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Air Berlin: Schwäbische Durchsage kommt gut an

05.09.2011, 17:08 Uhr | dpa, dapd, t-online.de

Air Berlin: Schwäbische Durchsage kommt gut an. Eine Maschine von Air Berlin. (Quelle: imago)

Eine Maschine von Air Berlin. (Quelle: imago)

Bei der Fluggesellschaft Air Berlin könnte es in Zukunft Durchsagen in verschiedenen Dialekten geben. "Es bleibt unseren Flugbegleitern freigestellt, im Anschluss an ihre Sicherheitsdurchsagen in Deutsch und Englisch auch eine im Dialekt zu machen", sagte eine Sprecherin. Eine Stewardess hatte auf einem Flug von Hamburg nach Stuttgart die Gäste auf Schwäbisch verabschiedet. Ein Fahrgast hatte die Durchsage mit dem Handy aufgenommen und anschließend bei dem Videodienst You Tube hochgeladen. Die Air-Berlin-Sprecherin sagte, die Aktion sei "durchweg positiv angekommen". Pläne für regelmäßige Durchsagen dieser Art gibt es laut Sprecherin zwar nicht. Bei einer Umfrage auf der Facebook-Seite des Unternehmens wurden aber vor allem Kölsch, Fränkisch, Sächsisch und Berlinerisch gewünscht.

Spontane Aktion wird You-Tube-Hit

"Send se so freindlich und bleibed bidde so lang hogga bis des Lemble mit dem Gurt druff nemme leichded. (...) Mir hoffed, Ihne gfellds im Schwobaländle", verabschiedete Stewardess Michaela Bahnmüller neulich die Passagiere bei der Landung in Stuttgart und wünschte "a gmüdliche Hoimfahrd, kommet se guad ens Neschd". "Das war eine relativ spontane Aktion", sagte sie der Online-Ausgabe der "Stuttgarter Zeitung". Sie habe mit einer Kollegin überlegt, auch mal eine Durchsage auf Schwäbisch zu machen. "In Hamburg müssen wir uns schließlich anstrengen, Hochdeutsch zu reden, damit uns die Fluggäste verstehen." Einer der Passagiere nahm die Ansage auf und stellte sie vor ein paar Tagen ins Internet. Bis zum Sonntagmittag hatten sich schon mehr als 330.000 User den Clip angehört. "So und well mir Schwoba ja bekanntlich älls außer Hochdeutsch kennet hem mer des ganze jetztetle au no auf schwäbisch", freut sich ein Kommentator.

Dialekt Durchsagen nur auf passenden Flügen

Bahnmüller verfällt nicht bei jedem Flug in ihre Muttersprache: "Wir machen diese Bordansage auch nur, wenn überwiegend schwäbische Fluggäste an Bord sind." Diese werden gewarnt: "Bassed se bidde uf, wenn se d'Schadulla öffned, dass ihne dr Kladaradadsch ned uf da Dätz fliagd." Vielleicht ist das ein Weg, damit die Passagiere den Ansagen und Sicherheitshinweisen wieder mehr Aufmerksamkeit widmen. Bei immer wieder demselben Text, immer wieder denselben Vorführungen schalten Vielflieger gerne mal ab. Andere Fluggesellschaften haben schon auf unterschiedliche Art versucht, für mehr Beachtung zu sorgen: mit rappenden und tanzenden Stewards oder einem Clip, in dem Kinder die Rollen der Piloten, Flugbegleiter und Passagiere übernehmen.

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