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Flugsicherheit: Nacktscanner am Flughafen Heathrow

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Flugsicherheit  

Nacktscanner: London macht ernst

01.02.2010, 15:33 Uhr | dpa

Körperscanner in Heathrow (Foto: dpa)Körperscanner in Heathrow (Foto: dpa) In Großbritannien werden ab sofort Flugreisende mit Körperscannern durchleuchtet. Die ersten Geräte kamen am größten Flughafen des Landes in London-Heathrow sowie am Airport in Manchester zum Einsatz, wie die Flughäfen mitteilten. Die Geräte werden zunächst an je einem Terminal stichprobenartig genutzt. Passagiere, die zu einem Scan gebeten wurden, durften bei einer Weigerung nicht das Flugzeug besteigen. Grund für die Entscheidung zum Einsatz der Scanner war das vereitelte Flugzeug-Attentat von Detroit Ende vergangenen Jahres.

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Bis Ende des Jahres an allen britischen Flughäfen Nacktscanner

In den kommenden Wochen sollen die Scanner an weiteren Terminals eingesetzt werden. Eine Sprecherin des Heathrow-Airports sagte, dass sie keine nennenswerten Verzögerungen beim Sicherheitscheck erwarte. Die Regierung hatte angekündigt, bis Ende des Jahres alle Flughäfen mit entsprechenden Vorrichtungen ausstatten zu wollen, um verborgenen Sprengstoff aufzuspüren.

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Daten sollen nicht gespeichert werden

Die Flughäfen versicherten, dass die Bilder zu einem abgeschiedenen Computer übertragen würden, auf dem die Daten nicht gespeichert werden können. "Das geisterähnliche Schwarz-Weiß-Bild zeigt keine körperlichen Besonderheiten wie Haare oder Gesichtszüge, macht ein Erkennen unmöglich und soll nur verborgene Gefahren offenlegen", hieß es in einer Erklärung des Flughafens in Manchester. An beiden Flughäfen waren die Geräte in der Vergangenheit schon in Pilotversuchen getestet worden.

BKA-Chef plädiert für Wahlmöglichkeit an deutschen Flughäfen

In Deutschland plädiert der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke, bei den Kontrollen auf Flughäfen für eine Wahlmöglichkeit der Passagiere. "Manchem wird eine Kontrolle mittels Körperscanner angenehmer sein als das bekannte Abtasten durch Sicherheitskräfte", sagte Ziercke der "Welt am Sonntag". Allerdings müsse die Intimsphäre gewahrt bleiben, und Gesundheitsgefahren müssten ausgeschlossen sein. Ziercke betonte: "Körperscanner sind kein Allheilmittel. Ihr Einsatz kann jedoch dazu beitragen, die bisherigen Kontrollen an den Flughäfen sinnvoll zu ergänzen." Der BKA-Chef sieht den Flugverkehr weiterhin als Hauptziel des Terrorismus, "weil Anschläge auf Flugzeuge in besonderem Maße geeignet sind, die Bevölkerung zu beunruhigen".

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