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Mit "Eve" an die Grenze des Alls

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Weltraumtourismus  

Mit "Eve" an die Grenze des Alls

21.10.2009, 18:10 Uhr | dpa

Mit dem Trägerflugzeug "Eve" legen Weltraumtouristen künftig den ersten Teil ihrer Reise ins All zurück (Foto: Reuters)Mit dem Trägerflugzeug "Eve" legen Weltraumtouristen künftig den ersten Teil ihrer Reise ins All zurück (Foto: Reuters)

Aufwind für die Träume von Weltraumtouristen: Der britische Milliardär Richard Branson stellte in der kalifornischen Mojave-Wüste sein lange erwartetes Trägerflugzeug für private Spritztouren ins All vor. Sehen Sie Bilder des Trägerflugzeugs in unserer Foto-Serie.

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Traum vom Weltraumausflug zum Greifen nah

"Wir nennen es 'Eve' nach meiner Mutter Eve Branson, aber auch, weil es für einen ersten und neuen Anfang steht", sagte der Unternehmer vor zahlreichen geladenen Gästen. Das Flugzeug ist ganz aus Kohlefaser (Carbon) gefertigt, einem besonders leichten, aber sehr belastbaren Verbundmaterial. Der Tragflächenholm ist den Angaben zufolge mit mehr als 42 Metern das längste Einzelteil, das in der Luftfahrt je aus Carbon hergestellt wurde. Die Maschine sei so energiesparend wie bisher kein Flugzeug der Luftfahrtgeschichte, sagte Branson. "Das System wird Tausenden Menschen erlauben, ihren Traum zu verwirklichen, und es wird den Zugang der Menschen zum All verändern."

Europa im All

Erste deutsche Frau im Orbit

Das weiß schimmernde Mutterschiff mit einem doppelten Rumpf soll die eigentliche Raumkapsel auf 15.000 Meter Höhe bringen und dort ausklinken, erst dann startet der Raketenantrieb. Die Flüge sollen im kommenden Jahr starten. Zu den weltweit 250 Interessenten, die sich bereits verbindlich angemeldet haben, gehört auch die 31-jährige Sonja Rohde, die als erste deutsche Frau in den Orbit reisen will. Sie nahm nach Angaben des Münchner Reiseveranstalters Designreisen an der Präsentation in Kalifornien teil. Das Unternehmen verkauft in Deutschland die Flüge ins All. Kostenpunkt: 200.000 Dollar oder 127.000 Euro für einen Zweieinhalb-Stunden-Trip mit fünf Minuten Schwerelosigkeit.

"SpaceShipTwo" bleibt vorerst noch verhüllt

Enthüllt wurde zunächst nur das Mutterschiff. Die eigentliche Raumkapsel, "SpaceShipTwo" genannt, soll erst im kommenden Jahr präsentiert werden. Die Gäste in Kalifornien durften allerdings schon mal einen Blick in Richtung des guten Stücks werfen - es stand noch geheimnisvoll umhüllt im Hangar. Bransons Unternehmen Virgin Galactic arbeitet seit vier Jahren gemeinsam mit dem US-Flugzeugdesigner Burt Rutan an dem Projekt. Im vergangenen Jahr erlitt es einen Rückschlag, nachdem bei einer schweren Explosion auf dem Testflughafen drei Techniker ums Leben gekommen waren. Rutan war auch der Entwickler des Raketenflugzeugs "Space Ship One", das 2004 zweimal aus der Mojave-Wüste in den Weltraum vorstieß. Branson war von dem Projekt so angetan, dass er die Technologie kaufte und nun mit der weiterentwickelten Version die ersten Touristen ins All schicken will. Insgesamt rechnet Virgin Galactic mit mehr als 250 Millionen Dollar Entwicklungskosten.

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