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Originelle Spucktüten der Airlines

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Originelle Spucktüten der Airlines„Ganz easy hier ryan!“

18.08.2010, 09:48 Uhr | Susanne Reininger

Originelle Spucktüten der Airlines. Spucktüten wie diese sind begehrte Sammlerstücke.  (Foto: HLX/ Virgin Atlantic)

Spucktüten wie diese sind begehrte Sammlerstücke. (Foto: HLX/ Virgin Atlantic)

Ihr Standardmaß beträgt 237 mal 125 Millimeter und sie fasst exakt 2,4 Liter. Meist bleibt sie in der Tasche der Rückenlehne verborgen, lieblos eingeklemmt zwischen Bordmagazin und Zeitungen. Für den Ernstfall ist die Spucktüte jedoch eine ungemein praktische Erfindung. Ob Billigflieger oder Linienairline – in jedem Flieger gehört die genormte Papiertasche neben Schwimmweste und Sauerstoffmaske zur Grundausstattung für jeden Fluggast. Für die einen ist sie banaler Gebrauchsgegenstand, für die anderen heiß begehrtes Sammelobjekt. Auch wir haben uns auf die Jagd begeben und die originellsten Spucktüten der Airlines in einer Foto-Serie zusammengestellt. Mussten Sie schon einmal Gebrauch von einer Kotztüte machen? Stimmen Sie rechts ab!

Kotztüte wird auch multifunktional genutzt

"Beg Mabuk Udara" heißt die Erste Hilfe bei Übelkeit über den Wolken auf malaysisch, "Bolsa de Marco" auf mexikanisch; melodiöser klingt’s im Französischen: "Sac pour le mal de l’air" und etwas holprig kommt das "Speibsackerl" (Niki Air) im Österreichischen daher. International wird die Spucktüte nüchtern "Air Sickness Bag" genannt. Eine Tüte ist eine Tüte ist eine Tüte – sollte man meinen. Aber so einfach ist die Sache nicht, denn manche Fluglinie nutzt herkömmliche Spucktüten als Mehrzwecktasche. So waren bei der Schweizerische Fluggesellschaft Cross Air sowie bei den beiden Billigflieger Easy Jet und Ryanair eine "Dual Purpose Sick Bag" im Einsatz: Diese Tüten konnten nicht nur den Mageninhalt bis maximal 2,4 Liter aufnehmen, sondern stattdessen auch einen Negativfilm oder digitales Pendant. Dieses konnte der Fluggast kostenfrei innerhalb des jeweiligen Heimatlandes der Airline – in der Schweiz oder Großbritannien - an eine auf der Tüte aufgedruckte Adresse schicken. Kurze Zeit später erhielt er dann die entwickelten Photos zurück.

Kotztütenpremiere im Jahr 1925

Die erste Spucktüte soll im Jahr 1925 bei einem turbulenten Flug von Moskau nach Berlin zum Einsatz gekommen sein. Seitdem gehört das praktische Bordzubehör aus reißfestem Papier und wasserdichter Innenfolie bei allen Fluglinien zur unverzichtbaren Grundausstattung: je nach Airline asketisch in Unifarben und nüchternem Logo oder mit roten Pasley-Blüten (Air India Express), mit einem braven "Gute Besserung!" (TUI) oder frechen Sprüchen von HLX wie "Das sollten Sie besser für sich behalten!". Kein Wunder, dass so mancher Fluggast als erstes in die Sitztasche schaut und die Tüte sorgsam im Handgepäck verstaut, wenn es sich um ein neues Sammelobjekt handeln könnte. Mancher Sammler bringt es auf tausende von Kotztüten, die schönsten davon werden sogar bei Ebay gehandelt – für bis zu 230 Euro für ein historisches Stück aus dem Jahr 1936. Im Internet haben sich Sammler aus aller Welt in Foren zusammengetan, um ihre neusten Stücke zu präsentieren - so beispielsweise unter http://www.airsicknessbags.com/.

Kotztüte wurde zum Kultobjekt

Auch die britische Airline Virgin Atlantic hat den Kult um die Kotzbeutel erkannt und im Jahr 2005 eine "limited edition" in Auftrag gegeben, die von jungen Designern aus aller Welt gestaltet wurde. Falls Sie sich auch unter die Sammler begeben möchten, zum Schluss noch ein praktischer Tipp: Um Gebrauchsspuren wie zum Beispiel Kaugummi auf schönen Tüten zu entfernen, sollte man das Sammlerstück für einige Stunden in die Tiefkühltruhe legen. Tief gefroren lässt sich Kaugummi mühelos entfernen, ohne das Papier zu beschädigen. Schade nur, dass so manche Kulttüte langlebiger ist als die Airline. So sind die Airlines HLX und Hapagfly Anfang 2006 vom Markt verschwunden – obwohl sie erst einige Jahre zuvor gegründet wurden. 

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