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Wie sich Airlines auf Notfälle vorbereiten

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Wie sich Airlines auf Notfälle vorbereiten

16.10.2012, 10:24 Uhr | Marc Reisner, srt, srt

Wie sich Airlines auf Notfälle vorbereiten. So ein Koffer muss immer an Bord sein (Quelle: SRT /Lufthansa)

So ein Koffer muss immer an Bord sein (Quelle: Lufthansa/SRT )

"Medizinisches Personal möchte sich bitte bei der Kabinenbesatzung melden." Wenn diese Durchsage ertönt, gibt es im Flieger einen Notfall, den die Flugbegleiter allein nicht in den Griff bekommen. Meist bahnt sich dann ein Arzt den Weg durch den Gang. Und in aller Regel - so das beruhigende Fazit - gehen die Notfälle gut aus.

Magen-Darm-Probleme sind Notfall-Ursache Nr. 1

Auf gerade 1500 pro Jahr beziffert etwa die Lufthansa die Zahl der Notfälle in ihren Maschinen. Klingt zunächst viel, ist aber angesichts von 106 Millionen Fluggästen insgesamt (2011) eine geringe Quote. Pro Jahr gibt es eine Geburt im Jet, achtmal müssen Passagiere reanimiert werden. Bei Air Berlin sind die Zahlen ähnlich. Ohnehin ist nicht jede "Notsituation" auch ein Fall für den Arzt. Häufig sind es kleine Wehwehchen, etwa wenn sich ein Passagier den Finger in der Toilettentür klemmt oder jemand ganz allgemein über Unwohlsein klagt. Ernster wird es gelegentlich bei akuten Magen-Darm-Problemen - übrigens Nr. 1 unter den "echten" Notfällen. Durchfall oder Erbrechen können vor allem auf Langstreckenflügen belastend für den Patienten und Mitreisende werden. In den an Bord vorhandenen Erste-Hilfe-Sets sind jedoch entsprechende Medikamente enthalten; auch für die notwendige Flüssigkeitszufuhr kann so gesorgt werden. In schweren Fällen muss ein eventuell mitfliegender Arzt einen intravenösen Zugang legen.

Sehr oft sind Ärzte an Bord

Aber können sich die Passagiere auf medizinische Fachleute verlassen? Schon die Kabinenbesatzung verfügt über eine Erste-Hilfe-Ausbildung, kann zum Beispiel Maßnahmen zur Herz-Lungen-Wiederbelebung einleiten. Daneben gibt es die sogenannte "bodengebundene medizinische Betreuung", bei der Spezialisten auf der Erde per Satellitentelefon Tipps geben und den Zustand des Patienten einschätzen. Die beruhigendste Info: Laut Schätzungen sind in 50 bis 85 Prozent aller Fälle Ärzte an Bord. Sie werden besonders bei den großen Fluggesellschaften gut ausgerüstet: Neben dem Notfall-Set für die Besatzung gibt es auch einen Arztkoffer, mit dessen Inhalt der "flying doctor" verschiedene Diagnosemittel bis hin zum Behelfs-EKG zur Hand hat. Intubieren, Infusionen legen, Beatmen oder mit einem Defibrillator das Herz wieder in Schwung bringen - alles kein Problem.

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Ärzte kriegen mehr Bonusmeilen

Lufthansa hat zudem ein spezielles Programm ins Leben gerufen: Bei "Arzt an Bord" werden allen Medizinern, die sich beim Buchen als solche zu erkennen geben, 5000 Bonusmeilen gutgeschrieben. Zudem gehen die meisten Notfälle glimpflich aus, können etwa mit der Gabe von Sauerstoff oder Medikamenten behandelt werden. Ernst wird es bei Verdacht auf einen Herzinfarkt. Die Symptome sind relativ leicht erkennbar, etwa Brustschmerzen, kalter Schweiss und ausstrahlende Beschwerden in den Armen. Außer der Gabe gefäßerweiternder Präparate und Blutverdünnern hat ein Mediziner allerdings in der Luft wenig Möglichkeiten. Bei schweren Problemen wird der Pilot daher nach Möglichkeit einen nahen Flughafen ansteuern, wo der Passagier in der Airport-Klinik behandelt werden kann. Schwacher Trost im Fall der Fälle: Die Mehrkosten, die sich mit Landegebühr, eventuellem Mehrverbrauch an Kerosin und möglichen Übernachtungskosten schnell auf mehrere Tausend Euro belaufen können, trägt die Fluggesellschaft.

Flugreisen sind Tests für den Organismus

Um vorzubeugen sollten sich Gäste über die Risiken jedes Fluges bewusst sein - und vorsorglich ihren Hausarzt befragen. Immerhin ist jede Flugreise ein echter Härtetest für den Organismus: Der Luftdruck nimmt rapide ab, die Sauerstoffsättigung im Körper sinkt deutlich. Die Luft an Bord ist extrem trocken, die Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt. Außerdem dehnt sich die im Körper enthaltene Luft aus, das kann schmerzhaft werden, etwa beim berüchtigten Druck auf den Ohren. Für Gesunde allerdings besteht kein Anlass zur Sorge. Und sonst helfen ja Crew und die Mediziner an Bord.

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