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Spanien-Streik: Folgen für tausende Fluggäste

29.09.2010, 14:45 Uhr | AFP, dpa

Generalstreik Spanien: Folgen für tausende Fluggäste. Leere Startbahn in Madrid (Symbolbild: imago)

Leere Startbahn in Madrid (Symbolbild: imago)

Der Generalstreik im Urlaubsland Spanien hat die Reisepläne tausender Fluggäste durcheinandergebracht. Allein am größten deutschen Flughafen in Frankfurt fielen am Mittwoch 22 Flüge von und nach Spanien aus. Auch in Stuttgart, Köln/Bonn, Berlin, Hamburg, Stuttgart und mehreren Regional-Airports wurden einzelne Verbindungen annulliert oder verschoben. Die Lufthansa reduzierte ihr Spanien-Programm um ein Drittel, das aber planmäßig bedient werden sollte. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin strich ebenfalls einige Starts. In den Terminals entstand aber meist kein größeres Gedränge. Viele Reisende waren vorab informiert, die Regelungen der einzelnen Reiseanbieter und Airlines finden Sie in unserer Klick-Show.

Viele Passagiere buchten um

Die Abfertigung in Spanien funktioniere, und die Passagiere hätten von Umbuchungsmöglichkeiten reichlich Gebrauch gemacht, sagte ein Lufthansa-Sprecher in Frankfurt. Auf den verbleibenden Verbindungen setzte Europas größte Fluggesellschaft größere Maschinen ein. So habe man auf der Strecke Madrid-Frankfurt einen Airbus A 319 durch einen A 321 ersetzt, der rund 80 Plätze mehr habe. Bei Air Berlin ging die erste Welle der morgendlichen Starts von Deutschland gut heraus, wie eine Sprecherin sagte. Einige innerspanische Flüge und Verbindungen von Deutschland nach Spanien seien aber gestrichen worden. Air Berlin betreibt auf der spanischen Ferieninsel Mallorca ein Drehkreuz.

Mehr als 60 Prozent der Flüge abgewickelt

Trotz des Streiks gegen eine umstrittene Arbeitsmarktreform wurden auf den spanischen Flughäfen bis 10.00 Uhr 517 von 815 geplanten Flügen abgewickelt, wie es bei der Flughafenbehörde AENA hieß. Auf dem Flughafen Son Sant Joan auf Mallorca waren es 76 von 138 Flügen. Es kam zu Verspätungen, die Frühmaschinen von Air Berlin, Easyjet, Ryanair und Lufthansa hoben aber ab. Die spanische Regierung hatte mit den Gewerkschaften vereinbart, dass auf europäischen Routen mindestens 20 Prozent der Flüge aufrechterhalten werden sollten.

Auf Mallorca keine größeren Schwierigkeiten

Der Reisekonzern Thomas Cook ("Neckermann") berichtete, dass es selbst auf Mallorca keine größeren Schwierigkeiten gegeben habe, da viele Gäste auf andere Tage ausgewichen seien. Zudem sei ein großer Teil der Flughafenbelegschaft trotz Streikaufrufs arbeiten gegangen. Der Ferienflieger Condor hatte einige Flüge auf Dienstag vorverlegt. "Es läuft alles total normal, selbst die Bustransfers zu den spanischen Flughafen verlaufen problemlos", sagte Daniela Sauerwald, Sprecherin der Rewe-Touristik. Es habe nur wenige Anrufe bei der eingerichteten Service-Hotline für Touristen gegeben.

Keine überlangen Schlangen in Frankfurt

Im Frankfurter Flughafen bildeten sich vor den Abflugschaltern keine überlangen Schlangen. Nur wenige Spanien-Reisende waren nicht informiert. Am Köln-Bonner Flughafen waren rund 600 Passagiere von dem Ausfall von vier Flügen betroffen. "Wir haben schon schlimmere Situationen erlebt - etwa die Flugausfälle aufgrund der Aschewolke in Island", sagte ein Sprecher. In Düsseldorf fielen von 60 Flügen von und nach Spanien sechs aus, in Stuttgart 14 von 24. In Berlin-Tegel wurden zwei Starts der spanischen Iberia nach Madrid gestrichen. Zu spüren waren Auswirkungen auch auf kleineren Flughäfen, die meist Billigflieger ansteuern. Am Hunsrück-Airport Hahn wurden sechs Flüge gestrichen. Am Niederrhein-Airport in Weeze fielen vier von sechs Spanien-Flügen aus. In Münster/Osnabrück starteten alle Flüge pünktlich - zwei Starts waren aber auf Dienstag verlegt worden.

Verspätung wegen des Streiks: Kein Anspruch auf Schadenersatz

Wer wegen des Generalstreiks in Spanien erst verspätet in den Urlaub fliegen kann, hat keinen Anspruch auf Schadenersatz. "Ein Generalstreik ist höhere Gewalt, da kann die Airline nichts dafür", sagte Prof. Ernst Führich von der Hochschule Kempten. Die Passagiere könnten also weder bei einer Stornierung die höheren Kosten für einen neuen Flug einfordern, noch Geld wegen entgangener Urlaubsfreuden fordern. "Aber die Airline muss die Passagiere betreuen", sagte Führich. Das gleiche gelte für die Beeinträchtigungen wegen des spontanen Fluglotsenstreiks am Dienstag in Belgien.

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