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Paris startet Charme-Offensive für Touristen

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Paris startet Charme-Offensive für Touristen

19.06.2013, 11:08 Uhr | AFP

Paris startet Charme-Offensive für Touristen. Paris kämpft mit schlechtem Ruf (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Paris kämpft mit schlechtem Ruf (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Spitzname "Stadt der Liebe", doch die Realität sieht oft anders aus - und zwingt Paris zum Handeln. Nach anhaltenden Klagen über die unfreundliche Behandlung ausländischer Touristen will die französische Hauptstadt die Geschäftsleute nun dazu bringen, ihr Verhalten zu ändern. "Do you speak touriste" heißt die Kampagne, die vom Fremdenverkehrsamt der Region Paris zusammen mit der französischen Industrie- und Handelskammer gestartet wurde. Auf die verschiedenen Nationalitäten soll künftig einfühlsamer eingegangen werden. Auch für Deutsche gibt es eine eigene Anleitung - gedruckt und im Internet. Doch wie sehen die Franzosen die Deutschen eigentlich?

So sieht man die Deutschen

Nun sollen auch die Geschäftsleute ihren Teil beitragen, damit Paris attraktiver wird. Es werden Broschüren verteilt, in denen praktische Informationen zum Umgang mit den Fremden gegeben werden. Auch im Internet sind die Empfehlungen für elf Nationalitäten abrufbar. Bei den Deutschen etwa, so steht zu lesen, sei der Händedruck zur Begrüßung üblich. Auch klare und präzise Informationen, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sowie Sauberkeit seien den Nachbarn von der anderen Rheinseite besonders wichtig. Die Geschäftsleute der Tourismusbranche erfahren außerdem, dass die Deutschen ihr Frühstück im Durchschnitt später einnehmen als andere Nationen: zwischen 8.30 Uhr und 10.00 Uhr, während die Chinesen schon zwischen sieben und acht Uhr in den Tag starten. Wer es besonders ernst meint mit seinen Anstrengungen, die ausländischen Besucher zu bezirzen, der kann sich auf der Internet-Seite sogar die Sprache des jeweiligen Landes anhören und versuchen, so ein paar Brocken Deutsch, Spanisch, Niederländisch, Japanisch oder Chinesisch zu lernen. Dank der Kampagne könnte ein Patzer, wie ihn sich der Chef des angesagten französischen Modelabels Zadig & Voltaire, Thierry Gillier, im vergangenen Jahr leistete, künftig jedenfalls vermieden werden: Zur geplanten Eröffnung eines Hotels in Paris verkündete er damals, dort sollten nur handverlesene Gäste zugelassen werden - "keine chinesischen Touristen".

Ruf als schlechte Gastgeber bekämpfen

"Wir wollen gegen den Ruf als schlechte Gastgeber ankämpfen", erläutert der Chef des Fremdenverkehrsamts Jean-Pierre Blat. Die Geschäftsleute im Tourismus-Sektor - ob Hoteliers, Restaurantbetreiber oder Taxi-Fahrer - müssten stärker auf die Bedürfnisse ihrer ausländischen Kundschaft eingehen. "Man empfängt einen Japaner nicht auf die gleiche Art und Weise wie einen Italiener, es gibt kulturelle Codes."

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Weniger Touristen aus Nachbarländern

Hintergrund der Kampagne sind nicht nur die schwächeren Zahlen bei den französischen Besuchern. Auch bei den ausländischen Gästen gibt es eine Verschiebung: Den höchsten Zuwachs mit einem Plus von 15 Prozent verzeichneten die Behörden im vergangenen Jahr bei chinesischen Touristen - aus den Eurokrisenländern Spanien und Italien, die den Franzosen kulturell sehr viel näher stehen, kamen hingegen deutlich weniger Besucher. Weltweit lagen Paris und sein Umland mit 29 Millionen Besuchern im Jahr 2012 an der Spitze der touristischen Ziele.

Negativ-Schlagzeilen sorgen für Verstimmung

Zuletzt machte die Seine-Metropole im Ausland allerdings mit einer ganzen Reihe Negativ-Schlagzeilen auf sich aufmerksam: Die Mitarbeiter im weltberühmten Louvre-Museum streikten wegen organisierter Taschendieb-Banden, ganze Gruppen von chinesischen Besuchern wurden systematisch ausgeraubt und ein Touristen-Bus von randalierenden Fußball-Fans am Eiffelturm attackiert. Vor allem die Chinesen lassen viel Geld in der französischen Hauptstadt: Schätzungen zufolge geben sie 60 Prozent ihres Reisebudgets bei Einkäufen aus, vor allem in Luxusboutiquen. Kein Wunder also, dass 75 renommierte französische Luxus-Häuser, darunter Chanel, Dior und Yves Saint Laurent, Ende Mai verschärfte Sicherheitsmaßnahmen forderten. "Diese Unsicherheit ist ein direkter Angriff auf die Arbeitsplätze" der Branche, hieß es. Die Polizei verstärkte im Juni ihren Einsatz, bereits zuvor waren täglich 200 Beamte in der Metro und rund um die wichtigsten Touristen-Ziele auf Streife.


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