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Parabelflug-Tourismus: Ticket zur Schwerelosigkeit

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PARABELFLUG-TOURISMUS  

Ticket zur Schwerelosigkeit

16.06.2009, 17:04 Uhr | Spiegel Online

Die Fotomontage von Novespace zeigt den Airbus A300-"Zero-G" (dpa)Die Fotomontage von Novespace zeigt den Airbus A300-"Zero-G" (dpa)

Freeski oder Base-Jumping war gestern - der Erlebnistourist von morgen lässt sich bei einem Parabelflug in die Schwerelosigkeit katapultieren. Was bisher vor allem Forscher für Experimente nutzen, will eine französische Firma nun auch für Touristen anbieten. Bewundern Sie Impressionen von Parabelflügen auch in unserer Foto-Serie.

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22 Sekunden Schwerelosigkeit

Der Bordservice ist miserabel. Kein Snack, weder süß noch salzig, geschweige denn ein warmes Essen, allenfalls ein Schluck Wasser kurz vor der Landung. Doch bei diesem Flug geht es ja auch nicht um den Komfort. Streng genommen geht es noch nicht einmal darum, von A nach B zu gelangen. Sondern um 22 Sekunden. So lange dauert die Phase der Schwerelosigkeit bei einem Parabelflug. Das Flugmanöver ist kompliziert: Die Piloten steuern ihre Maschine zuerst in einen extremen Steilflug, drosseln dann die Schubkraft der Turbinen und fliegen so eine Parabel. Dabei wird die Erdanziehung kurzzeitig aufgehoben - und im Bauch des Flugzeugs beginnen die Passagiere schwerelos zu schweben.

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Viele Wissenschaftler auf Parabelflügen unterwegs

Bisher ist dieses exklusive Erlebnis vor allem Wissenschaftlern vorbehalten. Denn die französische Firma Novespace lässt ihren umgebauten Airbus 300 im Auftrag der Europäischen Raumfahrtagentur oder des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums abheben. Hunderte Forscher bewerben sich dort jährlich mit ihren Experimenten für die Schwerelosigkeit und untersuchen, ob Pflanzen in der Schwerelosigkeit wachsen oder wie das Gehirn im Freiflug arbeitet.

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3000 Euro für den Freiflug

Doch noch in diesem Jahr will Novespace nun auch Touristen im größten fliegenden Labor der Welt mitnehmen. "Wir denken da vor allem an zwei Gruppen", erklärt Thierry Gharib, stellvertretender Direktor von Novespace im Spiegel-Online-Interview. "Zum einen Lehrer oder herausragende Schüler, deren Flug von Firmen oder Organisationen gesponsert wird. Zum anderen einfach neugierige Touristen, die den Flug selbst bezahlen können." Der Preis für ein Ticket zur Schwerelosigkeit steht noch nicht fest, irgendwo zwischen 3000 und 5000 Euro wollen die Franzosen jedoch landen.

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"Einigen wird schlecht dabei"

Damit würden sie ihre Konkurrenten auf dem Markt unterbieten. Bisher liegt der Preis für einen privaten Parabelflug zwischen 6400 Euro im russischen Kosmonauten-Trainingszentrum und knapp 8000 Euro beim Kennedy Space Center der Nasa. 15 bis 20 Parabeln will Novespace mit den Schwebetouristen fliegen. "Wir wollen nicht übertreiben, schließlich ist es für viele Menschen anstrengend und einigen wird auch schlecht dabei", sagt Gharib, der oft selbst als Parabelflugpilot im Cockpit sitzt. Allerdings bekommt jeder Erstflieger Medikamente gegen die drohende Übelkeit. Und jeder angehende Passagier muss sich zuvor gründlich von einem Arzt durchchecken lassen.


Anfragen ohne Ende

Anfragen von betuchten Schwerelosigkeitsfans bekommt Novespace schon jetzt, jedoch eher zehn im Monat als täglich. Werbung und Marketing will die kleine Firma, die bisher sechs wissenschaftliche Parabelflug-Kampagnen pro Jahr organisiert, den Profis überlassen und sich daher mit einer professionellen Reiseagentur zusammentun. Im Gespräch sind die Franzosen mit Nouvelles Frontières, einer Partnerorganisation der TUI. Im wirklich großen Stil will Novespace die Parabelfliegerei jedoch nicht betreiben: "Mehr als zwölf Flug-Kampagnen im Jahr planen wir erst einmal nicht", sagt Gharib. "Wir wollen mit den Touristenflügen vor allem unsere Maschine besser auslasten. So könnte am Ende auch der Preis für die wissenschaftlichen Flüge fallen." ESA und DLR hören das sicher gerne. Bisher kostet eine wissenschaftliche Kampagne mit drei Flugtagen 750.000 Euro.

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