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Ryanair kündigt höhere Ticketpreise an

23.05.2011, 15:24 Uhr | dpa

Ryanair kündigt höhere Ticketpreise an. Ryanair-Maschine (Foto: dpa)

Ryanair-Maschine (Foto: dpa)

Hiobsbotschaft für viele Flugreisende: Nach Easyjet kündigt mit Ryanair nun auch Europas Nummer 1 unter den Billigfliegern höhere Preise an. Die Iren rechnen im Schnitt mit zwölf Prozent mehr pro Passagier.

Easyjet denkt über Preiserhöhung nach

Die Fluggäste von Billigfliegern müssen sich auf höhere Ticketpreise einstellen. Nachdem die britische Easyjet ein "Nachdenken" über Preiserhöhungen angekündigt hat, will nun auch der europäische Marktführer, die irische Billiglinie Ryanair, höhere Spritkosten mit steigenden Preisen für die Kunden auffangen. Nach vorsichtigen Schätzungen werde der durchschnittliche Ticketpreis im laufenden Jahr um zwölf Prozent steigen, kündigte Ryanair an. Vorstandschef Michael O'Leary sagte weiter, der Konsolidierungsprozess mit weiteren Streckenschließungen im EU-Raum werde fortgesetzt. Ryanair hatte bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011 (31. März) unrentable Flugverbindungen gestrichen, darunter auch in Deutschland. Auch der Winterflugplan müsse ausgedünnt werden, sagte O'Leary.


Höhere Kerosinpreise - teurere Tickets

Der irische Billigflieger hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz Aschewolke, hoher Kerosinpreise und neuer Ticketsteuer deutlich mehr verdient. Unter dem Strich blieben dem Unternehmen in den zwölf Monaten bis Ende März 375 Millionen Euro, rund 23 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz wuchs trotz der Streckenstreichungen um 21 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet O'Leary, dass die Zahl der Fluggäste von 72 Millionen im abgelaufenen Jahr um weitere vier Prozent auf 75 Millionen zulegt. Die Ticketpreise dürften so weit steigen, dass das Unternehmen damit die höheren Kosten - etwa für Treibstoff - auffangen kann. Der Überschuss dürfte rund 400 Millionen Euro erreichen. Dies wäre etwa so viel, wie die Gesellschaft im abgelaufenen Jahr 2010/2011 verdient hätte, wenn man die Flugausfälle infolge des Vulkanausbruchs in Island im April 2010 herausrechnet. Ryanair fliegt derzeit mit einer Flotte von 272 Maschinen des Typs Boeing 737-800 auf 1300 Routen 160 Flughäfen in Europa und Nordafrika an.

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