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EU-Gutachten: Billigflieger dürfen wohl weiter Gepäckgebühren verlangen

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EU-Gutachten  

Billigflieger dürfen wohl weiter Gepäckgebühren verlangen

23.01.2014, 13:21 Uhr | dpa

EU-Gutachten: Billigflieger dürfen wohl weiter Gepäckgebühren verlangen. Aufgegebenes Gepäck kann teuer werden (Quelle: imago/caro)

Aufgegebenes Gepäck kann teuer werden (Quelle: caro/imago)

Einige ärgern sich noch darüber, andere rechnen sie längst direkt in den Reisepreis ein. Doch EU-rechtlich scheint die Praxis vieler Billigflieger und auch einiger renommierten Airlines in Ordnung, für das aufgegebene Gepäck extra Gebühren zu verlangen. Das zumindest legt ein aktuelles Gutachten des Generalanwalts des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) nahe. Billig-Fluggesellschaften dürfen aller Voraussicht demnach auch künftig eine gesonderte Gebühr für den Transport von Gepäckstücken verlangen.

Das Fazit des am 23. Januar in Luxemburg vorgelegte Gutachten ist, dass diese Art der Preis-Zusammensetzung in der EU nicht verboten werden dürfe. Die Unternehmen dürften selbst entscheiden, ob sie die Gepäckkosten gleich in den Grundpreis des Flugscheins einrechnen oder aber dafür eine Zusatzgebühr verlangen.

Handgepäck soll kostenlos bleiben

Das höchste EU-Gericht folgt meist, aber nicht immer dem Gutachten seines Generalanwalts. Das Urteil des EuGH wird erst in einigen Monaten erwartet. Das Gericht muss zu einem Fall aus Spanien Stellung nehmen: Dort sind Zusatzkosten für Gepäck untersagt. Dagegen hatte sich die Billig-Fluggesellschaft Vueling gewendet, die von einer Kundin wegen 40 Euro verklagt worden war. Der Generalanwalt schlug dem EuGH vor, in seinem Urteil die im EU-Recht enthaltene Preisfreiheit für Fluggesellschaften zu bestätigen. Die einzelnen EU-Staaten hätten mit wenigen Ausnahmen kein Kontrollrecht mehr über das, was zum Grundpreis eines Flugscheins gehöre.

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Allerdings gelte die Preisfreiheit nicht für das Handgepäck; dieses müsse kostenlos sein. Denn im Gegensatz zum aufgegebenen Gepäck entstünden keine Kosten für Aufgabe und Lagerung. Zudem gehöre die Möglichkeit, persönliche Gegenstände mitzuführen, zur Würde des Menschen. Ein spanisches Verbot von Zusatzkosten für Gepäck widerspreche auf dem internationalen Markt des Luftverkehrs auch der Notwendigkeit einheitlicher Rechtsvorschriften. Wichtig sei aber, dass die Fluggesellschaften zu Beginn einer Buchung auf "klare, transparente und eindeutige Art und Weise" mitteilten, wie sich der Flugpreis zusammensetze und was für Gepäck zu bezahlen sei.

Für Passagiere: Gepäck vorher online anmelden

Für Flugreisende bedeutet das weiterhin, schon bei der Buchung genau auf die verschiedenen Bedingungen der Airlines zu achten. Um Gebühren zu sparen, melden Fluggäste Gepäck besser schon beim Buchen und nicht erst hinterher etwa beim Online-Check-in an. Dann kostet es unter Umständen mehr. Auch wer sich erst vor Ort entschließt, Gepäck aufzugeben, zahlt mehr als bei der Online-Anmeldung. Einige Beispiele: Bei Ryanair kostet ein 15 Kilogramm schwerer Koffer in der Nebensaison bei einer Anmeldung im Internet 15 Euro. Wer sich erst am Schalter dazu entschließt, zahlt 30 Euro. Bei Easyjet werden online zwischen 13 und 25 Euro fällig, am Schalter 35 Euro, am Gate sind es mit 55 Euro noch einmal mehr. Auch KLM verlangt in der Economy-Klasse auf innereuropäischen Flügen 15 Euro bei Voranmeldung, 30 Euro am Flughafen. Bei Air Baltic werden online 24,99 Euro, am Flughafen 40 und am Flugsteig 60 Euro fällig. Bei Air Berlin zahlen Passagiere im Just-Fly-Tarif 15 Euro online und 70 Euro am Flughafen. Bei allen anderen Tarifen ist ein Gepäckstück inklusive. Komplett umsonst ist die Aufgabe eines normalen Gepäckstücks bei der Lufthansa.

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