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Nach Flugverbot: 226-Kilo-Mann darf nicht in den Eurostar

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Nach Flugverbot  

226-Kilo-Mann darf nicht in den Eurostar

20.11.2013, 16:51 Uhr | AFP

Nach Flugverbot: 226-Kilo-Mann darf nicht in den Eurostar. Virgin Atlantic bringt den schwergewichtigen Passagier nach Hause (Quelle: imago)

Virgin Atlantic bringt den schwergewichtigen Passagier nach Hause (Quelle: imago)

Nach langem Hin und Her ist einem schwergewichtigen Franzosen endlich die Rückkehr aus den USA nach Europa gelungen, doch die letzte Etappe seiner Reise blieb zunächst ein Problem: Aus Sicherheitsgründen lehnte das Verkehrsunternehmen Eurostar am Dienstag eine Beförderung mit dem gleichnamigen Zug von London nach Paris ab. Der 230 Kilogramm schwere Mann leidet an einer Hormonstörung und hatte schon wochenlang in den USA festgesessen. Nun will der schwergewichtige Franzose Kevin Chenais mit einer Fähre nach Frankreich übersetzen. Ein Rettungswagen brachte den 22-Jährigen am Mittwoch laut Konsulatsangaben von London in die britische Hafenstadt Dover. Dort soll der 230 Kilogramm schwere Mann mitsamt des Ambulanzfahrzeugs an Bord einer Fähre über den Ärmelkanal gebracht werden. 

Wegen seines extrem hohen Körpergewichts könne der 22-jährige Kevin C. im Falle eines Unfalls im Ärmelkanal-Tunnel nicht evakuiert
werden, sagte eine Eurostar-Sprecherin. Partnerunternehmen für Fährtransporte, Taxifahrten und andere Alternativlösungen seien bereits kontaktiert worden. Kevin C. wartete am Dienstagabend in einem Londoner Hotel auf eine Beförderungsvariante, um doch noch in seinen ostfranzösischen Heimatort Ferney-Voltaire an der Grenze zur Schweiz zu gelangen.

Airline und Reederei verweigern Transport

Nachdem ihm sowohl die Fluglinie British Airways als auch das Kreuzfahrtschiff "Queen Mary 2" die Mitreise verweigert hatten, war C. schließlich mit einer Virgin-Atlantic-Maschine in London-Heathrow gelandet. Seine Reise in Begleitung der Eltern beschrieb er als "schrecklich, schrecklich, schrecklich", in der engen Kabine habe er große Schmerzen gehabt.

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"Ich habe den ganzen Flug über nicht aufgehört zu weinen", sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Zugleich bedankte er sich bei der Fluggesellschaft Virgin Atlantic, die ihn von New York aus gratis in der Economy Class mitgenommen habe: "Das war sehr nett von ihnen."

C. wegen Behandlung in USA

C. war eineinhalb Jahre lang wegen einer Hormonstörung in Chicago behandelt worden, die seine Fettleibigkeit verursachte. Er
kann sich nur im motorisierten Rollstuhl fortbewegen und muss ständig mit Sauerstoff versorgt werden. Am New Yorker John F. Kennedy Flughafen wurde C. dennoch gezwungen, aus dem Rollstuhl zu steigen. "Ich musste eine lange Strecke laufen, für mich ist es jedenfalls viel, mehr als zehn Meter."

Vor seinem Abflug hatte Kevins Vater René gesagt, wie sein Sohn von London nach Frankreich komme, sei noch unklar. Französische Botschaftsmitarbeiter nahmen die Familie in Heathrow in Empfang, um ihre Weiterreise mit der französischen Fluggesellschaft Air France
oder mit einem Eurostar-Zug zu organisieren.

Sicherheitsbedenken seitens British Airways

British Airways hatte Kevin C. auf dem Hinflug im Mai 2012 in die USA mitgenommen. Den Heimflug verweigerte die Fluggesellschaft ihm jedoch mit der Begründung, sie könne nicht gewährleisten, ihn "sicher unterzubringen". Daraufhin sollte der junge Mann das Kreuzfahrtschiff "Queen Mary 2" nach Europa nehmen. Hierfür reisten er und seine Familie mit dem Zug von Chicago nach New York. Dort wurde ihnen aber nach Angaben des Vaters am Sonntag mitgeteilt, dass Kevin aus Gründen der "medizinischen Sicherheit" nicht an Bord dürfe.

Die Schiffsbesatzung habe ihn zurückgewiesen, "ohne mich überhaupt zu sehen, ohne es überhaupt zu versuchen", kritisierte C. "Deshalb bin ich echt wütend - doppelt wütend, weil British Airways mich auch abgewiesen hat", kommentierte der junge Franzose seine Odyssee.

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