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Billigflieger: So wollen Ryanair und Co. an Ihr Geld

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Billigflieger  

So wollen Ryanair und Co. an Ihr Geld

10.05.2010, 09:43 Uhr | M. Roman, t-online.de

Billigflieger: So wollen Ryanair und Co. an Ihr Geld. Studie zu Billigfliegern: So wird bei den Gebühren getrickst (Foto: dpa)

Studie zu Billigfliegern: So wird bei den Gebühren getrickst (Foto: dpa)

Die Zeiten, in denen auf Lockpreise im Internet einfach saftige Service- und Flughafen-Gebühren aufgeschlagen wurden, sind vorbei. Doch der Einfallsreichtum der Billigflieger kennt keine Grenzen: Mit Gebühren für Dienstleistungen, die bei anderen Airlines selbstverständlich sind, machen Ryanair, Easyjet und Co. ihren Profit. Wir verraten, bei welchen Gesellschaften Sie was bezahlen müssen. Sehen Sie die Gebühren der Billigflieger auch in unserer Übersicht.

Ryanair: Preiserhöhung für die Sommermonate

Am einfallsreichsten lässt sich Ryanair Methoden für Gebühren einfallen: Auch wenn frühere Vorschläge wie WC-Gebühr oder "Fat Tax" bislang nicht umgesetzt wurden, kommt auf die Kunden einiges an zusätzlichen Gebühren zu. Bekanntestes Beispiel: Die 2006 eingeführte Gepäckgebühr, die für jedes aufgegebene Gepäckstück anfällt und regelmäßig erhöht wird. Erst im April kündigte Ryanair an, die Gebühr für Juli und August um 5 Euro auf 20 Euro für das erste Gepäckstück zu erhöhen - pro Strecke und Fluggast. Wer für den Sommerurlaub also mehr als die von Ryanair erlaubten zehn Kilo im Handgepäck mit sich führen will, zahlt mindestens vierzig Euro bei Hin- und Rückflug drauf. Zudem schreibt Ryanair seit Oktober 2009 den Online-Check-In vor, der ebenfalls mit fünf Euro pro Strecke zu Buche schlägt. Selbst bei der Bezahlung bittet der Billigflieger zur Kasse: Nur wer mit einer wenig verbreiteten Mastercard Prepaid (nicht zu Verwechseln mit einer regulären Mastercard-Kreditkarte) bezahlt, spart sich die fünf Euro Verwaltungsgebühr pro Person und Strecke.

Easyjet: Extra-Gebühren bei mehr als 20 Kilo

Auch der Billigflieger Easyjet bittet seine Kunden für aufgegebenes Gepäck zur Kasse, mit 11 Euro pro Passagier, Gepäckstück und Strecke. Zusätzlich verlangt Easyjet einen Aufschlag, wenn das aufgegebene Gepäck schwerer als 20 Kilo wiegt - auch bei mehreren bezahlten Gepäckstücken. Dieser Zuschlag liegt bei 27 Euro pro drei Kilo Mehrgewicht. Wer also beispielsweise mit zwei Koffern fliegt, die gemeinsam 23 Kilo wiegen, zahlt pro Strecke einen Zuschlag von 49 Euro (je Gepäckstück 11 Euro, Gesamtgewicht von 23 Kilo 27 Euro). Auch Easyjet bittet bei der Buchung zur Kasse: Vier Euro fallen immer, auch bei Lastschriftzahlung, an, dazu kommen Kreditkartengebühren von mindestens 5,50 Euro. Kostenfrei ist die Buchung nur für Kunden mit Visa Electron Karten, die in Deutschland nicht sehr verbreitet ist.

Germanwings: Kombi-Paket für Rechenmuffel

Bei Germanwings ist zumindest die die Bezahlung per Lastschrift kostenfrei, für die Zahlung per Kreditkarte nimmt die Gesellschaft acht Euro. Beim Gepäck trennt Germanwings wie Easyjet Gewicht und Gepäckstücke. Jedes Gepäckstück kostet acht Euro pro Strecke. Unabhängig vom Gewicht kostet Übergepäck bis 30 Kilo eine Pauschale von 20 Euro, bei Anmeldung am Flughafen sogar 40 Euro. Wer nicht jede Gebühr einzeln nachschlagen will, bekommt bei Germanwings für 12,99 Euro eine Art Komplett-Paket. Darin enthalten sind die Zuschläge für ein Gepäckstück, die Sitzplatzreservierung und ein Snack und Getränk an Bord.

Air Berlin, Condor und Tuifly: Für den Sitzplatz extra zahlen

Auch Air Berlin, Condor und Tuifly verlangen Geld für Extra-Services, allen voran die Reservierung eines Sitzplatzes. Das kostet bei allen drei Fluggesellschaften zehn Euro pro Person und Strecke, die Langstrecke kostet bei Condor sogar noch einmal fünf Euro mehr. Zudem lassen sich bei den Gesellschaften vor dem Flug Pakete für schwereres Gepäck buchen, was für Fluggäste günstiger kommt, als am Flughafen Übergepäck-Aufschläge zu bezahlen. Weiterhin verlangen Air Berlin und Condor eine "Service Charge" genannte Verwaltungsgebühr von drei (Condor) bis zehn Euro (Air Berlin) pro Strecke und Person. Bei Air Berlin (fünf Euro) und Tuifly (acht Euro) kommen zudem noch einmal Zuschläge je Strecke hinzu, wenn mit Kreditkarte statt Lastschrift bezahlt wird.

Weitere Gebühren in Aussicht?

Ein Blick über den großen Teich verrät, dass wir wohl auch in Zukunft mit weiteren Gebühren rechnen dürfen. Die amerikanische Spirit Airlines erhebt seit Mitte April Gebühren für das Handgepäck, wenn es zu groß ist, um unter dem Sitz verstaut zu werden. Der Zuschlag ist sogar noch höher, als der für aufgegebenes Gepäck. Hintergrund sei laut ABC News, dass unter Passagieren ein regelrechter Kampf um die Gepäckfächer im Passagierraum ausbräche. Denn viele Fluggäste versuchten so, sich die Zusatz-Kosten für aufzugebendes Gepäck zu sparen. Sollte sich die neue Gebühr bei Spirit bewähren, dürfte es nicht lange dauern, bis auch die ersten Airlines in Europa damit experimentieren.

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