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Urlaub Griechenland  

Traumstrand auf Kreta wieder zum Leben erwacht

30.07.2013, 10:19 Uhr | srt/Hans-Werner Rodrian

Traumstrand auf Kreta wieder zum Leben erwacht. Urlauber auf Kreta können sich freuen: Der Palm Forest ist wieder ein schöner Ort. (Quelle: dpa/pa Arco Images)

Urlauber auf Kreta können sich freuen: Der Palm Forest ist wieder ein schöner Ort. (Quelle: dpa/pa Arco Images)

Grüne Palmwedel, rosafarbene Oleanderbüsche, dazu sprudelndes Süßwasser von einem Bach. Viel einladender kann ein Strand nicht sein. Und abenteuerlicher auch nicht: 450 Stufen muss man zu Fuß hinunter steigen bis zu dem paradiesischen Platz, wo der Megalopotamos-Fluss auf seinem Weg aus der dramatischen Kourtaliotiko-Schlucht direkt vor dem Meer eine elegante 90-Grad-Kurve macht und einen perfekten feinkiesigen Strand entstehen lässt. Hier ist das Paradies, der Preveli-Strand. Doch das war nicht immer so. Schauen Sie sich den Strand auch in unserer Foto-Show an.


Ein Brand vernichtete das Paradies

Das alles war vor drei Jahren zerstört. Ein fürchterlicher Brand zog in der Nacht vom 21. auf den 22. August 2010 durch das enge Tal des schönsten kretischen Strands, die prächtigen Dattelpalmen brannten wie Fackeln. Niemand dachte, dass auch nur einer der Bäume die Feuersbrunst überstehen könnte. Doch die Palmstämme erwiesen sich als Überlebenskünstler. Bereits im nächsten Frühjahr lugten die ersten grünen Knospen aus dem Ruß, heute erinnern nur noch die rabenschwarzen Stämme unter den grünen Kronen an das damalige Drama.

Fast schon kitschig

Da sprießt die Zuversicht. Und so ist das Eindrucksvollste in der neu aufgeblühten Oase derzeit nicht das Bad im Meer, sondern der Spaziergang durch den Palmenhain mit dem unbändigen Lebenswillen bachaufwärts. Fast schon kitschig kontrastiert das frische Grün der Palmwedel mit dem Zartrosa der Oleanderbüsche am Ufer. Rundgewaschene Felsen gruppieren sich um kristallklare Gumpen. Wer es sich zutraut, der kann eine komplette Bergtour am und im Bach unternehmen, kann kraxeln, schwimmen, balancieren bis hinauf zur venezianischen Brücke. Dort führt die Autostraße vorbei zum Kloster Preveli, das sich hoch oben an die Bergflanke krallt: Zwei Mönche, beide erstaunlich jung, posieren da bereitwillig fürs Gruppenfoto. Stolz zeigen sie die Ikonen in der Kirche und bestehen darauf, dass man auch das Museum besichtigt. Dort erfährt man dann, dass die Vorgänger der Mönche im Zweiten Weltkrieg Kanadiern und Neuseeländern halfen, vor den deutschen Besatzern auf britische U-Boote zu fliehen.

Keine riesigen Hotels

Kloster und Strand liegen mitten im Naturschutzgebiet. Unterkünfte sucht man vergebens. Die gibt es hinter dem Berg - in der Damnonibucht und im ruhigen Küstenort Plakias. Wer keine Lust zum Treppensteigen hat, der fährt von beiden Orten einfach mit Kapitän Lefteris und seinem gelben Badeboot zum Preveli Beach. Plakias ist heute längst nicht mehr die Hippie-Hochburg aus den 1970ern. Für die großen Reiseveranstalter bleibt das Bilderbuchdorf an Kretas Südwestküste aber weiter zu abgelegen. Statt großer Hotels gibt es hier nur Pensionen und Privatvermieter. "Rooms" steht an jedem zweiten Haus.

Postkartenmotive überall

Im Zentrum der kreisrunden Bucht mit dem feinen Sandstrand schließt sich die erste Häuserzeile direkt an die Hafenmole an. Tavernen haben ihre hellbauen Holzstühle postkartenhübsch unter dunklen Maulbeerbäumen aufgestellt. So eng geht es zu, dass die Küchen auf die andere Straßenseite umgesiedelt wurden; Kellner flitzen mit Souvlaki und Grillfisch über die Gasse. In den wenigen rückwärtigen Gassen spaziert man vorbei an Bioläden und Schuhgeschäften, an kretischen Olivenholzschnitzereien und einem Freiluftfriseur. Am Weg, der landeinwärts zur alten Mühle mäandert, liegen Europas südlichste Jugendherberge und Europas südlichste Leihbücherei. Wo der Ort schließlich übergeht in die silbrigen Olivenhaine, entdeckt man überraschend grüne Gärten, kleine Pensionen und Hotels. Vorn an der Straße sind auch ein paar Abendlokale, aber eigentlich geht man in Plakias nach dem Abendessen mit Seeblick brav ins Bett.

Kulinarische Highlights

Davor wartet freilich noch ein Pflichttermin: der Sonnenuntergang. Am schönsten ist er in den Dünen am Strandende, kurz vor den senkrechten Wänden des schroffen Kap Kakomouri. Dort zweigt auch ein Weg ab, über sanfte Olivenhänge führt er in die Nachbarbucht Damnoni. Dies ist das Reich von Andreas und seiner Mutter Ioanna. 150 Meter hinter den drei Strandtavernen der Violakis-Brüder führen Mutter und Sohn ihre Taverne mit dem schönen Namen Mythos - eine Legende der kretischen Küche. Der wohlbeleibte Andreas lacht sein helles Lachen, führt die Gäste in die Küche zur Mama, die dann wie selbstverständlich ihre Kochtopfdeckel öffnet, damit jeder sieht, was es so gibt. Heute ist es Spinat und eine Gemüsepita, dazu geschmortes Kaninchen. Morgen kommt vielleicht Rollbraten mit kretischen Gewürzen und gefüllten Paprika. Und übermorgen? Egal, es schmeckt eigentlich immer.

Ab in die Schlucht

Noch ein paar Meter weiter landeinwärts liegt der Kretaladen von Adonis Mougiakakos: eine wilde Mischung aus Ökoladen, Autovermietung, Trekkingstore und Tourist-Info. Adonis bietet bereitwillig sein eigenes Olivenöl und superkrümelige Kekse aus heimischer Produktion zum Probieren an, er verkauft Raki und Ouzo offen aus apothekerähnlichen Flaschen, holt diverse Ziegenkäse aus der Kühlung. Und dann hat er natürlich auch noch einen Ausflugstipp parat. Wie wäre es zum Beispiel mit der einmaligen Schluchtenlandschaft? Beide Wege von Plakias zurück zum Flughafen an der Nordküste führen durch beeindruckende Canyons. Noch spannender als die tief eingeschnittene Kotsifouschlucht ist der Kourtaliotiko-Canyon. Einsteigen kann man beim Aussichtspunkt nahe dem in die überhängende Felswand gemauerten Kirchlein. Auf einer neu erstellten Treppe gelangt man problemlos hinunter zum Fluss, der selbst im Hochsommer stets Wasser führt. Und die Stromschnellen? Die dürfen einem durchaus bekannt vorkommen: Wer ihnen meerwärts folgt, den spült diese wildromantisch-feuchte Wanderung am schönsten Strand Kretas ans Meer - dem Preveli Beach mit seinen Überlebenskünstler-Palmen.

Weitere Informationen:
Preveli Beach: Mit dem Mietwagen einen Kilometer vor Lefkogia von der Landstraße Richtung Kloster Preveli abbiegen. An der Ruine Kato Preveli mit der venezianischen Brücke der Staubstraße links zum Parkplatz folgen. Und dann die 450 Stufen über einen gut gesicherten Pfad absteigen.
Unterkünfte in Plakias: buchbar zum Beispiel über Attika Reisen München, Tel. 0800/1671800, www.attika-reisen.de, Kataloge im Reisebüro.
Flüge ab Deutschland nach Iraklion oder Chania mit Condor, Air Berlin, Tuifly oder Aegean Airlines (guter Service, sehr pünktlich) je nach Saison ab 250 Euro. Mietwagen ab und bis Flughafen circa 250 Euro, zum Beispiel über mietwagen-billiger.de oder Adonis Mougiakakos (siehe Text), Creta 2000, www.creta2000.gr
Allgemeine Informationen zu Griechenland: EOT Griechische Zentrale für Fremdenverkehr, Neue Mainzer Str. 22, 60311 Frankfurt, Tel. 069/257827-0, info@gzf-eot.de, www.visitgreece.gr

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