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Flugzeug-Anekdoten: "Jetzt können Sie glücklich sterben"

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Flugzeug-Anekdoten: "Jetzt können Sie glücklich sterben"

09.12.2011, 15:55 Uhr | Spiegel Online

Flugzeug-Anekdoten: "Jetzt können Sie glücklich sterben". Wenn Piloten Witze über die Sprechanlage machen, kann nicht jeder Passagier darüber lachen. (Foto: dpa)

Wenn Piloten Witze über die Sprechanlage machen, kann nicht jeder Passagier darüber lachen. (Foto: dpa)

10.000 Meter über dem Erdboden, eingeschlossen in einer Metallröhre - das allein ist schon eine Vorstellung, die mulmige Gefühle hervorruft. Wenn das Flugzeug dann noch ruckelt, schuckelt oder ungewohnte Dinge tut, dann hilft oft nur noch Galgenhumor - oder ein cooler Spruch aus dem Cockpit. SPIEGEL-ONLINE-Leser haben viel zu berichten, wenn sie aus dem Flugzeug steigen - von der Crew und über ihre Mitreisenden, aus nahen und fernen Ländern, über technische Pannen oder Turbulenzen. Ihre Erlebnisse füllten schon ein ganzes Buch: "Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt". Doch noch immer erhält die Redaktion Dutzende amüsante Mails - hier sind die besten Anekdoten.

Bereit für den "glücklichen Tod"?

Wir wollten 1995 von Daressalam in Tansania nach Mombasa fliegen. Ich habe Flugangst, wurde aber noch panischer, als ich sah, dass es sich um eine winzige Propellermaschine handelte. Zudem hingen die Kabel locker im Cockpit herum, teilweise mit Tesa geklebt und ummantelt. Als ich zögerte und nicht einsteigen wollte, wollte der Pilot wissen, was denn los sei. Ich sagte, dass ich lieber nicht mit seiner Maschine fliegen wolle. Daraufhin fragte er mich ernst: "Haben Sie den Kilimandscharo gesehen?" Ich nickte. "Und haben Sie auch den Ngorongoro-Krater gesehen?" Wieder bejahte ich. Darauf strahlte er mich an: "Na dann! Sie haben all die wichtigen Dinge gesehen, jetzt können Sie glücklich sterben!" Was mich bis heute überrascht: Ich bin dann am Ende tatsächlich mit der Kiste geflogen, und wir sind auch wohlbehalten angekommen.
Wibke Baier, Hamburg

Schwimmwesten als Airbags

Vor ein paar Jahren auf einem Germanwings-Flug sagte die Stewardess während der Sicherheitseinweisung: "Unter Ihrem Sitz finden Sie die Schwimmwesten, wenn wir über Land fliegen, finden Sie an gleicher Stelle die Airbags." Schallendes Gelächter der Passagiere, aber auch einige verdutzte Gesichter. Auf dem gleichen Flug meldete sich der Kapitän: "Wir fliegen in 30.000 Fuß Höhe, das sind in etwa zehn Kilometer freier Fall."
Hans-Joachim Dörr, Schiffweiler

"Two to Toulouse"

Ich arbeite am Münchner Flughafen im Terminal 2, also dem der Lufthansa. Eigentlich ist die deutsche Fluglinie ein sehr seriöses Unternehmen. Aber wie ich feststellte, scheint da in der Abteilung, die die Flugnummern verteilt, ein Witzbold zu arbeiten. Diese Ansage wird nur vom Band abgespielt, weil wohl jeder Mensch, der ein wenig Humor hat, lachen müsste: " This is the final boarding call for your Lufthansa flight LH 2222 to Toulouse.
Esther Hundertmark

Disco-Stimmung über den Wolken

Ich war mit Austrian Airlines von Athen nach Wien unterwegs, ein wunderbar ereignisloser Flug. Allerdings spielte gleich nach der Landung die Elektronik verrückt: Sämtliche Leuchten in der Kabine blinkten wild an der Grenze zur Migräneattacke durcheinander. Der lapidare Kommentar der Stewardess dazu: "Meine Damen und Herren, dies ist unsere neue Disco-Beleuchtung!" Trotz Gelächter unter den Passagieren waren letzten Endes doch alle froh, den "Partyflieger" verlassen zu dürfen.
Thomas Mühlfellner, Wien

Landung unter der Erde?

Auf einem Flug von Bremen nach Stuttgart: Über dem Stuttgarter Flughafen lag - wie so oft - Nebel, dennoch setzte der Pilot zur Landung an. Plötzlich startete er durch. Dann kam die Meldung: "Mein Höhenmesser zeigte 66 Meter an, Stuttgart liegt aber auf 100 Meter Höhe. Bevor ich den Boden weiter pflügte, bin ich lieber durchgestartet." Nach einer Platzrunde, auf der er den Höhenmesser kalibrierte - er war auf den Luftdruck über Hannover eingestellt -, landete er dann sicher in Stuttgart.
Werner Jüptner

Offene Notausgänge und Shoppende Stewardessen

Wir waren auf einem Inlandflug in Kenia mit einer Douglas DC-3. Ich saß direkt neben einem Notausgang - und dieser öffnete sich während des Flugs. Nachdem der Steward den Ausgang verschlossen hatte, flog der Pilot zurück zu dem "Mini-Flughafen" in der Masai Mara. Dann wurde die Tür richtig verschlossen. Nach dem erneuten Start sagte der Pilot: "Jetzt können wir nur noch hoffen, dass das Flugzeug nicht auseinanderfällt."
Alexandra Philipps

Auf meinem Lufthansa-Flug von Frankfurt nach New York sagte der Pilot kurz vor der Landung: "Cabin crew, prepare for shopping - äh - landing."
Jens Müller, Heidelberg

Lesen Sie weiter:

1. Teil: "Jetzt können Sie glücklich sterben"

2. Teil: Blick ins Bordmagazin: "Lernen Sie Ihren Piloten kennen"

3. Teil: Brachiales Manöver: "Festhalten! Wir starten!"

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