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Flugsicherheit: Nackt-Scanner an Europas Flughäfen geplant

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Flugsicherheit 2010  

Nackt-Scanner an Europas Flughäfen

01.10.2008, 17:58 Uhr | M. Roman

Body-Scan in Amsterdam: Links die Kabine des Scanners, rechts ein Ergebnisbild (Fotos: dpa, Montage: t-online.de)Body-Scan-Testgerät in Amsterdam: Links die Kabine des Scanners, rechts ein Ergebnisbild (Fotos: dpa, Montage: t-online.de)

Bis auf die Haut nackt am Flughafen - zumindest vor den Augen der Sicherheitsbeamten. Das soll auf den Flughäfen der EU ab 2010 Wirklichkeit werden. Die britische Zeitung "The Daily Telegraph" meldet, ihr liege der Entwurf einer Verordnung der EU-Kommission vor, der einen Einsatz neuartiger Körper-Scanner an den europäischen Flughäfen vorsieht. Die Scanner erzeugen eine Art virtuelles Nacktbild der Überprüften - wobei selbst delikate Körperregionen deutlich abgebildet werden.

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Virtuelles 3-D-Bild ohne Kleidung

Die Verordnung sieht laut "Telegraph" vor, die neuen Scanner "alleine oder in Kombination, als hauptsächliche oder zusätzliche Hilfsmittel und unter festgelegten Konditionen" einzusetzen, um eine "virtuelle Leibesvisitation" bei den Reisenden durchzuführen. Die Verordnung soll im April 2010 in Kraft treten und für alle Mitgliedsstaaten der EU gelten. Und so funktionieren die Geräte: Passagiere gehen in eine Kabine, wo der Scanner elektromagnetische Wellen auf der Haut reflektiert. Auf diese Weise wird ein virtuelles 3-D-Bild des "nackten" Passagiers erzeugt. So sollen am Körper versteckte, auch nichtmetallische Gegenstände effektiver gefunden werden.

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Passagiere um Privatsphäre besorgt

Einer der Scanner ist testweise am Flughafen Heathrow bereits eingesetzt worden, allerdings war die Untersuchung freiwillig. Laut einer Flughafensprecherin wurde der Test aber eingestellt. Viele Passagiere seien um ihre Privatsphäre besorgt, aufgrund der sehr plastischen Schwarz-Weiß-Bilder, die der Scanner erzeugen kann. Selbst die Umrisse der Genitalien sollen deutlich erkennbar sein. Gareth Crossmann, Vorsitzender der Bürgerrechtsorganisation "Liberty", sagte: "Ich glaube, den Leuten ist nicht bewusst, zu was diese Scanner in der Lage sind und wie erniedrigend es ist, seinen Körper dermaßen zu entblößen. Es war richtig, dass der Einsatz in Heathrow eingestellt wurde. Der Scanner sollte in Großbritannien nicht eingesetzt werden - höchstens als Ersatz für reguläre Leibesvisitationen."

Bedenken von Parlamentsabgeordneten

Auch innerhalb des Europa-Parlaments gibt es Bedenken zum Einsatz der neuen Scanner. So forderte Paolo Costa, Abgeordneter und Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und Fremdenverkehr, in einem Brief an die Kommission, vor einem Einsatz der Scanner erst folgende Fragen zu klären: "Welchen Einfluss werden die Scans auf die Gesundheit der Passagiere haben? Wie wird die Intimsphäre beeinflusst? Werden der Ort des Scans und der der Bildschirme mit den Ergebnissen voneinander getrennt sein? Wie werden Bilddaten gespeichert und wann werden sie zerstört werden?"

Scanner bereits im Test-Einsatz

Unterdessen sind ähnliche Scanner an einigen Flughäfen bereits im Test-Einsatz, unter anderem in Amsterdam-Schiphol und an Flughäfen in Los Angeles und New York. Bislang können Passagiere noch zwischen den neuen Scannern oder dem klassischen "Abtasten" wählen. Nach offiziellen Angaben würden außerdem die Gesichter verzerrt dargestellt und Bilder umgehend gelöscht - sowohl in den USA als auch in Amsterdam. Sicherheitsbeamte könnten die Bilder weder ausdrucken, speichern oder übertragen, sagte Lara Uselding, Sprecherin der amerikanischen Flugsicherheitsbehörde.

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