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Flop 10 der Fluggastrechte: Diese Airlines mussten zahlen

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Entschädigungen  

Flop 10: Diese Airlines mussten zahlen

07.06.2013, 12:01 Uhr | mro

Flop 10 der Fluggastrechte: Diese Airlines mussten zahlen. Air Berlin führt die Flop 10 an (Quelle: imago/Strussfoto)

Air Berlin führt die Flop 10 an (Quelle: Strussfoto/imago)

Diese Airlines wurden ordentlich zur Kasse gebeten: Das Verbraucherportal "Fairplane" veröffentlicht eine Statistik, welche Airlines wegen Verspätungen und Ausfällen Passagiere entschädigen mussten. Das Unternehmen setzt diese Ansprüche gegen Provision durch - zur Not auch mit dem Anwalt. An der Spitze finden sich die großen deutschen Airlines - was sich aber auch aus den Passagierzahlen erklärt. Sehen Sie die zehn Flop-Airlines auch in unserer Foto-Show.

Air Berlin, Condor und Lufthansa machen Hälfte der Beschwerden aus

Als Basis für die Statistik dienten mehr als 20.000 Beschwerdefälle, die "Fairplane" seit Unternehmensgründung im Mai 2011 gegen verschiedene Airlines führte. Das sagte Gründer und Geschäftsführer Andreas Sernetz gegenüber t-online.de. Mehr als die Hälfte der vertretenen Passagier richteten ihre Forderungen gegen Air Berlin, Condor und Lufthansa.

Air Berlin an der unrühmlichen Spitze

Den unrühmlichen Platz an der Spitze der Flop-Liste nimmt Air Berlin ein. 22 Prozent der von "Fairplane" vertretenen Passagiere waren mit Deutschlands zweitgrößter Airline unterwegs und von Flugverspätung, Annullierung oder Überbuchung betroffen. Die durchschnittliche Anspruchshöhe pro Passagier beträgt 405 Euro. Insgesamt beförderte Air Berlin im Jahr 2012 mehr als 29,6 Millionen Passagiere.

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Ferienflieger Condor auf Platz zwei

Condor kommt im Negativ-Ranking auf Platz zwei. 20 Prozent der Fälle richteten sich gegen die Airline. Und das, obwohl sie mit rund 6,7 Millionen Passagieren deutlich weniger Fluggäste beförderten als etwa Air Berlin. Im Durchschnitt beträgt der Ausgleichsanspruch 463 Euro, der zweithöchste Wert unter den ersten zehn Airlines. Sernetz liefert eine mögliche Erklärung für das schlechte Abschneiden: "Condor fliegt ausschließlich im Charter- und Ferienflugdienst. Solche Flüge sind tendenziell häufiger von Verspätungen betroffen als Linienflüge. Außerdem registrieren wir bei Condor ein sehr restriktives Beschwerdemanagement."

Lufthansa: Für Anzahl der Passagiere geringe Beschwerden

An dritter Stelle folgt die Lufthansa. 13 Prozent der Fälle wollten eine Entschädigung von der größten deutschen Airline, im Schnitt standen jedem Passagier 423 Euro zu. Im Vergleich zu etwa 75 Millionen beförderten Passagiere in 2012 ist das aber trotzdem eine gute Quote. "Im Vergleich zur Anzahl der beförderten Passagiere ist die Anzahl der Beschwerden gering. Hinzu kommt, dass Lufthansa zu den Airlines mit dem besten Beschwerdemanagement zählt", sagte Sernetz. In den Beschwerdezahlen der Lufthansa sind außerdem die Zahlen der Tochter Austrian Airlines integriert (3,5 Prozent).

SunExpress: Hohe Beschwerdequote

Mit deutlichem Abstand folgt auf den Platz vier SunExpress. Bei SunExpress handelt es sich um die größte türkische Charterfluggesellschaft. Verglichen mit den jährlich beförderten Passagieren ist die Beschwerdeanzahl sehr hoch. Fünf Prozent aller von "Fairplane" zu betreuenden Fälle betreffen SunExpress, die 2012 gut 7,7 Millionen Passagiere transportierte.

Pleite-Airline auf Platz fünf

Kurios auf Platz fünf: Die Flugzeugflotte von German Sky bestand aus lediglich zwei Flugzeugen. Dennoch fordern vier Prozent aller "Fairplane"-Kunden dort Ausgleichszahlungen ein. Ende 2012 setzte die Fluglinie ihren Betrieb zwischenzeitlich aus. Neben eigenen Flügen vermittelte German Sky vor allem Plätze bei Flügen der inzwischen insolventen Sky Airlines. Wie diese ist German Sky ein Tochterunternehmen der türkischen Kayi Group.

Ryanair auf geteiltem Platz fünf, aber erstaunlich gut

Ein vergleichsweise gutes Ergebnis erzielt Europas größte Billigfluglinie Ryanair. Gemessen am gesamten Passagieraufkommen von knapp 76 Millionen liegt die Beschwerdequote auf einem sehr niedrigen Niveau. Lediglich vier Prozent der "Fairplane"-Kunden fordern Ausgleichszahlungen von der irischen Fluggesellschaft. Sernetz erklärt den geteilten Platz fünf mit der vergleichsweise guten Beschwerdeabwicklung und der auf Effizienz ausgerichteten Verwaltung von Ryanair.

Hohe Ansprüche bei Iberia und Air France

Dichtes Gedränge herrscht auf den Plätzen sieben bis zehn. Von TUIfly über easyJet bis hin zu Iberia und Air France - jeweils drei Prozent aller über "Fairplane" eingereichten Ausgleichsansprüche richten sich an eine dieser vier Fluglinien. Je länger die Flüge, desto höher der Ausgleichsanspruch. Das Interessante an Air France und Iberia: Sie decken viele Langstreckenflüge ab, Iberia zum Beispiel Richtung Südamerika. Daher liegt der durchschnittliche Ausgleichsanspruch mit 462 Euro bei Iberia und 479 Euro bei Air France am oberen Ende der Skala. Durchschnittlich hatten Kunden Anspruch auf 402 Euro.

Unternehmen setzen Verbraucherrechte durch - gegen Geld

Fällt ein Flug aus, verspätet sich stark oder bekommt ein Passagier wegen Überbuchung keinen Platz mehr, steht dem Fluggast laut EU-Recht eine Entschädigung von bis zu 600 Euro zu. In der Praxis ist es für einen einzelnen Fluggast allerdings meist schwer, seine Rechte durchzusetzen: Laut "Fairplane"-Geschäftsführer Andreas Sernetz antworteten die Airlines oft mit sehr professionellen Schreiben, in denen häufig hohe Gerichtskosten angedroht würden. Hier setzen Unternehmen wie "Fairplane", "EUClaim" oder "Flightright" an. Sie prüfen die Ansprüche, treten mit den Airlines in Kontakt und beauftragen falls nötig auf Flugrecht spezialisierte Anwälte. Das Geschäftsmodell ist bei den Unternehmen ähnlich: Im Erfolgsfall behält das Unternehmen etwa ein Viertel bis ein Drittel der Entschädigungszahlung als Provision ein. Scheitert die Forderung, entstehen dem Fluggast keine Kosten. Weil die Unternehmen vor der Annahme eines Falles die Erfolgschancen prüften, Erfahrung im Umgang mit den Airlines hätten und die richtigen Anwälte beauftragten, seien die Quoten sehr hoch, sagte Sernetz. "Fairplane" etwa führe 90 Prozent der Beschwerden erfolgreich zu Ende.

Die Flop-10-Airlines im Überblick

PlatzAirlineBeschwerden bei FairplanePassagiere pro Jahr
1Air Berlin22 Prozent29,6 Mio.
2Condor20 Prozent6,7 Mio.
3Lufthansa (mit Austrian Airlines)13 Prozent75 Mio.
4SunExpress5 Prozent7,7 Mio.
5German Sky4 Prozentk.a.
Ryanair76 Mio.
7Tuifly3 Prozent8 Mio.
Easyjet59 Mio.
Air France 77,4 Mio.
Iberia54,6 Mio.

Weitere Informationen:

Websites der Unternehmen, die Forderungen von Passagieren durchsetzen:

www.fairplane.de/de/

www.euclaim.de

www.flightright.de

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