Startseite
Sie sind hier: Home > Reisen > Reiseservices > Fluginfos >

Flugsicherheit: American Airlines mit "dickem" Problem

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Flugsicherheit  

American Airlines mit "dickem" Problem

03.12.2009, 17:31 Uhr

Wann ist man zu dick zum Fliegen? (Foto: flightglobal.com)Wann ist man zu dick zum Fliegen? (Foto: flightglobal.com) Die Diskussionen um den Umgang mit übergewichtigen Flugzeug-Passagieren waren heftig, als Ryanair im April eine Sondersteuer für Adipöse ankündigte - die letzten Endes doch nicht kam. Jetzt entzündet sich in englischsprachigen Medien die Diskussion erneut - anhand eines Bilds, das der Blogger Kieran Daly auf www.flightglobal.com veröffentlichte. Es zeigt eine Maschine der American Airlines während des Boardings und in ihr einen Gast, der die Ausmaße eines Economy-Sitzes klar überschreitet - und so ein Sicherheitsrisiko darstellt.

#

Wie sollten Airlines mit solchen Situationen umgehen? Sagen Sie Ihre Meinung am Ende des Artikels.

#

Wie zufrieden waren Sie mit dem letzten Flug? Airline-Bewertungen 
Alle Strecken im Vergleich
Video Airlines sparen mit Segelfluglandung

t-online.de Shop Reisegepäck zu Top-Preisen
t-online.de Shop Tolle Digitalkameras

#

#

Bild soll von Flugbegleiterin eingesandt worden sein

Daly versichert in seinem Blog, dass es sich um ein echtes Bild handele, das ihm von einer Flugbegleiterin der American Airlines zugesandt wurde. Ein Sprecher der Fluggesellschaft wollte gegenüber der Zeitung "Daily Telegraph" weder dementieren noch bestätigen, ob das Bild von einem Flugbegleiter stammt. Laut Daly habe die Stewardess das Foto geschossen, um sich bei ihrem Chef zu erkundigen, wie sie mit der Situation umgehen solle. Für Daly ist es nicht verwunderlich, dass die Servicekraft verärgert war: "Es scheint, als ob er (der übergewichtige Passagier, d. Red.) nur für einen Sitz bezahlt und man ihn trotzdem an Bord gelassen hat. Ob man mit diesem Kerl sympathisiert oder nicht: Er sorgt im Fall einer Evakuierung für ein hohes Sicherheitsrisiko, macht der Crew Umstände und ist vermutlich als Sitznachbar absolut unakzeptabel", schreibt Daly. Im Gegensatz zu einigen anderen amerikanischen Fluggesellschaften gibt es bei American Airlines offenbar keine eindeutigen Richtlinien für den Umgang mit übergewichtigen Personen. Man empfehle Passagieren lediglich den Kauf von zwei Sitzen, "falls sie glauben, dass sie sie benötigen", sagte der Airline-Sprecher gegenüber dem "Telegraph". Wenn das Flugzeug nicht voll sei, stelle man in der Regel sogar umsonst einen zweiten Platz zur Verfügung.

Einfach gigantisch Transportflugzeuge: Riesen der Lüfte

t-online.de Shop Bogner-Trolley aus der Spirit Travel Collection
t-online.de Shop Stilvolle Handtasche von Bogner

Airline findet offenbar glimpfliche Lösung

Der Vorfall scheint ein glimpfliches Ende genommen zu haben. Auf www.flightglobal.com melden sich zwei vorgebliche Augenzeugen zu Wort, zumindest einer gibt an, selbst Flugbegleiter bei American Airlines zu sein. Beide berichten übereinstimmend, dass die Airline den Gast des Mittelsitzes auf einen späteren Flug umgebucht und ihm eine finanzielle Entschädigung angeboten habe. Der "schwere" Passagier konnte wie geplant fliegen - auf zwei Sitzen mit genug Platz.

"Customers of Size" und "Customers requiring extra seating"

Bei mehreren amerikanischen Fluglinien sind Extrakosten für adipöse Passagiere längst fester Bestandteil. Dass man dort mit der Thematik sensibel umgeht, zeigt schon die Sprachregelung. Die Worte "Fat tax" - wie Ryanair im April - würde über dem Atlantik niemand in den Mund nehmen, statt dessen verwenden die Airlines blumige und politisch korrekte Umschreibungen: Southwest Airlines hat eine spezielle Richtlinie für "Customers of Size" (etwa: Kunden von gewisser Größe), bei Continental Airlines spricht man von "Customers Requiring Extra Seating" (Kunden, die zusätzlichen Sitzplatz benötigen). Southwest-Sprecher Chris Mainz bestätigte gegenüber t-online.de, dass es sich um ein delikates Thema handele. Die "Customers of Size"-Richtlinie der Airline sei aber bereits seit 25 Jahren in Kraft und man habe bislang gute Erfahrungen damit gemacht. Southwest fordert stark übergewichtige Passagiere auf, im Vorfeld einen zweiten Sitzplatz zu buchen, was laut Mainz auch die meisten täten. Wenn das Flugzeug nicht ausgebucht ist, bekommt der Fluggast im Nachhinein sogar die Gebühr für den zweiten Platz erstattet. Dies geschehe laut Mainz in mehr als 90 Prozent der Fälle. Als Maßstab, ab wann ein Gast einen zweiten Platz buchen muss, gelten bei Southwest die Flugzeugsitze: Wer die Armlehne nicht mehr herunterklappen kann, muss einen zweiten Platz buchen.

#


Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal