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EU-Behörde: elektronische Geräte bei Start und Landung erlauben

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Elektronik in der Luft  

EU-Behörde will elektronische Geräte bei Start und Landung erlauben

14.11.2013, 15:37 Uhr | dpa

EU-Behörde: elektronische Geräte bei Start und Landung erlauben. Bei einigen Airlines bleiben elektronische Geräte auch bei Start und Landung an (Quelle: dpa)

Bei einigen Airlines bleiben elektronische Geräte auch bei Start und Landung an (Quelle: dpa)

Auch europäische Flugreisende sollen bei Start und Landung demnächst Computer, Tablet, E-Reader oder Handy nutzen dürfen - allerdings nur im Flug-Modus. Eine europäische Behörde folgt damit dem Vorbild der USA.

Ende November will die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) neue Sicherheitsempfehlungen für Fluggesellschaften und nationale Aufsichtsbehörden veröffentlichen. Das kündigte die EU-Agentur mit Sitz in Köln am Mittwoch an.

Nutzung nur im Flugmodus, nicht telefonieren oder surfen

Ungehemmt telefonieren oder im Internet surfen können Reisende aber wohl auch in Zukunft nicht. Denn die EASA will nur den Gebrauch elektronischer Geräte im Sicherheitsmodus erlauben - also ohne Nutzung des Telefonnetzes oder des Internets. Nach derzeitigen Regeln ist dies nicht für die Start- und Landephase erlaubt. Sperrige Laptop-Computer müssten zudem bei Start und Landung weiterhin verstaut werden. Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA hatte Ende Oktober ähnliche Lockerungen angekündigt wie nun die EASA. Fluggäste bei US-Airlines dürfen dann auch während Start und Landung elektronische Geräte nutzen.

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Längerfristig untersuche die EU-Behörde Möglichkeiten, Handytelefonate während des Flugs zuzulassen, hieß es in der Mitteilung der EASA. Ihre Vorgaben sollen nationalen Flugsicherheitsbehörden und Fluggesellschaften bei der Auslegung von EU-Recht halten. Sie legen Mindest-Sicherheitsstandards fest.

So sind die Regeln momentan

Derzeit sind die Regeln streng: Entscheidend sind die Sendefähigkeit des Gerätes und die Phase des Fluges. Sind die Triebwerke aus und steht der Flieger in der Parkposition, dürfen Passagiere vom Handy bis zum Laptop alles benutzen. Für Start, Flug und Landung verbietet das Luftverkehrsgesetz in bestimmten Fällen, elektronische Geräte an Bord einzuschalten. Denn nach Angaben des Luftfahrt-Bundesamtes (LBA) stören sie unter Umständen die Bordelektronik.

Sendefähige Geräte sind demnach den gesamten Flug über tabu. Dazu gehören zum Beispiel Handys. Sie müssen daher die ganze Zeit über ausgeschaltet bleiben oder dürfen ab Erreichen der Reiseflughöhe nur im Flugmodus eingeschaltet sein. Ausnahmen gelten in Flugzeugen mit einer speziellen Technik, die es Passagieren ermöglicht, während des Flugs zu telefonieren: Einige Fluggesellschaften statten ihre Maschinen bereits damit aus, etwa Emirates.

Nicht sendefähig sind etwa die meisten Digitalkameras. Sie müssen nur ausgeschaltet sein, während die Maschine rollt, startet, in den Landeanflug geht und landet. Das soll sich laut EASA bald ändern. Während des Reiseflugs darf der Besitzer sie bereits jetzt einschalten. Auch Laptops mit WLAN darf er nutzen. Denn sie haben laut dem LBA eine sehr geringe Sendeleistung, die die Bordelektronik nicht stört. Um mit ihnen surfen zu können, muss jedoch an Bord ein WLAN-Hotspot existieren.

Auch neue Empfehlungen für schnelles Internet an Bord

Als weiteren Inhalt der Leitlinien will die EASA sich dem schnellen Internet im Flugzeug widmen. In Flugzeugen sollen für E-Mail, SMS und Internet-Dienste künftig schnelle Funkfrequenzen zur Verfügung stehen. Die EU-Kommission erlaubt, dass auch die leistungsfähigen Frequenzbänder für 3G (UMTS) und 4G (LTE) in mehr als 3.000 Metern Höhe benutzt werden dürfen. Bisher war dafür lediglich das langsamere 2G (GSM) zugelassen.

Fluggäste bekämen damit noch keine neuen Rechte, teilte die Kommission mit. Bis Ende November wird die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) Leitlinien für die Nutzung der Geräte während des Flugs veröffentlichen. Anschließend können die Fluggesellschaften entscheiden, ob und mit welchen Internetdiensten sie die neuen Möglichkeiten nutzen wollen. Fluggäste hätten laut Branchen-Erhebungen weniger an Sprachdiensten als an SMS- und E-Mail-Diensten Interesse. Die EASA untersucht aber auch, ob künftig Handy-Telefonate während des Flugs zugelassen werden können.

Derzeit sind rund 200 Flugzeuge in der EU so ausgestattet, dass sie den Gästen den Datenaustausch über den Mobilfunkstandard GSM ermöglichen. Mit dem neuen Beschluss soll es den Fluggästen möglich sein, zum Beispiel über soziale Netze zu kommunizieren oder E-Mails mit Anhängen zu versenden. Die Nachfrage nach Datenverbindungen aus dem Flugzeug heraus sei in den vergangenen Jahren stetig gestiegen

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