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Flugreisen: Lohnt sich Meilensammeln noch?

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Lohnt sich Meilensammeln noch?

16.04.2009, 15:40 Uhr | srt/Hans-Werner Rodrian


Flugschein Verkaufsschalter im Lufthansa Terminal Frankfurt (Foto: Rolf Bewersdorf/Lufthansa)Flugschein Verkaufsschalter im Lufthansa Terminal Frankfurt (Foto: Rolf Bewersdorf/Lufthansa)

Marc Schauhuber fliegt zweimal im Jahr nach Bali. Im Schnitt hat er zuletzt 1160 Euro pro Flug gezahlt. Superbilligtickets ohne Meilen hätte es dagegen schon für 900 Euro gegeben. Pro Trip werden ihm rund 15000 Meilen gutgeschrieben. Mit dem fünften bezahlten Flug sind endlich die 70000 Meilen für einen Prämienflug erreicht. Jetzt rechnet er nach und stellt fest: Hätte er gleich zu den billigsten Tickets ohne Meilen gegriffen, dann könnte er jetzt vom Ersparten locker das sechste Ticket erwerben und hätte noch fast 400 Euro übrig. Sein Fazit: Meilensammeln war gestern mal gut, heute lohnt es sich nicht mehr. Klicken Sie sich durch unsere Tipps zum Meilensammeln.



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Nur wenig Meilen für Discounttickets

Vor rund zehn Jahren war die Vielfliegerwelt wirklich noch in Ordnung. Da gab es für Billigflüge gleichviel Meilen wie für Vollzahlertickets. Man musste sich nur den günstigsten Flug suchen, bekam die Meilen obendrauf, nahm sie mit und freute sich, wenn am Ende ein Freiflug dabei heraus kam. Falsch machen konnte man nicht viel. Das Meilensammeln kostete ja nichts außer der kleinen Mühe, immer sein Kärtchen vorzuzeigen. Heute gibt es dagegen vernünftige Meilengutschriften fast nur noch für teurere Tickets. Die asiatischen Airlines und Air France/KLM geben auf die günstigsten Tickets gar keine Meilen mehr, die anderen Europäer einschließlich Lufthansa nur noch Bruchteile und selbst bei den freigiebigeren US-Fluggesellschaften wie United und Continental bröckeln die Gutschriften für Discounttickets.

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Geschäftsreisende profitieren

Wer dann genau nachrechnet, der entscheidet sich immer häufiger gegen die Meilen. Zumindest wenn er selber zahlt und ihm der sonstige Mehrwert der teureren Buchungsklassen egal ist. Ist das Meilensammeln also ein Auslaufmodell? Keineswegs. Der Geschäftsreisende, der vielleicht sogar noch in der Business-Class auf Kosten seines Arbeitgebers durch die Weltgeschichte jettet und die Meilen selber einstreichen darf, wäre ja dumm, das Extra nicht mitzunehmen. Er ist die Hauptzielgruppe aller Meilenprogramme. Ihn, der die Flüge zwar nicht selber zahlt, aber meist doch die Fluggesellschaft wählt, wollen alle Airlines umgarnen und ihn locken, auf sie zuzusteuern, auch wenn sie im Zweifelsfall mal ein paar Euro teurer sind.

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Die Geschichte der Bonusmeilen

Dass Urlauber überhaupt von Meilenprogrammen profitierten, hatte am Anfang zwei Gründe: Zum einen waren die eigentlich auf Geschäftsleute ausgerichteten Regeln manchmal schlicht zu löchrig, und oft hatte der Billig-Traveller einfach Glück und Geschick, im Streuverlust der Werbeausgaben sein Schnäppchen zu machen. Doch schnell erkannten viele Fluggesellschaften, dass mit Billigtickets Geld zu verdienen ist und dass Meilen ein zugkräftiges Argument sind. Das gilt grundsätzlich bis heute. Doch in der Krise werden solche Marketingaufwendungen nur zu gern schnell zurückgefahren. Bei der Herausforderung, Billigfliegern mit 99-Euro-Tickets Paroli bieten zu können, waren die Meilengutschriften das erste, was dem Rotstift zum Opfer fiel.

Bonusmeilen nicht nur für Flüge

Mehr noch: Statt selbst Freiflüge zu verschenken, entwickelten viele Airlines ihre Vielfliegerclubs zum Meilen-Goldesel. Längst wird die Mehrzahl der Miles-and-More-Meilen nicht mehr mit Flügen verdient, sondern beim Kauf ganz anderer Dinge: Aktienfonds und Zeitschriftenabos, Notebooks und Parfums. Sogar für Autoreifen und Fußballtickets gibt es heute Meilen. Und was bedeutet das alles für den preisbewussten Reisenden? Vor allem neue Chancen beim Meilensammeln. Wenn es heute Meilen dafür gibt, dann kauft man künftig eben seine Bücher über den angeschlossenen Onlineshop, nimmt die 15000 Miles-and-More-Meilen für das DSL-Paket der Telekom mit und vergisst auch nicht, es nach der Mindestabodauer von einem Jahr wieder zu verlassen - denn bestimmt gibt es ja dann ein neues lukratives Angebot.

Auf die Bedingungen achten

Unter diesem Gesichtspunkt verschiebt sich plötzlich die Attraktivität von Meilenprogrammen. Wer nur über Flüge sein Meilenkonto füllen will, für den ist Miles and More eher langweilig. Mit mehr als 300 Sammelmöglichkeiten wird das Lufthansa-Bonusprogramm aber plötzlich hochinteressant für alle, die auf kreative Art und Weise an die Meilen kommen wollen. Vorsorge tut freilich nicht nur beim Sammeln not, sie ist auch hilfreich, damit die mühsam gesammelten Meilen nicht gleich wieder verfallen. Die beste Lösung heißt: nur bei Meilenclubs sammeln, bei denen kein festes Verfallsdatum eingebaut ist. Bei den meisten asiatischen Airlines sind nach drei Jahren ohne Wenn und Aber die Meilen weg. Bei Lufthansa Miles & More gilt das nur, wenn man kein Statuskunde ist (ab 35.000 Flugmeilen pro Jahr) oder eine Miles-and-More-Kreditkarte besitzt (deren Bestellung man sich wieder mit 10000 Meilen versüßen kann). Noch billiger geht es bei Air France/KLM oder den meisten US-Airlines: Da verfallen Meilen nur, wenn 18 Monate lang keine einzige Kontobewegung stattfand. Und dazu zählt auch jeder klitzekleine Einkauf im Onlineshop.


Augen auf beim Meilensammeln

Fazit: Natürlich lohnt sich das Meilensammeln. Aber der Erfolg ist nicht umsonst zu haben: Man muss Preise vergleichen, in die Zukunft planen, Sonderaktionen im Blick behalten und immer öfter auch seine TV-Zeitschrift danach aussuchen, welche am meisten Meilen gibt. Wem das zu nervig ist und wer ohnehin immer zu denen gehört, die den einst zum Geburtstag erhaltenen Kinogutschein erst dann wieder finden, wenn er gerade abgelaufen ist, der kauft besser gleich das billigste Ticket.

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