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Verbraucherschützer: Airlines verlieren 1,2 Mio. Koffer pro Jahr

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Verbraucherschützer klagen an  

Airlines verlieren pro Jahr 1,2 Millionen Koffer

17.03.2009, 16:20 Uhr

Gepäck am Flughafen (Symbolbild: Imago)Gepäck am Flughafen (Symbolbild: Imago)

Die Fluggesellschaften weltweit verschlampen laut britischen Verbraucherschützern mehr als eine Million Koffer im Jahr. Rund 42 Millionen Gepäckstücke seien 2007 zumindest zeitweise vermisst worden, erklärte der Rat der Luftfahrtpassagiere (Air Transport Users Council, AUC) in London. Etwa 1,2 Millionen von ihnen gingen unwiederbringlich verloren. In der Regel würden die Verbraucher für die verlorenen Koffer nur unzureichend entschädigt, klagte die Organisation. EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani zeigte sich alarmiert und kündigte "sofortige Maßnahmen" an, sollten sich die Angaben bestätigen.


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23,5 Prozent mehr vermisste Gepäckstücke

Laut AUC stieg in 2007 die Zahl der zeitweise vermissten Gepäckstücke um acht Millionen, verglichen mit 34 Millionen vermissten Gepäckstücken 2006. Das entspricht einer Steigerung von 23,5 Prozent. Bei einer Verdoppelung der Fluggastzahlen innerhalb der nächsten zehn Jahre rechnet der AUC bis 2019 mit mehr als 70 Millionen zumindest zeitweise verschwundenen Koffern pro Jahr. Die gute Nachricht: Nur drei Prozent der 2007 vermissten Gepäckstücke gingen unwiederbringlich verloren, immerhin 85 Prozent der vermissten Gepäckstücke erreichten ihre Besitzer mit einer maximalen Verzögerung von 48 Stunden. Daten über beschädigtes Gepäck gebe es keine. Doch auch Verzögerungen von maximal 48 Stunden könnten eine Reise schwerwiegend stören, heißt es in dem AUC-Bericht.

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Airlines entschädigen nur spärlich

Noch ärgerlicher als der Verlust des Gepäcks sei die Praxis der Entschädigung. Die AUC bemängelt, dass viele Airlines den Wert verlorenen oder beschädigten Gepäcks nicht voll ersetzten. Das ginge aus mehr als 2000 Beschwerden von Passagieren hervor, die den Rat seit 2004 erreichten. Selbst bei Vorlage von Original-Rechnungen böten einige Airlines nur einen Bruchteil der Passagierforderungen als Entschädigung an. Der AUC zitiert den Fall eines Surfers, dessen Ausrüstung inklusive Surfbrett auf einem Flug zerstört wurde. Der Passagier konnte eine Rechnung für das Brett vorlegen und forderte umgerechnet etwa 850 Euro. Weil das Brett drei Jahre alt war, bewilligte die Airline nicht einmal ein Zehntel des Betrags. Auch bei Gepäckverzögerungen geben sich laut AUC die Airlines knauserig, besonders der Billigflieger Ryanair. Aus Beschwerden gehe hervor, dass die Höhe der Entschädigung für Passagiere umgerechnet etwa 20 Euro betrage - unabhängig davon, wie lange der Passagier auf sein Gepäck warten muss. Das Montrealer Abkommen von 2004 sollte die Passagierrechte stärken und sieht Entschädigungen von maximal umgerechnet 1100 Euro pro Passagier vor, wenn Gepäck auf einem Flug verloren geht oder beschädigt wird.

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EU-Verkehrskommissar will Daten prüfen

EU-Verkehrskommissar Tajani erklärte, zunächst wolle seine Behörde von internationalen Flughafen- und Luftfahrtorganisationen Daten einholen. Sollten diese die "alarmierenden Zahlen" des AUC bestätigen, werde die Kommission voraussichtlich die EU-Vorschriften über verlorene und beschädigte Gepäckstücke ändern, erklärte Tajani.

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