Startseite
Sie sind hier: Home > Reisen > Reiseservices > Fluginfos >

Golfplatz an Bord - Airbus plant die Kabine der Zukunft

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Golfplatz an Bord - Airbus plant die Kabine der Zukunft

14.06.2011, 13:33 Uhr

Golfplatz an Bord - Airbus plant die Kabine der Zukunft. Airbus der Zukunft: 360-Grad-Panaroma in der Glaskuppel-Kabine (Grafik: Airbus Handout/dpa)

Airbus der Zukunft: 360-Grad-Panaroma in der Glaskuppel-Kabine (Grafik: Airbus Handout/dpa)

Trockene, abgestandene Kabinenluft, enge Sitze, überfüllte Fächer fürs Handgepäck: Der Passagier des Jahres 2011 muss schon ein wahrer Enthusiast sein, wenn er Fliegen schön findet. Die Ingenieure des europäischen Flugzeugbauers Airbus haben Trost: In 40 Jahren wird alles besser. Das Fliegen im Jahr 2050 wird ein richtiger Genuss, mit 360-Grad-Panaroma in der Glaskuppel-Kabine und virtuellem Golfplatz an Bord. Erste Grafiken der Zukunftsvisionen sehen Sie in unserer Foto-Show.

Sitze sollen sich der Körperform anpassen

Alles nur ein Hirngespinst? "Ingenieure träumen", sagt Airbus-Entwicklungschef Charles Champion im Planetarium von Greenwich bei London. Doch einige der Visionen würden schon jetzt umgesetzt und seien vielleicht schon in zehn Jahren Realität, meint der Franzose. So will Airbus künftig die Körperwärme seiner Passagiere einfangen, um einen Teil der Energie für den Kabinenbetrieb zu sparen. Die Sitze, aus nachwachsenden, sich selbst reinigenden Materialien gefertigt, sollen sich der Körperform anpassen. Damit soll auch dem Problem zunehmend übergewichtiger Passagiere begegnet werden. Das bisherige Klassensystem von First Class, Business Class und Economy Class soll aufgelöst werden. "Das ist es nicht, was die Leute wollen", sagt Champion. Stattdessen soll es individuelle Sitzanordnungen geben.

Von der virtuellen Golfpartie bis zur Gute-Nacht-Geschichte per Fernschaltung

In Revitalisierungszonen ist die Luft mit Vitaminen angereichert, in Interaktionszonen können die Passagiere hoch über den Wolken virtuell Golf spielen, oder shoppen gehen und die neueste Mode in virtuellen Umkleidekabinen anprobieren. Selbstverständlich besteht während des Fluges volle Kommunikation zum Boden. Nicht nur die Teilnahme an Konferenzen für Geschäftsleute ist aus 10.000 Meter Flughöhe möglich. Auch die Gute-Nacht-Geschichte für die Kleinen zu Hause kann Papa aus dem Flugzeug vorlesen. Gleichzeitig sind durch die gläserne Kabinenkuppel die gerade überflogenen Berggipfel zu sehen - mit Namen und Höhenangabe.

Langfristiger Wachstum bei Flugbranche erwartet

Die Kabine der Zukunft, orientiert am Körperbau von Vögeln, ist Teil eines Gesamtkonzepts von Airbus für das Jahr 2050. Firmenchef Thomas Enders geht davon aus, dass die Nachfrage nach Flugzeugen weltweit steigen wird - trotz der gegenwärtigen Probleme vieler Fluggesellschaften, vor allem in Europa. "Die Luftfahrt befindet sich weiter auf einem langfristigen Wachstumspfad wie kaum eine andere Branche", sagte er kürzlich der "Welt am Sonntag". Schon jetzt trage die Luftfahrt mit acht Prozent oder umgerechnet 402 Milliarden Euros zum europäischen Brutto-Inlandsprodukt bei, rechnet Airbus vor. 33 Millionen Menschen weltweit sind im Luftverkehr tätig.

Visionen reichen bis zu fliegenden Flugzeugträgern

Airbus-Entwickler Champion sieht vor allem drei Herausforderungen für die Zukunft. "Die Menschen wollen billig, effizient und umweltfreundlich fliegen", sagt er. Darauf müsse die Branche Antworten finden. Deshalb müsse der Flugverkehr in einigen Jahrzehnten komplett anders aussehen als heute. 2050 gelte es, neun Milliarden Erdenbürger von A nach B zu bringen. "Wir müssen die Luft nutzen, um die Erde zu schonen", lautet das nicht ganz uneigennützige Motto bei Airbus. Genug Platz sei da: Mit neuer Sicherheitstechnik könne der Luftverkehr leicht verfünffacht werden. Dann könnten Flugzeuge vielleicht nicht mehr notwendigerweise einzeln, sondern in Formationen fliegen und während des Flugs aneinander andocken, um gemeinsam Sprit zu sparen. Auch die Vision von riesigen, fliegenden Flugzeugträgern, auf denen Passagierflugzeuge in der Luft landen und sich "mitnehmen" lassen, spukt in den Köpfen der Entwickler.

Flughäfen sollen zukünftig auch keine Gates haben

Die Flughäfen der Zukunft haben nach den Airbus-Visionen keine Gates mehr. Die Flugzeuge rollen wie ein U-Bahn-Zug in einen Bahnhof ein, die Passagiere steigen über mehrere Zugänge zügig ins Flugzeug, werden über Touchscreens erfasst und geben ihr Gepäck, das sie während des gesamten Fluges beobachten können, erst in der Kabine auf einem Rollband ab. In den Airports sieht Airbus-Entwickler Champion derzeit einen der limitierenden Faktoren der Luftfahrt. "Wir können uns viele schöne Sachen ausdenken, wenn das Flugzeug aber 40 Minuten über Heathrow fliegt und auf die Landung warten muss, ist vieles wieder verloren."

Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie ein Fan von t-online.de Reisen! 

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Wahnsinn 
Cleverer Hund überwindet Gartenzaun mit Trick

Kaum zu glauben, wie der Hund es schafft zu seinen Freunden zu gelangen. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Reisethemen von A bis Z

Anzeige
shopping-portal