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Urlaub Griechenland: Inselhüpfen auf griechisch

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Griechenland  

Inselhüpfen auf Griechisch

29.09.2009, 16:49 Uhr | Ch. Haas, srt

Das törnt an: die Kombination aus Segeln, charmanten Buchten und quirligem Stadtleben. Wer Griechenlands Inselwelt erkunden möchte, hat bei einem Törn nicht nur jede Menge Spaß ,sondern erlebt Kos und die Nachbareilande auch noch von ihrer schönsten Seite. Ideale Zeit für den Trip ist der Herbst.

Kykladeninsel Amorgos

Blau und Weiß werden zu unseren Lieblingsfarben. Das liegt nicht zuletzt an der am Heck befestigten griechischen Flagge, die den Steuernden stets um die Haarspitzen flattert und die ja nicht umsonst aus diesen Farben besteht. Schließlich symbolisieren sie Meer und Himmel sowie das gleißend-weiße Licht der Sonne und des Sandes - ständige Begleiter bei einem Trip in der Ägäis. Hell-, marine- und dunkelblau sind auch die Fensterläden und Türen der weißgekalkten Inselhäuschen an Land gestrichen. Amorgos, die östlichste und abseits der typischen Inselhopper-Pfade gelegene Kykladeninsel, fügt dem blauen Farbenspiel noch einen Akzent hinzu. Bei Amorgos wurde der Apnoe-Tauch-Kultfilm "The Big Blue" gedreht. Hier steht die Villa "Le Grand Bleu", dort eine Pension gleichen Namens. Etwas weiter Appartements, ein Internetcafé, eine Bar, Tauchkurse und abgedrehte Eisspezialitäten - und alle heißen "Big Blue". Wieder auf See kommen Blau und Weiß nicht zuletzt deshalb so gut zur Geltung, weil sich die Inselwelt der östlichen Ägäis mit Vegetation und damit Farben zurückhält. Klettern an der nicht weit entfernten türkischen Küste zumindest höhere Dornensträucher und Kiefern die Hänge hoch, schaffen es die Gewächse auf den griechischen Dodekanes- und Kykladeninseln kaum auf Kniehöhe. Dafür sorgen Thymian, Oregano und Salbei selbst bei kurzen Landgängen für aromatische Erlebnisse der Extraklasse.

Vulkanische Landschaft auf Nisyros

Keine Regel ohne Ausnahme: Die Kos-Nachbarinsel Nisyros erstrahlt dank ihres vulkanischen Ursprungs in teils sattem Grün, vor allem im rund dreieinhalb Kilometer langen und etwa eineinhalb Kilometer breiten Krater im Inselinneren. Was die Gerücheküche anbelangt, müssen empfindliche Nasen hier mitunter einiges aushalten: Aus manchen Löchern entweichen neben heißem Dampf überwiegend dezente, teils aber auch beißende Schwefelgase. Da duftet es im kleinen Hafen von Pali doch deutlich angenehmer und das nicht nur aus den Küchen der vier Tavernen, sondern auch aus den Kombüsen der benachbarten Segelboote. Seit vor einem Jahr begonnen wurde, die Hafenmole von Pali mit EU-Geldern zu verlängern, hat sich der für rund drei Dutzend Segelboote reichende Anlegeplatz zu einem echten Geheimtipp entwickelt. Waren die Schiffe früher mitunter den Launen des aus Nordwesten wehenden Windes Meltemi ausgesetzt, können sie nun ruhig vor sich hindümpeln. Mit der verbesserten Mole wurde auch der Ort aufgewertet, alle Zeichen stehen auf Wachstum. Die wie Filmkulissen aussehenden Hafenhäuschen glänzen durch ihren frischen Anstrich, selbst die Kirche erstrahlt in - man ahnt es: blau und weiß. Nebenan sollen demnächst die öffentlichen Duschen fertiggestellt sein, ebenso die Wasser- und Stromversorgung für die Segler, die Dimitri derzeit noch eher provisorisch anbietet.

"Jeder Felsen ist ein Tipp"

Schon deutlich professioneller betreibt George seine Geschäfte. Der charismatische Großfamilienvater betreibt neben seinem Job als Fährkapitän nach Rhodos und Kos ein Restaurant am Hafen und einen Motorrollerverleih. Für sieben Euro überlässt er einem das knatternde Gefährt für eine kleine Spritztour zum Krater und zum Dorf Emporio samt Vulkanobservatorium. Nicht nur die lächerlich kurze Anmeldeprozedur entspannt, sondern auch die noch kürzere Abgabeprozedur: "My friend, zahlst du einfach später, in meinem Restaurant." Sein Plan geht auf: Wir landen nach dem Ausflug zum Abendessen tatsächlich in seiner Taverna, dem "Captains House" - übrigens alles andere als ein Fehler.
Richtige Fehler kann man bei griechischen Bootsferien eigentlich ohnehin nicht machen. Christos Mylonas, Basisleiter des Segelbootverleihers Moorings in Kos, hat es angekündigt: "Jeder Felsen hier ist ein Tipp" - und Griechenland hat viele Felsen. Allein 700 der 3000 Inseln tragen einen Namen. Die gesamte Küstenlinie Griechenlands kommt beinahe auf die Hälfte der Küstenlinie ganz Afrikas. Und gerade von Kos aus kämen - theoretisch - noch etliche Optionen Richtung Türkei hinzu, beginnen doch deren Hoheitsgewässer nur ein paar Seemeilen weiter östlich.

Viel Auswahl für Segler

Aus seglerischer Sicht bieten die griechischen Gewässer jedoch genug Segelstoff für gut ein Dutzend Törns. Zum Beispiel nach Samos, Rhodos oder zur berühmten Schwammtaucher- und Schwertfischerinsel Kalymnos. Doch ganz gleich, wohin es einen treibt: Früher oder später landet man wieder auf Kos, dem idealen Ausgangs- und Endpunkt. Das liegt nicht nur daran, dass sich hier eine von gerade einmal zwei Marinas im Dodekanes befindet, sondern auch an der bewegten Geschichte der Insel. Neben dem bedeutendsten von griechenlandweiten rund 300 Asklep-Heiligtümern sind da noch die sehenswerten Erbstücke aus der Zeit der Venezier, Johanniter und Osmanen. Letztere hinterließen der Insel türkische Bäder, Bauten und Moscheen. Diese gesammelten Werke der vergangenen Jahrhunderte erfreuen vor allem die Urlauber, die seit Mitte des 20. Jahrhunderts das überwiegend freundliche Kommando übernommen haben.

Kos-Stadt: Nightlife-Zentrum der Ägäis

Große Hotelburgen entlang mancher Küstenabschnitte und etliche Souvenirshops, Galerien und Designerboutiquen in Kos-Stadt zeugen davon. Unter mächtigen Bougainvilleen und Oleandern und gegenüber Kastell, Hafen und der berühmten Platane, unter der bereits Hippokrates vor rund 2500 Jahren gelehrt haben soll, reihen sich Restaurants und Cafés aneinander. In den Fußgängerzonen spielen Kinder Akkordeon, geben sich Katzen und Hunde ein Stelldichein und bahnen sich Segway-Fahrer auf ihren ulkigen Gefährten den Weg. Richtig rund geht es dann abends und nachts. Kos-Stadt hat sich zu einem der lebendigsten Nightlife-Zentren der Ägäis entwickelt. Wer nach mehr Abwechslung und Ruhe sucht, der wird sie finden: in Gestalt verschlafener Bergdörfer, mehr oder weniger verfallener Burgen und kaum besuchter Strände. Ach ja, dann sind da noch die sprudelnden Quellen der Embros-Thermen, deren schwefeligem Wasser man heilende Wirkung nachsagt. Aber ganz ehrlich: Ein Bad im herrlich sauberen Meer ist mindestens ebenso heilsam. Und mit rund 24 Grad selbst im Oktober noch eine feine Sache.

Weitere Informationen:

Griechische Zentrale für Fremdenverkehr, Neue Mainzer Str. 22, 60311 Frankfurt, Tel. 069/257 82 70, www.visitgreece.gr, www.kosisland.gr, www.nisyros.gr.

Charter: Kos ist Zentrum des dodekanesischen Yachtcharterreviers, auf Samos existiert ebenfalls eine Marina. Die im Jahr 2001 eröffnete Marina von Kos gilt als modernste und bestgepflegte in Griechenland. Eine Handvoll Charterfirmen unterhält hier eine Dependance, Moorings (Tel. 0800/6935080, www.moorings.de) ist die renommierteste.

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