
06.12.2012, 13:32 Uhr | mro, dapd, AFP, dpa
Dass viele Kurz- und Mittelstrecken der Lufthansa künftig von der Konzerntochter Germanwings bedient werden, ist seit kurzem bekannt. Jetzt stellte die Airline das dahinter stehende neue Konzept vor. Ziel ist mit Billigfliegern zu konkurrieren, zugleich aber auch eine Tarifoption mit mehr Beinfreiheit und Freigepäck bieten.
Die "neue Germanwings" soll von Juli 2013 an unter dem Motto "Günstig, aber nicht billig" alle Europaverbindungen der Lufthansa außerhalb der Drehkreuze Frankfurt und München übernehmen. Dabei offeriert sie drei Tarife: Das Angebot "Best" zielt vor allem auf Geschäftsreisende und garantiert mehr Platz, Zugang zu Lufthansa-Lounges, Priority-Check-In und höheres Freigepäck. Der Normal-Tarif "Smart" beinhaltet 23 Kilogramm Freigepäck und Snacks. Der Billigtarif "Basic" stellt mit wenig Beinfreiheit und ohne Freigepäck ein klassisches Low-Cost-Produkt im selben Flieger dar. Der billigste Tarif soll ab 33 Euro pro Flug zu haben sein.
Die Lufthansa versucht bei ihrer Tochter Germanwings so den Spagat zwischen Billigflieger und einem beschränkten Luxusprogramm. Germanwings übernimmt von der Lufthansa mit künftig rund 90 Maschinen die gesamten Direktverbindungen innerhalb Europas, die nicht über Frankfurt und München führen. "Damit wird es uns gelingen, abseits unserer großen Drehkreuze wieder profitabel zu fliegen", sagte Lufthansa-Chef Christoph Franz. Im Zuge der Umstrukturierung bekommt Germanwings auch ein neues Logo. Die Maschinen sollen nach und nach umlackiert werden. In den Fliegern wird es laut Planung nur noch eine Economy Class geben. Lufthansa-Chef Christoph Franz setzt große Stücke auf dieses Konzept. Die Airline kämpft zurzeit mit hohen Kerosinpreisen und sinkenden Gewinnen.
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Auch auf der Langstrecke wird es ebenfalls in absehbarer Zeit zu einer Änderung kommen. Die Lufthansa will ihren Passagieren künftig eine neue Sitzklasse zwischen Economy und Business Class anbieten. Die sogenannte "Premium Economy" solle laut Lufthansa in Flugzeugen der "gesamten Interkontinentalflotte" eingebaut werden. Durch die neue Sitzklasse auf Langstreckenflügen werde die "Lücke" zwischen der gehobenen Business Class und der Economy Class geschlossen. Ab wann Passagiere Flüge in der neuen Klasse buchen können und wie die neue Klasse genau aussieht, steht noch nicht fest. Ab Beginn des kommenden Jahres solle eine Projektgruppe die Einführung der neuen Sitzklasse vorantreiben. Aufgabe der Gruppe wird es sein, einen Zeitplan auszuarbeiten sowie die Ausgestaltung der "Premium Economy" zum konkretisieren. Mehr als 25 andere Fluggesellschaften bieten eine solche Zwischenklasse bereits an. Die wichtigste Unterscheidung zur Economy Class besteht meist in deutlich größerer Beinfreiheit, weiter verstellbaren Sitzen sowie zusätzlichen Services wie etwa besonderen Menüs.
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Quelle: mro, dapd, AFP, dpa
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