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Felsige Gipfel und karibische Strände in Korsikas Süden

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Felsige Gipfel und karibische Strände in Korsikas Süden

12.03.2015, 14:16 Uhr | Sabine Metzger, srt

Felsige Gipfel und karibische Strände in Korsikas Süden. Das Meer vor Korsika lädt glasklar zum Baden. (Quelle: imago/Chromorange)

Das Meer vor Korsika lädt glasklar zum Baden. (Quelle: Chromorange/imago)

Tosend branden die Wellen gegen die mächtigen Felsen unterhalb des Belvédère de la Manichella, des Aussichtsbalkons in Bonifacio. Der Blick geht aufs Meer hinaus. Eigenwillig thront Korsikas südlichste Stadt auf dem hohen Kalksteinplateau, als bewache sie die Meerenge, die die Insel vom nur etwa 20 Kilometer entfernten Sardinien trennt. Das besondere der Region sehen Sie auch in unserer Foto-Show.

Enge, mittelalterliche Gassen

1500 Meter lang und 200 Meter breit ist das Plateau, auf dem der toskanische Graf Bonifacio II. aus Lucca im 9. Jahrhundert die Zitadelle errichtete. Viele Jahrhunderte war die stolze Schönheit umkämpft, mal von den Pisanern, mal von den Spaniern, mal von den Genuesen belagert, bis sie schließlich 1768 - wie ganz Korsika - an Frankreich fiel. Auch heute noch ist im Gassengewirr der Ville Haute unverkennbar ein norditalienisch geprägter Dialekt zu hören - in der Boulangerie mit den köstlichen Kuchen getränkt in Orangenwasser, in den schicken Boutiquen in den gemütlichen Straßencafés und den Restaurants. Kaum zu glauben, dass man in diesen engen Gassen, die ins Mittelalter versetzen, auf derart aktuelle Mode stößt. Schnell ist frau verleitet, das eine oder andere Designer-Stück zu erstehen.

Karibik-Feeling dank puderweichem Sand

Schick geht es auch zu Füßen der imposanten Bastion de l'Etendard auf der Uferpromenade der Unterstadt zu. Im Jachthafen starten regelmäßig Ausflugsboote zu den Inseln Cavallo, Lavezzi und zur Grotte du Sdragonato mit ihren rot und lilafarben leuchtenden Algen. In einzigartigen Türkistönen schimmert das Meer, meterhohe Strandkiefern säumen die Sandbuchten der Halbinsel La Chiappa: Etwas nördlich von Bonifacio Richtung Porto Vecchio treffen sich Sonnenanbeter und Badenixen, und Korsika gibt sich karibisch. Statt der Palmen säumen zwar hohe Schirmpinien die Buchten - doch ansonsten stimmt alles: vom puderweicher Sand über die rund geschliffenen Granitfelsen bis zum herrlich klaren Meer.

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Traumbuchten und individuelles Handwerk

Auf der Halbinsel reihen sich Korsikas berühmteste Strand-Diven aneinander - mal einsamer, mal voller Leben. Ein Muss ist die berühmte Doppelbucht "Plage de Palombaggia". Wer einen kleinen Fußmarsch in Kauf nimmt, der findet selbst in der Hochsaison noch ein ruhiges Plätzchen. Traumbucht Nummer zwei: die etwa sechs Kilometer südlich gelegene "Baie de Santa Giulia". Ideal als Ausgangspunkt zur Erkundung des Inselsüdens ist das nahe Städtchen Porto Vecchio. Es thront ebenfalls auf einem befestigten Hügel über dem Meer. In der Hauptsaison drängeln sich die Urlauber in den schmalen Gassen und auf den kleinen Plätzen. Handwerksläden, Straßenverkäufer und Boutiquen verlocken zum Kauf. Auf der Suche nach Olivenholz gibt es bei Terra Rossa in der Rue Général de Gaulle 18 alles, was das Herz begehrt: Schneidebretter und kunstvolle Skulpturen, Öle und Tapenaden.

Auch bei Wanderern beliebt

Was wäre ein Korsika-Urlaub ohne einen Ausflug ins Gebirge? Verlockend recken sich die Zacken des Bavella-Massivs in den blauen Himmel. Die Straße schlängelt sich von Porto Vecchio die Hänge des Massif de L'Ospedale mit seinen Korkeichen, Schwarzkiefern und Granitfelsen entlang. Dazwischen immer wieder grandiose Ausblicke über den Inselsüden bis nach Sardinien. In Zonza, dem Bergdorf zu Füßen des Col de Bavella, sind die Zacken schon sehr nahe. Nur noch einige Serpentinen, und die Passhöhe Col de Bavella ist erreicht: Die Luft auf 1218 Meter Höhe ist klar und frisch. Lariciokiefern umrahmen die hoch aufragenden Felsnadeln. Am großen Parkplatz wimmelt es von Ausflüglern, Hinweistafeln informieren über die Wandermöglichkeiten. Doch schnell verteilt sich die Menge. Zahlreiche Wanderer steuern die spektakuläre Felsformation "Trou de la bombe", das Bombenloch, an. Kletterer nehmen zielstrebig den Pfad zu den Haken in den Aiguilles de Bavella, den markanten Kletternadeln.

Kulinarische Hochgenüsse

Nach einem Tag im hochalpinen Gelände ruft das Wasser. Über Bocca di Larone geht es in Serpentinen durch dichten Kiefernwald, in dem wie von Riesenhand verstreut Granitfelsen liegen, dem Flusslauf des Solenzara entlang. Dort finden erhitzte Wanderer in den tiefen Naturbadewannen wohltuende Abkühlung. Zurück an der Küste, wartet im Badeort Solenzara auch wieder das Meer. Beim Abendessen in der "Ferme Auberge Pozzi di Mastri" zwischen Porto Vecchio und Figari dreht sich in den Gesprächen dann alles um diese wunderbaren Kontraste: hochalpines Gelände, Gumpen, Traumbuchten am Meer - nur wenige Kilometer auseinander. Aber schon beim Apéritif, einem Pfirsichwein, geht es um die schmackhafte korsische Küche, die hier in heimeliger Atmosphäre zelebriert wird. Warmes Kerzenlicht beleuchtet die langen einladenden Holztische. Auf die silbernen Platten kommt alles, was das 80 Hektar große Stück Land der Wirtsfamilie Milanini hergibt: Lamm, Schaf, Schwein, Kräuter und Gemüse.

Im Museum: das Skelett der ältesten Bürgerin Korsikas

Bei korsischem Schafskäse mit Feigenmarmelade ist es entschieden: Ausflüge in die Geschichte der Mittelmeerinsel werden auf den nächsten Urlaub im Süden Korsikas verschoben. So muss die "Dame von Bonifacio" im Musée Archéologique von Levie, das Skelett der ältesten Bürgerin Korsikas, noch ein Jahr warten. Wie auch die imposante Siedlung der Torreaner, Castellu di Cucuruzzu oder Megalithkultur auf der Hochebene von Cauria. Dafür geht die ganze Familie lieber noch einmal auf Wandertour in die korsischen Dolomiten und nimmt ein weiteres Bad am Karibikstrand.

Weitere Informationen:

Anreise: Mehrere Fährunternehmen bieten Verbindungen ab dem italienischen und französischen Festland nach Bastia an. Corsica & Sardinia Ferries, www.corsicaferries.com; Moby Lines Europe, www.mobylines.de.
Restauranttipp: Ferme Auberge Pozzi di Mastri, Figari, Tel. 0033/4/95710265, www.pozzidimastri.com; das Überraschungsmenü kostet 40 Euro inklusive aller Getränke, Übernachtung möglich.
Weitere Auskünfte: Atout France - Französische Zentrale für Tourismus, Postfach 100128, 60001 Frankfurt, Fax 069/745556, www.rendezvousenfrance.com oder www.visit-corsica.com

(Erstmals veröffentlicht am 15.04.2013)

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