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Randale über den Wolken gefährdet die Sicherheit

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Flugsicherheit  

Randale über den Wolken gefährdet die Sicherheit

07.05.2009, 13:03 Uhr | dpa

Wenn Passagiere randalieren, müssen die Sicherheitskräfte einschreiten (Symbolbild: imago)Wenn Passagiere randalieren, müssen die Sicherheitskräfte einschreiten (Symbolbild: imago)

Sie pöbeln Mitreisende an, grapschen nach den Stewardessen oder drohen in 10.000 Meter Höhe die Türen zu öffnen - randalierende und betrunkene Passagiere sind in der Luftfahrt ein Sicherheitsproblem. Immer wieder müssen Piloten einen Flug vorzeitig abbrechen, weil sich ein Fluggast nicht als Gast verhält. "Nur die Extremfälle kommen in die Öffentlichkeit", sagt ein Experte aus der Luftfahrtbranche. "Man versucht, das möglichst still zu regeln." Der Fall des ukrainischen Innenministers Juri Luzenko, der in Frankfurt wegen Trunkenheit gar nicht erst an Bord gelassen wurde, ist beileibe kein Einzelfall.



Haben Sie schon einmal miterlebt, wie ein Passagier während eines Fluges auffällig geworden ist? Sagen Sie uns Ihre Meinung in der Kommentarfunktion am Ende des Artikels.

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Immer mehr Krawall-Passagiere

"Es gibt zunehmend Probleme mit sogenannten verhaltensauffälligen Passagieren", sagt Martin Gaebges, Generalsekretär des Airline- Verbandes Barig, der fast alle in Deutschland tätigen Fluglinien vertritt. Vor allem auf der Langstrecke gibt es Ärger, wenn sich Passagiere nicht anschnallen oder auf der Toilette rauchen. "Das kann zu einem erheblichen Sicherheitsproblem werden, wenn die Kippe in den Abfall geworfen wird." Mitunter würden Betrunkene versuchen, im Flug eine Tür zu öffnen - was wegen des Druckes aber überhaupt nicht gehe. Statistiken führten die Airlines darüber nicht. "Da möchte keine Fluggesellschaft im Rampenlicht stehen."

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Zwischenlandung dank Randale

Erst im April zwang ein randalierender Passagier auf einem Flug von New York nach Tel Aviv den Piloten zu einer Zwischenlandung in Boston. Anfang des Jahres sperrten Mitreisende während eines innerrussischen Fluges einen Betrunkenen nach einem Handgemenge in der Bordtoilette ein. Im vergangenen Jahr randalierte ein Betrunkener in einem Flug von Düsseldorf nach Bangkok und wurde bei einem Extra- Stopp in Polen vor die Flugzeugtür gesetzt. Im Oktober versuchte ein Mann aus Leipzig, während des Fluges die Tür einer Easy-Jet-Maschine zu öffnen und wurde in Berlin-Schönefeld festgenommen.

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Zu geringe Strafen in Deutschland

Den Randalierern drohen in manchen Ländern drastische Strafen - in Deutschland kommen sie dagegen meist milde weg. Der damalige Lufthansa-Vorstandschef Jürgen Weber hatte bereits vor zehn Jahren auf dem Verkehrsgerichtstag in Goslar beklagt, dass die Ahndungsmöglichkeit im deutschen Recht nur gering sei. Eine gerauchte Zigarette gilt hier als Ordnungswidrigkeit - in den USA werden hingegen Verstöße gegen die Anordnungen der Crew viel schneller als Gefährdung des Luftverkehrs geahndet. "Es gibt in Deutschland keine abschreckenden Strafen", sagt auch Gaebges. "Einmal hat ein Kapitän mit einem Randalierer an Bord mitten über dem Atlantik gedreht und ist nach Europa zurückgeflogen, nur um nicht in den USA landen zu müssen", berichtet ein Insider. Aber auch wer nicht mit dem strengen US-Recht in Konflikt kommt - die Kosten für die Extralandung werden den Randalierern in Rechnung gestellt.

Handschellen als letzte Instanz

Barig-Generalsekretär Gaebges sieht das Problem in allen Klassen, nicht nur in der von Touristen genutzten Economy-Class. "Es mag sein, dass Geschäftsleute mehr unter Druck stehen." Die Stewardessen seien gehalten, betrunkenen Passagieren keinen weiteren Alkohol mehr auszuschenken. Und viele Airlines hätten auch Handschellen an Bord, um einen Randalierer zwangsweise ruhigstellen zu können.

Häufiger Missbrauch von Alkohol

An Bord von Maschinen in Russland und den anderen Ländern der früheren Sowjetunion sind Alkoholexzesse schon fast zur Routine geworden. Regelmäßig berichten Moskauer Medien über Pöbeleien und Prügeleien in Flugzeugen. Der traditionell hohe Alkoholkonsum in der Gesellschaft, die Langeweile vor dem Start und während des Fluges sowie die Geselligkeit in einer Gruppe verführen manche Reisende zum ungezügelten Trinken. Die russischen Flugbegleiter sind zwar angewiesen, Alkohol- Missbrauch an Bord zu unterbinden, doch entzieht sich das Personal im Ernstfall gern seiner Verantwortung. So mussten vor einigen Monaten die Passagiere auf dem Flug früh morgens von Moskau nach Berlin miterleben, wie sich ein russisches Männer-Trio erst eine 1,5-Liter- Flasche Cognac aus dem Duty-free-Shop einverleibte und dann eine junge Sitznachbarin belästigte.

Häufige Ursache Flugangst

Gründe für die Randale in der Luft sehen Experten oft in der Flugangst. Manch ein Passagier versuche seine Angst mit Whisky oder Prosecco herunterzuspülen. Doch statt zu beruhigen, wirke der Alkohol dann oft aggressionssteigernd. Hinzu kommt, dass die Wirkung des Alkohols im Flugzeug wegen der Druckunterschiede viel höher als am Boden ausfallen kann. Experten empfehlen deshalb, im Flugzeug am besten nur große Mengen Wasser zu trinken.

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