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Lufthansa-Streik: Flugbegleiter sagen Ausstand kurzfristig ab

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Kein Arbeitskampf  

Lufthansa-Flugbegleiter sagen Streik in letzter Minute ab

30.06.2015, 11:07 Uhr | dpa/afx

Lufthansa-Streik: Flugbegleiter sagen Ausstand kurzfristig ab. Viele Lufthansa-Tickets dürften ab September teurer werden. (Quelle: dpa)

Viele Lufthansa-Tickets dürften ab September teurer werden. (Quelle: dpa)

Urlauber können erst einmal aufatmen. Die Flugbegleiter der Lufthansa haben ihren für Mittwoch geplanten Streik nach einem neuen Angebot in letzter Minute abgesagt. Die Kabinengewerkschaft Ufo verzichte nach einer Annäherung in dem Tarifkonflikt vorerst auf einen Ausstand, sagte deren Chef Nicoley Baublies.

Die Gewerkschaft werde nun in weitere Gespräche mit dem Management und auch dem Konzernvorstand eintreten, "um zu gucken, wie wir das Ganze vertieft kriegen". Wenn dies bis Mitte Juli nicht erfolgreich verlaufe, "dann kann es danach auch tatsächlich wieder zu Arbeitskämpfen kommen".

Der Konzern begrüßte die Rückkehr der Flugbegleiter an den Verhandlungstisch. Über konkrete Verhandlungstermine wollten sich die Parteien demnach noch am Dienstag verständigen, sagte ein Unternehmenssprecher. Zu Inhalten des neuen Angebots wollten sich weder Ufo noch Lufthansa äußern. Sie kündigten aber Erklärungen noch für Dienstag an.

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Gewerkschaft: Lufthansa ist uns entgegen gekommen

"LH ist uns in allen wichtigen Punkten so weit entgegengekommen, dass ein solcher Wiedereinstieg in unseren Augen richtig ist", teilte Ufo mit. Unter anderem soll es einen Workshop mit dem Konzernvorstand geben.

Verbessertes Angebot

Ufo verlangt bei der Reform der Betriebs- und Übergangsrenten für die rund 19 000 Flugbegleiter wesentlich höhere Beiträge des Arbeitgebers. Lufthansa soll zudem anerkennen, dass die zum Jahresende 2013 gekündigten Renten-Tarifverträge bis zu einer Neuregelung nachwirken und damit vorerst gültig bleiben. Zur strittigen Frage der Betriebs- und Übergangsrenten war bereits eine Schlichtung gescheitert. Mit dem parallelen Tarifstreit zwischen Lufthansa und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat der Kabinenkonflikt nichts zu tun, auch dort geht es aber um Rentenfragen.

Die Lufthansa habe ein "deutlich verbessertes Angebot abgegeben", sagte Ufo-Chef Baublies. "Wir müssen jetzt dann in den Verhandlungen in den nächsten Wochen gucken, ob es dann wirklich auch so weit trägt, dass etwas unterschrieben werden kann, was tatsächlich ein Tarifvertrag ist, der dauerhaft die Streiks abwendet." Die Gewerkschaft betonte aber auch: "Das ohnehin gestörte Vertrauensverhältnis ist in den letzten Tagen eher noch geschwächt geworden. Dies muss in den kommenden Verhandlungen erst wieder aufgebaut werden, um einen tragfähigen Tariffrieden zu ermöglichen."

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