticketzuschlägen. Diese Gebühren fallen bei allen Fluggesellschaften an, nicht nur bei Billigfliegern, und liegen für Flüge innerhalb Europas je nach Gesellschaft in der Regel zwischen 15 und 70 Euro. Hinzu kommen Kosten für Sitzplatzreservierungen, Zahlung mit Kredit- oder EC-Karte, Übergepäck oder aufgegebenes Gepäck allgemein, Telefon-Hotline, und, und, und... Um sich im Gebührenwirrwarr zurecht zu finden, haben wir die Kosten für Zusatzleistungen der wichtigsten Billigflieger zusammengefasst.

Zum Durchklicken Zusatzgebühren bei Billigfliegern

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Ryanair: Gepäck aufgeben kostet indirekt zwei Mal Gebühren

Besonders bei Buchungen der irischen Ryanair kann der Kunde leicht den Überblick verlieren. Fast alles kostet hier extra. Zwar sind die einzelnen Posten mit jeweils wenigen Euro nicht allzu teuer, doch in der Summe kann schnell noch einmal der Ticketpreis anfallen. Zudem, weil die Billig-Airline am 23. Januar ihre Gebühren für Gepäck und Check-In deutlich anhob: Jedes aufgegebene Gepäckstück kostet ab sofort neun (statt sechs) Euro für das erste Gepäckstück pro Strecke, wenn es im Internet angemeldet wurde. Jedes weitere Gepäckstück (bis zu drei) kostet auch bei Online-Anmeldung 18 Euro. Wer ohne Voranmeldung sein Gepäck am Flughafen aufgibt, zahlt sogar 18 (statt bisher zwölf) Euro. Dazu kommen noch einmal vier (statt bisher drei) Euro pro Person und Strecke allein dafür, dass man den Check-In-Schalter am Flughafen nutzt. So wird mit nur einem Gepäckstück ein Schnäppchenflug von zehn Euro pro Strecke mindestens 13 Euro teurer - mehr als der eigentliche Flugpreis. Das Ziel von Ryanair: Kunden sollen nur mit Handgepäck bis zehn Kilo reisen und online einchecken. Dann fallen keine extra Kosten an und der Kunde kann sogar bevorzugt einsteigen. Der Haken: Um den Online-Check-In nutzen zu können, dürfen alle Fluggäste, die zusammen gebucht haben, nur mit Handgepäck reisen. Muss nur einer sein Gepäck aufgeben, müssen alle am Schalter einchecken - und zahlen vier Euro pro Person und Strecke - zusätzlich zu den Kosten fürs aufgegebene Gepäck.

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Tickets per Telefon: Schon vor der Buchung erste Gebühren

Die ersten Zusatzgebühren nimmt bei fast allen Fluggesellschaften schon auf sich, wer sein Ticket nicht online, sondern per Telefon bucht. Die entsprechenden Hotlines sind meist gebührenpflichtig, mit Preisen zwischen 14 und 99 Cent pro Minute bei Anrufen aus dem Festnetz. Zudem kostet bei einigen Gesellschaften das Ticket allein schon bei der Ausstellung Gebühren. Bei Lufthansa fällt dieser Ticket Service Charge auch an, wenn ein E-Ticket ausgestellt wird, der Kunde also nur eine Buchungsbestätigung und kein eigentliches Ticket erhält. Bei der Bezahlung wird man oft gleich noch einmal zur Kasse gebeten. Zahlt man per Kreditkarte, fallen wieder Gebühren an. Hier ist easyJet besonders teuer: Mindestens 7,50 Euro kostet die Zahlung mit der Kreditkarte. Bei Angeboten ab 12,99 Euro wäre das mehr als die Hälfte des Ticketpreises. Kostenlos ist die Bezahlung in der Regel per elektronischem Lastschriftverfahren (ELV), dann muss der Flug allerdings je nach Gesellschaft 8 bis 14 Tage vor Antritt gebucht werden. Unrühmliche Ausnahme ist wieder einmal Ryanair: Hier kostet die Bezahlung per ELV drei Euro pro Person und Strecke. Kostenfreie Buchungen gibt es nur mit einer Visa-Electron-Karte (nicht zu verwechseln mit der klassischen Visa-Kreditkarte), die in Deutschland nur von wenigen Instituten ausgestellt wird.

Das Geschäft mit den Sitzplätzen

Ist bei etablierten Airlines die kostenlose Platzreservierung (noch) eine Selbstverständlichkeit, haben die meisten Billigflieger in der Frage "Fenster oder Gang?" eine weitere Einnahmequelle entdeckt. Bei TUIfly, Condor, LTU und Air Berlin ist die Platzreservierung gegen eine Gebühr von acht bis 15 Euro pro Person und Strecke möglich. Das gilt allerdings nicht für die Plätze an den Notausgängen mit größerer Beinfreiheit. Für diese sogenannten "XL-Sitze" werden 20 Euro fällig, bei Langstreckenflügen auch mehr. Bei Germanwings, Ryanair und easyJet gilt freie Sitzplatzwahl. Gegen eine Gebühr von drei bis etwa zwölf Euro kann bei Ryanair und easyJet das Recht erworben werden, vor den "regulären" Passagieren einzusteigen und sich so bessere Plätze zu sichern. Bei Ryanair bekommt man dieses Recht auch, wenn man nur mit Handgepäck reist und den Online-Check-In nutzt. Bei Germanwings dürfen Eltern mit Kindern unter fünf Jahren, sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität zuerst an Bord, ein buchbares "Premium Boarding" gibt es nicht.

Fazit: Vorher nachrechnen und informieren

Trotz aller Zusatzkosten liefern Billigflieger oft den günstigsten Preis, nur eben meist nicht so günstig wie beworben. Doch konkurrenzfähige Angebote der etablierten Airlines sind oft schwer zu bekommen, und auch hier fallen Gebühren an (z. B. Kerosinzuschlag, Ticket Service Charge), die oft teurer sind als bei den Billigfliegern. Wer auf der Suche nach dem günstigsten Preis ist, sollte sich frühzeitig informieren und Kosten einplanen, die nicht bei der Buchung auftauchen. Dazu gehören Verpflegungskosten im Flugzeug, Gebühren für Kopfhörer, Transferkosten zum Abflug- und vom Zielflughafen oder Parkgebühren. Bei sorgfältiger Planung steht dem günstigen Flug dann nichts mehr im Weg - auch wenn ein Taschenrechner eine hilfreiche Anschaffung ist.

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