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A380: Taufe in Frankfurt am Main

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Neuer XXL-Flieger  

Lufthansa startet mit Super-Airbus in neue Ära

19.05.2010, 10:41 Uhr | dpa/sure, dpa

A380: Taufe in Frankfurt am Main. Der A380 ist in Frankfurt gelandet. (Foto: Reuters)

Der A380 ist in Frankfurt gelandet. (Foto: Reuters)

Mit der Auslieferung ihres ersten Super-Airbus A380 startet die Lufthansa in eine neue Ära. Am Mittwoch landete die Maschine mit 380 geladenen Gästen in Frankfurt, wo der zentrale Stützpunkt der 15 von Lufthansa bestellten Großraumjets sein wird. Zuvor hatte Hersteller Airbus das Flugzeug in Hamburg an Lufthansa übergeben. Begleitet wurde der Gigant mit Platz für 526 Passagiere beim Landeanflug von dem historischen Propellerflugzeug Tante Ju, die neben dem neuen Flagschiff der Lufthansa winzig wirkte. Vor dem Aufsetzen zogen beide Maschinen noch eine Platzrunde über dem Flughafen. Die Feuerwehr begrüßte den Jet trotz Regens mit einer riesigen Wasserfontäne, dann wurde die Maschine mit ihren zwei Passagierdecks in die A380-Wartungshalle gezogen, wo der Airbus um 19.40 Uhr auf den Namen seiner künftigen Heimatstadt getauft wurde: "Frankfurt am Main". Mit an Bord des ersten Lufthansa Airbus 380 war auch Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth, die Taufpatin des Megaliners. Einen Eindruck des Fliegers, auch von innen, geben die Bilder unserer Foto-Serie.

"Das ist eine neue Dimension des Fliegens"

"Wir sind froh, dass wir das Flugzeug jetzt in der Hand haben", sagte Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber nach der Landung. "Das ist eine neue Dimension des Fliegens", schwärmte Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU), der selbst schon mit einem A380 geflogen ist. Zugleich ergänzte er: "Für uns ist er ein Garant für ganz viele Arbeitsplätze." So wird die Lufthansa allein rund 360 Piloten für den Jet ausbilden, dazu kommen hunderte Mitarbeiter für die Kabine und für die Wartungsarbeiten am größten deutschen Flughafen. Airbus-Chef Thomas Enders sagte in Hamburg: "Airbus übergibt mit Stolz das modernste und umweltfreundlichste Flugzeug der Welt."

Lufthansa hat 15 Megaliner bestellt

Ab dem 11. Juni wird das neue Flaggschiff erstmals regulär auf der Strecke Frankfurt-Tokio eingesetzt. Zuvor bringt der mit 526 Sitzen versehene Jet am 6. Juni die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft nach Südafrika. Airbus hat bislang 202 Superjumbos verkauft und 27 Maschinen an Singapore Airlines, Emirates, Qantas und Air France ausgeliefert. Die Lufthansa hat 15 Modelle des A380 bestellt, in diesem Jahr werden insgesamt vier Maschinen ausgeliefert. Die Lufthansa setzt ihr neues Flaggschiff zunächst auf den Verbindungen nach Tokio, Peking und Johannesburg ein. Ob im nächsten Jahr weitere A380 in Dienst gestellt werden, lässt die Airline derzeit noch offen. Doch trotz aller Sparzwänge will sie bis 2015 wie geplant alle bestellten Superjumbos übernehmen.

Boarding über drei Gangways

Verglichen mit den bisher größten Passagierflugzeugen der "A-Klasse" Flotte haben über 150 Menschen zusätzlich Platz an Bord. Die Gepäckabfertigung und das Boarding entspricht dem Aufwand, "als ob man zwei Flugzeuge zugleich abfertigt", betont ein LH-Sprecher. Um einen reibungslosen Ablauf beim Einsteigen der Passagiere, die Gepäckbeladung und die technische Versorgung des Flugzeuges am Boden zu garantieren, seien diese Prozeduren in einer mehrjährigen Vorbereitungsphase entwickelt und getestet worden. Bis zu 70 Menschen seien im Einsatz, um das Flugzeug nach einer Landung innerhalb von nur 90 Minuten wieder startklar zu machen. Zum Einsteigen stehen nicht ein oder zwei Gangways oder "Finger", sondern insgesamt drei Finger zur Verfügung.

Mehr Passagiere, aber weniger Sprit und Lärm

Die Passagiere dürften auf den zwei Decks ein ganz neues Fluggefühl erfahren: 16 Türen, 220 Kabinenfenster, 22 Räder - die knapp 350 Millionen Dollar teure A380 setzt in vielen Bereichen Superlative. Airbus-Sprecher Stefan Schaffrath glaubt, dass auch die Frankfurter Flughafen-Anwohner Grund zur Freude hätten: Denn der A380 befördere 40 Prozent mehr Passagiere als die B747, bei halb so viel Lärm. Und die Lufthansa will mit dem neuen Flugzeug Geld sparen: Auf einigen Strecken könne der A380 mit ihrer gewaltigen Kapazität pro Woche den einen oder anderen Flug mit kleineren Maschinen überflüssig machen, sagt Luftfahrt-Analyst Hellgren. Der Spritverbrauch pro Passagier soll zudem um 13 Prozent geringer sein als beim betagten Jumbojet.

Mehr Platz auch in der Holzklasse

Und noch einige Superlativen des A380: Für bis zu 420 Fluggäste in der Economy-Class im unteren Deck ergibt sich ein bisher aus Flugzeugen nicht gekannter Raumeindruck mit senkrechten Wänden und ebener Decke. Der Fortschritt liegt im Detail: Ein bisschen mehr Beinfreiheit und ergonomisch besserer Sitzkomfort, ein Bildschirm für das neue Unterhaltungssystem an jedem Platz, die bekannten Farben blau und grau. Auf den 98 Plätzen der Business-Class im Obergeschoss des Riesenfliegers geht es gehobener zu. Doch besonders gerne berichtet der Leiter Produktmanagement und Innovationen der Lufthansa, Christian Körfgen, vom Prunkstück der Maschine. Acht zahlungskräftige Passagiere in der First-Class können auf der Langstrecke sogar so etwas wie Privatsphäre genießen. Aus dem Sessel wird ein vollwertiges Bett, mehr als zwei Meter lang und 80 Zentimeter breit. Die einzelnen Schlafstätten können von ausfahrbaren Wänden individuell getrennt werden.

Badezimmer in der First-Class

Der Bettkomfort wurde bei zahlreichen Testflügen erprobt. "Wir hatten von unseren Gästen Rückmeldungen, dass sie bei uns an Bord besser geschlafen haben als im Hotel. Die Crew musste die Gäste häufig zur Landung wecken", versichert Körfgen. Es gibt vollwertiges Bettzeug und Lufthansa-Pyjamas. Jedem Fluggast steht ein abschließbarer Schrank zu Verfügung, und nach dem Schlafen teilen sich die First-Class-Gäste zwei Badezimmer, die mit normalen Flugzeugtoiletten nichts zu tun haben. So viel Luxus ist von etwa 10.000 Euro aufwärts zu haben. "Das ist nicht teurer als vorher", versichert Lufthansa-Sprecher Michael Lamberty. Was für die Fluggäste nur indirekt wichtig ist: Dem Kabinenpersonal, 21 Frauen und Männern, stehen in dem nach Listenpreis 346 Millionen US-Dollar teueren Flugzeug neu durchdachte Küchen zur Verfügung. So gibt es zum Beispiel ein besseres Entsorgungskonzept für Flüssigkeiten. Ihre vorgeschriebenen Erholungszeiten verbringen die Crewmitglieder im Untergeschoss, wo sie zehn Schlafkabinen nutzen können. Für alle an Bord ein Fortschritt: "Der Airbus A380 liegt sehr stabil in der Luft und ist leise", verspricht Körfgen. Wenn der Airbus A380 einmal länger ruht, geschieht das lediglich zu Wartungszwecken. Dafür wurde in Frankfurt, der Heimatbasis der gesamten A380-Flotte, eigens eine 49.000 Quadratmeter große Halle gebaut. Sie entspricht der Größe von etwa sieben Fußballfeldern.

Winkehände und Erinnerungsfotos für Zaungäste

Besucherinnen und Besucher des Airports können den Megaliner übrigens am 27. Mai noch einmal in Augenschein nehmen. Von 14 bis 19:30 Uhr steht die Maschine zu einem Abfertigungstest an einer Gebäudeposition, die von der Besucherterrasse gut einzusehen ist. Auf den Flughafenrundfahrten wird Besuchern eine noch direktere Vorfeldperspektive auf den Megaliner geboten. Wenn die Deutsche Fußballnationalmannschaft am 6. Juni gegen 20:30 Uhr mit dem A380 Richtung Johannesburg abhebt, kann man die WM-Kicker gebührend verabschieden: Auf der Besucherterrasse des Rhein-Main-Flughafens werden kostenlose Winkehände in den deutschen Nationalfarben verteilt. An allen drei Terminen lädt Flughafenbetreiber Fraport auch zu besonderen Aktionen für die ganze Familie ein. Kinder im Alter bis einschließlich 15 Jahre haben freien Eintritt zur Besucherterrasse und nehmen kostenlos an Einzelrundfahrten teil. Für die kleinsten Gäste gibt es ein Kinderschminken besonderer Art, mit Mini A380 und anderen Motiven. Für Groß und Klein gibt es ein weiteres Programmhighlight auf der Besucherterrasse: Dort erhält jeder Gast zur Erinnerung ein Gratis-Porträtfoto. Am 6. Juni werden am Rundfahrtenschalter in der Airport City Mall Frankfurt (Terminal 1) außergewöhnliche Flughafen-Erlebnisse verlost. Hauptgewinne sind Fahrten im A380-Schlepper und im Follow-me-Fahrzeug. Außerdem gibt es attraktive Airport-Shopping-Aktionen, unter anderem mit Live-Musik und Gewinnspielen.

Weitere Informationen

Im Internet: http://a380.lufthansa.com

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