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Frankreich  

Neues Centre Pompidou eröffnet

11.05.2010, 10:47 Uhr | t-online.de, AFP

Frankreich: Neues Centre Pompidou eröffnet. Centre Pompidou Metz: Das futuristische Museum soll Besucher aus ganz Europa locken (Foto: dpa)

Centre Pompidou Metz: Das futuristische Museum soll Besucher aus ganz Europa locken (Foto: dpa)

Lange Zeit hatte das lothringische Metz das Image einer nicht gerade einladenden Garnisonsstadt, ein spektakulärer Neubau soll das nun ändern. Am 11. Mai hat Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy den ersten Ableger des Parisers Centre Pompidou eröffnet. Und das neue, futuristisch anmutende Museum für moderne Kunst, davon sind seine Initiatoren überzeugt, soll jährlich Hunderttausende von Besuchern aus Frankreich und anderen europäischen Ländern anlocken. Sehen Sie das neue Centre Pompidou Metz auch in unserer Foto-Serie.

Centre Pompidou Metz stellt Leihgaben aus Paris aus

Entworfen wurde der gut 70 Millionen Euro teure Bau von dem japanischen Architekten Shigeru Ban und seinem französischen Kollegen Jean de Gastines. Wie das Pariser Mutterhaus mit seinen bunten Metallrohren besticht auch der Ableger in der lothringischen Provinz mit seiner kühnen Konzeption: Der rund 10.000 Quadratmeter große Bau gleicht drei übereinander gestapelten Kartons, über denen ein Dach in Form eines chinesischen Hutes schwebt. Getragen wird das Ganze von einer 77 Meter hohen, bogenförmigen Metallkonstruktion und mehreren Pfeilern. Das Centre Pompidou Metz (CPM) werde alle Formen der zeitgenössischen Kunst präsentieren - Gemälde, Skulpturen, Architektur, Design und Medienkunst - kündigt der Konservator des Museums, Laurent Le Bon, an. Die Ausstellungsstücke sollen alle zwei Jahre ausgetauscht werden. Die erste Ausstellung trägt den Titel "Meisterwerke?" und beinhaltet 780 Gemälde, Skulpturen, Fotografien und Video-Installationen berühmter Künstler des 20. Jahrhunderts - unter anderem von Pablo Picasso, Marc Chagall, Max Ernst, Wassily Kandinsky, Alberto Giacometti und Miró. Dabei handelt es sich um Leihgaben des Museums für Moderne Kunst (MNAM) im Pariser Centre Pompidou, das mangels Platz nur einen kleinen Teil seiner gut 58.000 Werke präsentieren kann. Im CPM kann ein rund 1200 Quadratmeter großer und 21 Meter hoher Raum zudem auch große Kunstwerke beherbergen, die das Pariser Centre Pompidou aus Platzgründen nur selten zeigt - wie den von Pablo Picasso entworfenen, zwölf Meter breiten Bühnenvorhang "La Parade".

Aufschwung für Metz nach dem Vorbild Bilbaos

"Pompidou wird das Image von Metz in Frankreich und Europa radikal verändern", meint Jean-Marie Rausch, der mehr als 30 Jahre lang Bürgermeister der Stadt an der Mosel war und das ehrgeizige Projekt maßgebend mitgetragen hat. Dank des neuen Museums werde Metz in den "engen Kreis der Kultur-Metropolen aufsteigen". Rausch verweist auf das Beispiel der nordspanischen Stadt Bilbao. Dort zieht das 1997 eröffnete Guggenheim-Museum mittlerweile jährlich bis zu einer Million Besucher an, die der Gemeinde Einnahmen in Höhe von rund 184 Millionen Euro bescheren. Von einer ähnlichen Entwicklung in Metz träumt auch der für Stadtplanung zuständige stellvertretende Bürgermeister Richard Lioger. Das Centre Pompidou Metz (CPM) werde der Stadt, die durch die französische Armeereform gut 6000 Arbeitsplatz verliere, zu einer regelrechten "Rennaissance" verhelfen. Schließlich sei die avantgardistische Architektur des Baus bereits in der internationalen Presse gepriesen worden.

Auch der Louvre kriegt einen Ableger in Nordfrankreich

Mittelfristig soll das CPM - Herzstück eines neuen Viertels in der Metzer Innenstadt mit Büros, Geschäften, Wohnungen und einem Kongresszentrum - jährlich gut 400.000 Besucher anlocken. Die Initiatoren setzen dabei nicht nur auf Besucher aus der Hauptstadt Paris, die dank des Superschnellzugs Ost-TGV nur noch 80 Minuten von Metz entfernt ist. Sie hoffen auch auf Kunstfreunde aus den Nachbarländern. Schließlich liegt Metz verkehrsgünstig in einer dicht besiedelten Region im Herzen Europas: Frankfurt am Main und Brüssel sind jeweils rund 250 Kilometer entfernt, Saarbrücken 60 Kilometer und Luxemburg 55. Das Centre Pompidou ist nicht das einzige Pariser Museum, das den Sprung in die Provinz wagt. Auch der Louvre, der ebenfalls aus allen Nähten platzt, wird bald einen Ableger in der Provinz haben. Gebaut wird der rund 150 Millionen Euro teure Louvre II seit November im nordfranzösischen Lens - auf dem Gebiet einer stillgelegten Kohlezeche. Die Eröffnung ist für Herbst 2012 geplant.

Weitere Informationen:

Centre Pompidou Metz, 1, parvis des Droits de l'Homme, 57020 Metz Cedex 1, Frankreich, Internet: www.centrepompidou-metz.fr

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