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Flugsicherheit: Vollautomatische Passkontrolle im Test am Frankfurter Flughafen

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Flugsicherheit  

Testlauf für die vollautomatische Passkontrolle

16.10.2009, 15:04 Uhr | t-online.de, dapd

Flughafen Frankfurt: Prototyp der vollautomatischen Passkontrolle (Foto: dpa)Flughafen Frankfurt: Prototyp der vollautomatischen Passkontrolle (Foto: dpa) Pass einlegen, Gesicht scannen, Land betreten - Grenzübertritt in 15 Sekunden: So könnte die Zukunft an den Flughäfen aussehen, zumindest wenn man sich das neue Pilotprojekt am Frankfurter Flughafen anschaut. Hier testet die Bundespolizei Automaten für die vollautomatische Passkontrolle, genannt EasyPASS. Dabei führt die Maschine anhand des elektronischen Reisepasses Fahndungsabfrage und Identitätsüberprüfung durch und lässt den Passagier ins Land, wenn alles in Ordnung ist. Für Fluggäste soll das neue Verfahren kürzere Wartezeiten bei der Einreise bringen.

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Automatische Fahndungsabfrage

Innenstaatssekretär August Hanning gab am 16. Oktober auf dem größten deutschen Flughafen den Startschuss für das Pilotprojekt EasyPASS. Dabei wird die Kontrolle nach Angaben der Bundespolizei in Teilen automatisiert und auf Basis des elektronischen Reisepasses (ePass) und des darin digital gespeicherten Bildes vorgenommen. Insgesamt vier Kontrollpunkte wurden im Ankunftsbereich des Terminals 1, Flugsteig C unmittelbar vor den Kontrollschaltern aufgebaut. Auf freiwilliger Basis können Reisende ihren elektronischen Reisepass künftig auf einen bereitstehenden Scanner legen, der die Echtheitsmerkmale des ePasses prüft und anhand der Daten wie Passnummer, Name, Geburtsdatum oder Länderkennzeichen die gesetzlich vorgesehenen Fahndungsabfragen einleitet.

Gesicht und Passbild werden abgeglichen

Wird der ePass als gültig erkannt, öffnet sich laut Bundespolizei die sogenannte Grenzkontrollspur und eine Kamera erfasst das Gesicht des Reisenden zum Vergleich mit dem zuvor aus dem ePass ausgelesenen digital gespeicherten Lichtbild. Beamte im dahinter liegenden Grenzkontrollschalter beaufsichtigen den Prozess und entscheiden anhand der Überprüfungsergebnisse ob weitere Maßnahmen erforderlich sind. Die ausgelesenen Daten würden nicht gespeichert, bekräftigte Sprecherin Nicole Ramrath gegenüber t-online.de. Das Projekt werde außerdem durch den BfDI (Beauftragter für den Datenschutz und Informationstechnik) begleitet.

Elektronischer Reisepass Voraussetzung

Voraussetzung für die Nutzung des Systems ist ein gültiger, elektronischer Reisepass mit einem biometrischen Passbild der Europäischen Union, der Staaten des Europäischen Wirtschaftsraumes oder der Schweiz. Außerdem muss der Nutzer mindestens 18 Jahre alt sein. Eine vorherige Registrierung zur Nutzung ist demnach nicht erforderlich. Reisende können selbst entscheiden, ob sie an dem Praxistext teilnehmen wollen. Das Pilotprojekt läuft zunächst sechs Monate lang in Frankfurt.

Kürzere Wartezeiten für Reisende

Die Bundespolizei erwartet davon eine Entlastung der konventionellen Grenzübertrittskontrollen zugunsten kürzerer Wartezeiten für Reisende. "Das Verfahren soll die bisherige Grenzkontrolle ergänzen und aufgrund der erhöhten Kapazitäten zu weniger Wartezeiten an den Grenzkontrollstellen führen. Der Prozess läuft derzeit stabil und sicher, so dass der Grenzübertritt nach circa 15 Sekunden abgeschlossen ist," gab Sprecherin Nicole Ramrath auf Nachfrage von t-online.de an. Die einzige Hürde auch für technisch unerfahrene Passagiere bestünde im Auflegen des Passes auf den Scanner, bis jetzt laufe das System "recht stabil und weitgehend fehlerfrei". Soweit ein Fehler auftritt, soll ein sogenannter "Monitoring-Beamter" eingreifen. Etwas unklar ist offenbar noch, wie sich ein geändertes Erscheinungsbild im Vergleich zum Passfoto auswirkt - etwa durch eine neue Frisur oder einen Bart. Laut Ramrath könnte das erst nach Abschluss des Pilotbetriebs bewertet werden. 

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