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Stehsitze im Flugzeug: Firma stellt erste Prototypen seines "SkyRiders" vor

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Firma stellt erste Stehsitze im Flugzeug vor

10.09.2010, 10:11 Uhr | sew/zto, t-online.de

Endlich ist Boarding-Zeit. Die Passagiere zwängen sich durch den viel zu engen Gang im Flieger. Während der Vordermann in aller Ruhe sein Gepäck verstaut, warten die Mitreisenden schon ganz ungeduldig darauf, ihren Sitzplatz zu erreichen. So manch einer ist schön genervt - bevor die Maschine überhaupt abgehoben hat. Viel einfacher und zeitsparender wäre es, wenn es stattdessen Stehplätze gäbe. Die Firma Aviointeriors Group stellt auf der Messe Aircraft Interiors Expo Americas conference in Long Beach in den USA ihre neuen Stehsitze namens "SkyRider" vor. Im Stehen fliegen - was halten Sie davon? Stimmen Sie rechts ab!

Platzersparnis könnte Tickets günstiger machen

Die italienische Firma Aviointeriors hat sich die platzsparenden Sitze namens "SkyRider" patentieren lassen und ist zuversichtlich, dass die Sitze bei den Fluggesellschaften auf großes Interesse stoßen, so berichtet USA Today. Der Firmendirektor, Dominique Menoud, sieht die Sitze als "gutes Verkaufsargument". Airlines könnten nach Vorstellungen von Aviointeriors die Sitzreihen mit den "SkyRider"-Sitzen günstiger verkaufen und das Flugzeug maximal auslasten. Angeblich soll die aufrechte Position, die die Passagiere auf den Sitzen einnehmen, laut Gaetano Perugini, Entwickler bei Aviointeriors, "bequem und gesund" sein. 58,42 Zentimeter misst der Abstand zwischen Sitzplatz und der nächsten Sitzreihe, normal sind 84 Zentimeter. Das dürfte Fluggesellschaften wie Ryanair interessieren. Die irische Fluglinie kündigte im letzten Jahr an, Stehplätze einzuführen. Ryanair-Chef Michael O'Leary sprach von Barhocker-ähnlichen Stühlen auf die Passagiere angeschnallt werden sollen, die dann weniger für das Ticket bezahlen oder sogar gratis fliegen sollen. O'Leary sagte damals dem Sender Sky News, er habe die Stehplatz-Idee von der chinesischen Airline Spring. Diese habe angegeben, durch die Hocker-Plätze bis zu 50 Prozent mehr Passagiere in die Flugzeuge quetschen und die Kosten um 20 Prozent senken zu können.

Mehr Platz für mehr Passagiere

Auch die Firma Solutions Design & Branding Companies AG sorgte vor zwei Jahren mit Entwürfen für Stehplätze im Flieger für Aufsehen. Und so sieht der visionäre Entwurf aus: Der Rumpf des Flugzeuges ist von sämtlichem Mobiliar befreit. Sind die Passagiere an Bord, können sie in direkter Linie ihren Platz erreichen. Durch in den Boden eingelassene Nummern erfährt der Fluggast, wo er sich positionieren soll. Hat er seinen Platz erreicht, öffnet sich die Box an der Decke und ein Bügelgestell fährt aus, in das sich der Fluggast stehend hineinlehnen kann. Eine weitere Änderung betrifft das Handgepäck. Es wird nicht mehr über dem Kopf verstaut, sondern im Boden, zu Füßen des Reisenden. Aus der stehenden Positionierung würde sich ein weiterer Vorteil ergeben: Wesentlich mehr Passagiere könnten transportiert werden. Dies hätte nicht nur eine höhere Wirtschaftlichkeit für Luftfahrtunternehmen zur Folge, sondern wäre zudem auch umweltschonender.

Viel Komfort samt Unterhaltungsprogramm

Auch der Bügelsitz aus gepolsterten und ergonomisch geformten Modulen, die mittels Gelenk verbunden sind, würden dem Passagier größtmöglichen Komfort bieten. Durch die Körper umschließende Form ist darüber hinaus auch der nötige Halt bei Start, Landung oder Turbulenzen in der Luft gewährleistet. Die Sicherheitsanforderungen wären somit erfüllt. Selbst auf Entertainment müsste nicht verzichtet werden. Das Unterhaltungsprogramm wäre ebenso in den Stehsitz integriert - genauso wie die Möglichkeit, Speisen und Getränke abzustellen oder Zeitschriften abzulegen.

Eher eine Vision für Kurzstreckenflüge

Undenkbar wäre das Konzept bei Langstreckenflügen - schließlich möchte niemand zehn Stunden lang stehen. Dafür ist es aber wie geschaffen für Kurzstrecken. Insbesondere Geschäftsreisende, die auf eine schnelle und reibungslose Abwicklung angewiesen sind, würden das Konzept willkommen heißen und könnten so viel Zeit sparen.

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